Deine Bahn 08/2012
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Editorial
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Blick in die Ausgabe
Editorial 08/2012
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
die Deutsche Bahn investiert viel Geld und Know-how in ihre Aus-, Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen und fördert nachhaltig ihre Führungskräfte und Mitarbeiter. Das Ziel ist es, mit dem Dreisprung „Profitabler Marktführer“, „Top-Arbeitgeber“ und „Umweltvorreiter“ zum weltweit führenden Mobilitäts- und Logistikunternehmen zu werden.
Stefan Riese, Geschäftsführer von DB Training, Learning & Consulting, wirft in unserem Leitartikel einen Blick auf die Herausforderungen, vor denen die Bildungsorganisationen auf dem Verkehrsmarkt des 21. Jahrhunderts und somit in Zeiten des permanenten gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Wandels stehen.
In einem weiteren Artikel zu unserem Schwerpunktthema Bildung und Personal werden zum Beispiel die Ausbildungsaktivitäten des DB Konzerns vorgestellt. Außerdem wird über die möglichen Einsatzfelder für die so genannten Sozialen Medien in der Aus- und Weiterbildung berichtet.
Darüber hinaus hat der Bahn Fachverlag eine Broschüre erstellt, die über Möglichkeiten zur akademischen Erstausbildung in der Bahnbranche und dabei insbesondere bei der Deutschen Bahn AG informiert. Darin werden Wege aufgezeigt, dual oder berufsbegleitend in den Unternehmen des Eisenbahnsektors zu studieren. Sie sei Ihnen hiermit zur Lektüre empfohlen.
Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen dieser und anderer Themen.
Die Zukunft der Bildung im Verkehrsmarkt
Gesellschaft und Märkte befinden sich im permanenten Wandel. Bildungsorganisationen müssen den Strategien und konkreten Anforderungen Ihrer Kunden folgen. Die Kunden erwarten immer häufiger von Bildungsunternehmen eine Entwicklung zum Systemlieferanten, der sowohl Wertschöpfungspartner als auch Synergiemanager sein muss. Die Umgestaltung zum Systemlieferanten erfordert die Professionalisierung der Bildungs- und Beratungsorganisation sowie neue Ansätze zur Dienstleistungsinnovation. Welche Trends sich abzeichnen und welche Antworten möglich sind, beschreibt der vorliegende Artikel.
Social Media in der Aus- und Weiterbildung
Social Media sind kein Hype. Das ist mittlerweile bei den meisten Menschen angekommen. Dass das größte soziale Netzwerk über 900 Millionen (Mio.) Mitglieder hat und bereits seit acht Jahren erfolgreich agiert, ist ein Beleg dafür. Auch in Deutschland werden soziale Netzwerke immer beliebter: Laut einer Studie des Hightech-Verbandes BITKOM von Dezember 2011 sind 74 Prozent aller Internetnutzer in Deutschland Mitglied in mindestens einem sozialen Netzwerk. 66 Prozent nutzen mindestens eines der Netzwerke aktiv. Für Qualifizierungsanbieter stellt sich die Frage: Können soziale Netzwerke oder Social Media-Mechanismen für die Aus- und Weiterbildung genutzt werden und wenn ja, wie?
Züge bewegen, Häuser bauen, Geschäftsreisen buchen
Die Deutsche Bahn als einer der größten Mobilitäts- und Logistikdienstleister ist den meisten Menschen auch außerhalb Deutschlands ein Begriff. Was jedoch gerade Schüler auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz immer wieder überrascht, ist die Vielfalt der Berufe, die hinter dem System „Bahn“ stehen. So ist für viele der Lokführer, auf den die Ausbildungsrichtung Eisenbahner im Betriebsdienst, Fachrichtung Lokführer und Transport, vorbereitet, immer noch der klassische Traumberuf. Dies ist jedoch nur einer von mehr als 25 Ausbildungsberufen bei der Deutschen Bahn. Zählt man Berufe hinzu, die zum Beispiel nur innerhalb eines Betriebes im Konzern ausgebildet werden, kommt man auf insgesamt etwa 60 Ausbildungsberufe, angefangen bei Automobilkaufleuten bis hin zu Zerspanungsmechanikern.
Deutsche Bahn AG bleibt Vorreiter beim Thema Umwelt
Mit der neuen Nachhaltigkeitsstrategie „DB2020“ will der DB Konzern seine führende Umweltposition weiter ausbauen. Als internationaler Anbieter von Mobilität und Logistik und einer der größten Arbeitgeber Deutschlands trägt der DB Konzern eine besondere Verantwortung gegenüber Kunden, Mitarbeiter, Umwelt und Gesellschaft. Die relevanten Megatrends – Globalisierung, Liberalisierung, Klimawandel, Ressourcenverknappung und demografischer Wandel – haben nach wie vor uneingeschränkte Gültigkeit und nehmen an Dynamik teilweise noch zu. Profitabler Marktführer zu werden, steht dabei genauso im Mittelpunkt wie als Umwelt-Vorreiter und Top-Arbeitgeber zu überzeugen.
Mit dem Cable Liner zum Piazzale Roma
Venedig ist eine einzigartige Stadt. Inmitten einer Lagune gelegen erstreckt sie sich auf über 100 Inseln, die häufig durch Brücken miteinander verbunden sind. Venedig wird von etwa 3.000 Gassen und Gässchen sowie 175 Kanälen durchzogen, Straßen gibt es nicht. Das Auto muss man in einer der Garagen am Piazzale Roma oder im Tronchetto abstellen.
Eisenbahnbetrieb planen
Geht es um die Durchführung des Bahnbetriebs, denkt man in erster Linie an die Mitarbeiter in Zügen, auf Betriebsstellen und in Betriebszentralen: also Eisenbahnfahrzeugführer, Zugbegleiter, Fahrdienstleiter, Weichensteller und Schrankenwärter. Unter Eisenbahnfahrzeugführer sind Triebfahrzeugführer (Führer von Lokomotiven, Trieb- und Steuerwagen) und Nebenfahrzeugführer zusammengefasst. Für ein reibungsloses Funktionieren sind darüber hinaus weitere Funktionen unabdingbar. Dies sind einerseits solche, die die Betriebsabläufe vorbereiten, planen, disponieren und kontrollieren. Der Artikel ist eine Leseprobe aus dem DB-Fachbuch „Systemwissen Eisenbahn“.
GSM-R-Netz der DB Netz AG wird modernisiert
Das GSM-R (Global System for Mobile Communications – Rail(way))-Mobilfunknetz ersetzt nahezu alle analogen Funksysteme der Deutschen Bahn AG. Es realisiert die wichtigsten für den Bahnbetrieb erforderlichen Funkanwendungen durch spezielle Dienstfunktionen, die so genannten R-Merkmale (R = Railway). Das GSM-R-Mobilfunknetz stellt eine einheitliche, standardisierte und europaweit interoperable Systemplattform zur Verfügung, auf der die mobilen Sprach- und Datenfunkanwendungen der Deutschen Bahn AG aufsetzen.
Regeln für einen reibungslosen Grenzverkehr
Der Infrastrukturverknüpfungsvertrag zwischen der DB Netz AG und dem niederländischen Eisenbahninfrastrukturbetreiber ProRail verbessert die Wettbewerbssituation beider Bahnen. Mit diesem Beitrag wird die Reihe über Grenzbetriebsvereinbarungen der Deutschen Bahn zu ihren europäischen Partnern fortgesetzt.