Deine Bahn 02/2014
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Editorial 02/2014
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
durch die Komplexität und Masse der täglichen Prozesse in den Kerngeschäftsfeldern der Deutschen Bahn AG ist operatives Handeln ohne den Einsatz der Informations- undTelekommunikationstechnologie (ITK) inzwischen undenkbar geworden: ITK ist ein Muss für den DB-Konzern und das Kerngeschäft für die DB Systel GmbH, den ITK-Dienstleister der DB.
In unserem Leitartikel beschreibt Robert Arnhold, Geschäftsbereichsleiter ICT Solutions Transportation & Logistics, die Herausforderungen, vor denen DB Systel aufgrund des eigenen Wachstums sowie dem des ITK-Marktes steht und die zu einer umfassenden Neuausrichtung des Unternehmens geführt haben.
Das Schlagwort „Big Data“ – die Analyse extrem großer Datenmengen, die die Grundlage unternehmerischer Entscheidungen signifikant verbessern kann – ist derzeit in aller Munde. Matthias Karbstein, Leiter ITK-Strategie und Standards der DB Systel, erläutert zusammen mit seinem Co-Autoren Andreas Exter, welchen Beitrag Big Data leisten kann, um insbesondere zum Erreichen der ambitionierten Unternehmensziele der Deutschen Bahn beizutragen, die der Konzern in seiner neuen Strategie DB2020 beschrieben hat.
Ein weiterer Fachartikel zu unserem ITK-Schwerpunkt stellt die Software WorldInsight vor, die DB Systel entwickelt, um DB-Mitarbeitern ein dreidimensionales und in Echtzeit arbeitendes Prozess-Visualisierungswerkzeug zur Verfügung zu stellen. Außerdem sind soziale Medien und ihr Einfluss auf die Unternehmenskultur sowie die wachsende Bedeutung elektronischer Ticketingverfahren Bestandteil des Schwerpunktes.
Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen dieser und anderer Themen.
Neue Organisationsstruktur für die DB Systel GmbH
Ohne sie würde im DB-Konzern kein Zug fahren, keine Fahrkarten verkauft und auch keine Güter via Land, Luft oder See transportiert werden – die Rede ist von der Informations- und Kommunikationstechnologie (englisch kurz ICT), welche alle Geschäftsfelder der DB einsetzen, um ihre administrativen und operativen Abläufe optimal zu unterstützen.
Bessere Erkenntnisse durch die Analyse von großen Datenmengen
Aktuelle Schätzungen gehen davon aus, dass sich die Datenmenge, die in Unternehmen zur Verfügung steht, alle ein bis zwei Jahre verdoppelt. Dieses Wachstum alleine ist – isoliert betrachtet – noch kein Vorteil. Entscheidend ist, diese Daten mit modernen Methoden zu analysieren, um daraus Erkenntnisse als Grundlage für gute unternehmerische Entscheidungen zu gewinnen. Zahlreiche Studien und Umfragen belegen die hohe Bedeutung von Informationen sowie die Fähigkeit von Unternehmen, daraus neue Einsichten und Wettbewerbsvorteile zu gewinnen.
3D-Visualisierungsmaschine der Deutschen Bahn
Um ihrer Rolle als umfassender Verkehrsdienstleister und Infrastrukturunternehmen gerecht zu werden, ist die Deutsche Bahn gefordert, tagtäglich komplexeste Prozesse und Verfahren zu erfüllen. Die Tätigkeiten vieler Mitarbeiter, mit den unterschiedlichsten Ausbildungen und Tätigkeitsbereichen, müssen hierbei übergreifend harmonisiert werden. Dafür verfügt die Bahn über komplizierteste Technik, die zu überwachen, regelmäßig zu warten und im Bedarfsfalle wiederherzustellen ist. Die DB Systel GmbH hat ein Visualisierungswerkzeug entwickelt, das Mitarbeitern diese Prozesse dreidimensional und in Echtzeit abbildet.
Soziale Medien unterstützen offene Unternehmenskultur
Die Eisenbahn in Deutschland blickt mittlerweile auf eine 179-jährige Geschichte zurück und in ihren vielen Firmen und Behörden war sie die meiste Zeit davon stark prozess- und regelorientiert. Das musste auch so sein, um einen sicheren Betriebsablauf zu gewährleisten und mit den damaligen Kommunikationsmitteln die notwendigen Informationen den richtigen Mitarbeitern zur Verfügung zu stellen.
Neues DB-Fachbuch zu Elektronischen Stellwerken
Anfang März wird das DB-Fachbuch „Elektronische Stellwerke bedienen – Der Regelbetrieb“ in der ersten Überarbeitung neu erscheinen. Ziel des Werkes ist es, die Einrichtungen dieser Stellwerkstechnik und deren Bedienung, einschließlich der Einrichtungen des Streckenblocks und der Bahnübergangssicherungsanlagen, zu beschreiben. Darüber hinaus soll es das Fachwissen vermitteln, das notwendig ist, um ein Elektronisches Stellwerk im Regelbetrieb zu bedienen. Buchautor und Stellwerksexperte Walter Jonas stellt im Folgenden die inhaltliche Gliederung des DB-Fachbuches vor.
Bahnfahren leicht gemacht: das elektronische Ticket
Immer mehr Kunden kaufen ihre Fahrkarte bequem im Internet oder mit dem Smartphone. Die Palette der DB reicht vom Online-Ticket zum Selbstausdrucken über die mobilen Tickets auf dem Handy bis hin zum innovativen eTicketingverfahren Touch & Travel. Technisch ist das für DB Vertrieb nicht immer einfach umzusetzen, den Kunden aber erleichtert das Angebot die Entscheidung für die Bahn enorm.
Betriebsweisen bei den Eisenbahnen
Der Bahnbetrieb der Gegenwart lässt sich unter verschiedenen Blickwinkeln betrachten. Die Betriebsweisen bieten dabei verschiedene Möglichkeiten, nach denen Zugfahrten im Regelbetrieb, im Baubetrieb und auch bei Unregelmäßigkeiten oder Störungen durchgeführt werden können. Dieser Beitrag behandelt die signifikanten Betriebsweisen und grenzt diesen Begriff zugleich zu anderen Begrifflichkeiten, wie zum Beispiel Betriebsverfahren, Betriebsführung oder Betriebsarten ab.
Diesellok TRAXX DE ME
TRAXX ist der Familienname für Lokomotiven aus dem Hause Bombardier. Alle Bombardier-Loks seit der Baureihe 185 sowie die daraus hervorgegangenen weiteren Lokomotiven tragen diesen Namen. DE bedeutet, dass es sich um eine Diesellokomotive mit elektrischer Leistungsübertragung handelt. Die Buchstabenfolge ME ist neu und beschreibt eine technische Besonderheit, die es in ähnlicher Form bei der DB in Form der Diesellok V200 schon einmal gegeben hat: ME bedeutet Multi Engine und steht für eine Diesellok mit mehreren Motoren.