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Blick in die Ausgabe

Editorial

Editorial 05/2011

Liebe Leserinnen, liebe Leser,den Schwerpunkt dieser Ausgabe bilden aktuelle Themen aus dem Bereich Eisenbahninfrastruktur Fahrweg. Fahrwegtechnik, Oberbau, Instandhaltung, Baustellenorganisation sind Aufgabenstellungen, die zu den Kernaufgaben der Eisenbahningenieure zu zählen sind.Aber keine Sorge: Unsere Autoren haben die Artikel so gestaltet, dass die Informationen auch für Nicht-Ingenieure verständlich und informativ sind. Es geht uns gerade darum zu zeigen, dass ingenieurtechnische Aufgaben, wie spannend sie für Fachleute auch sein mögen, kein Selbstzweck sind, sondern fundamentale Grundlage, um den Betrieb einer Eisenbahn zu ermöglichen.Dieser Zielsetzung folgt auch unser Leitartikel, in dem Klaus Junker, Präsident des Verbandes Deutscher Eisenbahn-Ingenieure (VDEI), die Ziele und Aufgaben seiner Organisation erläutert. Dabei zeigt er unter anderem auf, dass die Ingenieure auch bei der Bahn immer stärker fachübergreifend agieren müssen, um das zunehmend komplexer werdende Verbundsystem Eisenbahn zu betreiben und weiterzuentwickeln.Weil sich der Erwerb übergreifender bahnspezifischer Kenntnisse gerade für Nachwuchsingenieure zunehmend schwieriger gestaltet, bietet der VDEI unter anderem Fortbildungen an einer neu geschaffenen VDEI-Akademie an. Darüber hinaus führt er in Zusammenarbeit mit Bahnunternehmen und der Bahnindustrie Seminare, Tagungen und Konferenzen durch, die der fachlichen Weiterentwicklung der Ingenieure dienen.Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen dieser und anderer Themen.           

Artikel

Ingenieure im System Eisenbahn

Die komplexen technischen Anforderungen des Systems Eisenbahn erfordern fachübergreifend bzw. systemisch denkende Ingenieure. Der Verband Deutscher Eisenbahn-Ingenieure verfolgt deshalb das Ziel, die Aus- und Weiterbildung von Ingenieuren im Sektor Eisenbahnwesen zu fördern, mögliche Synergien innerhalb des Systems Bahn darzustellen und die Interessen der Ingenieure bei der Bahn zu vertreten.

Von der Planung bis zur Inbetriebnahme

Der Gotthard-Basistunnel wird nicht nur die Verkehrssituation in der Schweiz, sondern das Eisenbahnnetz Europas grundsätzlich verändern: Mit dem Durchschlag in der Oströhre des Gotthard-Basistunnels erreichte das Projekt AlpTransit am 15. Oktober 2010 zwischen Sedrun und Faido einen weiteren großen Meilenstein. Am 23. März 2011 erfolgte dann der letzte Durchschlag im längsten Bahntunnel der Welt. Das Projekt befindet sich somit am Übergang vom Tunnelbau zur bahntechnischen Ausrüstungsphase. Anfang 2016 wird in einem Probebetrieb mit Zügen das Zusammenspiel der technischen Installationen im Gotthard-Basistunnel getestet. Im Dezember 2016 werden die Schweizerischen Bundesbahnen als zukünftige Betreiber den kommerziellen Betrieb durch den längsten Eisenbahntunnel der Welt aufnehmen.

Artikel

Neubaustrecke Erfurt – Leipzig/Halle

Der Aus- und Neubau der Hochleistungstrasse zwischen Nürnberg und Berlin ist das größte und innovativste Infrastrukturprojekt Deutschlands und Teil des Verkehrsprojektes Deutsche Einheit (VDE) Nr. 8. Der Abschnitt zwischen Erfurt und Leipzig/Halle wird dafür gänzlich neu gebaut und soll im Jahr 2015 in Betrieb genommen werden. Der folgende Beitrag stellt die Bauarbeiten auf diesem Abschnitt vor.

Artikel

Erneuerung des Berliner Ostkreuzes

Der Bahnhof Ostkreuz gehört zu den am stärksten frequentierten Umsteigepunkten im Berliner Nahverkehrsnetz. Nach aktuellen Verkehrszählungen der Berliner S-Bahn GmbH steigen derzeit am Ostkreuz täglich 100.000 Reisende ein, aus und um. Für das Jahr 2015 rechnen Verkehrsexperten mit einem Zuwachs auf 123.000 Reisende, die täglich den Bahnhof nutzen werden. Im Folgenden wird die Notwendigkeit des komplexen Umbaus des Bahnhofes Ostkreuz erläutert und das geplante Ergebnis beschrieben.

Artikel

Innovative Lösungen für Gleise und Weichen

Die Gleise und Weichen der DB haben in den vergangenen zwanzig Jahren eine kontinuierlich gestiegene dynamische und statische Belastung erfahren. Die Verkehrsprognosen und der Bedarf an noch leistungsfähigeren Fahrzeugen versprechen weitere Herausforderungen. Die DB Netz AG muss als Infrastrukturbetreiberin ihre Anlagen im laufenden Betrieb instand halten sowie gleichzeitig für die Zukunft ertüchtigen und ausbauen. Die Ingenieure in der Fahrwegtechnik entwickeln gemeinsam mit den Bedarfsträgern in der Instandhaltung und Anlagenplanung die technischwirtschaftlichen Lösungen für diese Aufgaben – namentlich für die Schiene als Namensgeberin und tragendes Element der Eisenbahn, für die Gleiskonstruktion zur Steigerung der Sicherheit und des Fahrkomforts sowie für die Weiche als unverzichtbarer Bestandteil des Bahnbetriebs.

Artikel

Vormesssysteme für Gleise und Weichen

Die DB Netz AG hat im DB Konzern unter anderem die Aufgabe, Trassen in hoher Qualität und Verfügbarkeit diskriminierungsfrei zur Verfügung zu stellen. Zu dieser Aufgabe gehört auch die Instandhaltung und Instandsetzung der Schieneninfrastruktur, die aus zirka 64.000 Kilometern Gleislänge und zirka 67.000 Weichen besteht.

Artikel

Herstellung der Soll-Gleislage

Die Herstellung der Soll-Gleislage ist eine gemeinsame Aufgabe des Oberbau- und des Vermessungsdienstes. Während das Arbeitsgebiet Oberbau als Auftraggeber und Ausführender der Arbeiten in den Herstellungsprozess eingebunden ist, ermittelt das Arbeitsgebiet Vermessung die erforderlichen Trassendaten. Im folgenden Beitrag wird durch Auszüge aus den jeweiligen Regelwerken die Zusammenarbeit der beiden Fachdienste erläutert. Ferner werden die Messgeräte aufgeführt, die zur Gewinnung der notwendigen Daten eingesetzt werden. Dieser Beitrag wurde erstmals in der Zeitschrift EI – Der Eisenbahningenieur im September 2010 veröffentlicht.

Artikel

Geokunststoffe verbessern das Planum

Der Trennung von Schotter und Boden, dem so genannten Planum, wird im Bahn-Oberbau bzw. konstruktivem Ingenieursbau besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Zur Verbesserung des Planums werden zum Beispiel Trag- und Schutzschichten eingesetzt, die aus Mineralstoffgemischen (Kiessand) bestehen. Bei Regionalnetzstrecken oder untergeordneten Gleisen mit niedrigen Gleisbelastungen kann es aber auch sinnvoll sein, bestimmte Geokunststoffe zu verwenden.

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