Deine Bahn 06/2017
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Inhalt
Editorial
Personenverkehr
Transport und Logistik
Infrastruktur
- Transformation, Optimierung und Digitalisierung der Produktion
- Wenn Bahnhofsvorplätze zu neuem Leben erwachen
- Modernisierung von Bahnhöfen in Nordrhein-Westfalen
- Neue Wege bei der Bahnhofsreinigung: Kunden im Mittelpunkt
- Aufenthaltsbereiche der Zukunft – ein Werkstattbericht
- Lichtkunstbahnhof Celle: Gesamtkunstwerk als Tor zur Stadt
Blick in die Ausgabe
Transformation, Optimierung und Digitalisierung der Produktion
Mit den Projekten „Transformation Bahnhofsmanagements“ und „Produktionsoptimierung und -digitalisierung“ wurden Organisation und Prozesse der DB Station&Service AG an neue Rahmenbedingungen angepasst, um die Leistungsfähigkeit der Anlagen mit bestehenden Kapazitäten zu verbessern.
Editorial 06/2017
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
nach dem Schienennetz ist die Bahnhofsinfrastruktur an der Reihe: Mehr als 5 Milliarden Euro fließen bis 2022 in die Modernisierung von Verkehrsstationen. Im Vordergrund stehen, wie beim gesamten Programm Zukunft Bahn, der Kunde und die Qualität. Gut zugänglich, sauber, sicher, zuverlässig funktionierend und informativ sollen die Personenbahnhöfe sein, darüber hinaus auch einladend, freundlich, grün, unterhaltsam: Orte also, an denen man sich gerne aufhält. Visitenkarte der Bahn, Tor zur Stadt, Mobilitätsdrehscheiben – das sind einige der Attribute, die das Bild des Personenbahnhofs und seines direkten Umfelds als urbanes Verkehrs- und Dienstleistungszentrum beschreiben.
Im Leitartikel gibt Ute Möbus, Vorstand Finanzen der DB Station&Service AG, einen Überblick darüber, in welche Bereiche und Vorhaben die Gelder fließen. Gleichzeitig räumt sie mit einigen populären Bahnhofsmythen auf. In weiteren Beiträgen berichten die Autoren dieser Ausgabe unter anderem über die Digitalisierung des Facility Managements, das neue Reinigungskonzept, innovative Projekte zur Aufwertung des Bahnhofsumfelds und die Verwandlung eines Bahnhofs in ein Lichtkunstwerk.
Ein Bahnhof ist nicht nur ein Ort, an dem Menschen aus dem ganzen Land und darüber hinaus zusammen kommen. Auch die Vielfalt der Verkehrsunternehmen wird dort sichtbar. Nahverkehr auf der Schiene boomt und will gut finanziert und organisiert werden. Dafür sorgt die Bundesarbeitsgemeinschaft der Aufgabenträger, kurz BAG-SPNV. Wie Dach- und Einzelorganisation zusammenarbeiten, erklärt Hauptgeschäftsführer Frank Zerban.
Lesen Sie außerdem: ZukunftPlus eröffnet neue berufliche Perspektiven im Verkehrsmarkt, die SOB stattet ihre Betriebszentralen mit einem Anwendungspaket für BKU-Rechner aus, und DB Cargo arbeitet mit einer Initiative zusammen, die offene Karten des Schienennetzes erstellt.
Viele Anregungen und Erkenntnisse beim Lesen in dieser Ausgabe wünscht
Ihr Martin Nowosad,
Chefredakteur
Bahnhöfe: Tor zum System Bahn und Zentren der Mobilität
Nachhaltig, kundenfreundlich und umsatzstark – so präsentieren sich viele Bahnhöfe heute. Die DB Station&Service AG stellt die Weichen für diese Entwicklung und schafft Orte, die zum Verweilen einladen.
Aufgabenträger und BAG-SPNV gestalten Nahverkehr auf der Schiene
Die Bundesarbeitsgemeinschaft Schienenpersonennahverkehr (BAG-SPNV) ist der Dachverband der Aufgabenträger, die im Auftrag der Länder das Nahverkehrsangebot auf der Schiene planen, bestellen und organisieren. Sie vertritt die Bestellerorganisationen gegenüber Politik, Öffentlichkeit und Verkehrsunternehmen, berät den Gesetzgeber und sorgt für Austausch und Abstimmung zwischen ihren Mitgliedern. Gemeinsames Hauptziel ist es, die Attraktivität des Nahverkehrs auf der Schiene zu steigern, mehr Fahrgäste zu gewinnen und den Marktanteil der Schiene am Personenverkehr auszubauen.
Veränderung der Unternehmenskultur bei DB Station&Service
Frisch im neuen Job fallen sie besonders deutlich ins Auge – Rituale, Verhaltensmuster und ungeschriebene Regeln, die eine Unternehmenskultur ausmachen. Glaubt man Managementforschern wie Hagel und Singer (1999), so entsteht Unternehmenskultur nach einem recht ähnlichen Prinzip wie die Eigenschaften von Pflanzen und Tieren: Anpassung an die Umwelt. Widerspricht die Kultur dem Unternehmensumfeld, gerät das Unternehmen unter Druck oder „stirbt aus“. Deshalb gibt es keine Vier-Sterne-Hotels ohne „Kunde-ist-König“-Mentalität, überlebt kein High-Tech-Unternehmen lange ohne Unternehmergeist und leistet sich keine Fluggesellschaft ein Wartungsteam ohne Sicherheitsorientierung. Welche Kultur braucht ein Unternehmen, das Bahnhöfe baut, entwickelt und betreibt?
Wenn Bahnhofsvorplätze zu neuem Leben erwachen
Im Autoland Deutschland gibt es Autostädte, Autobahnen, Autolobbyisten und eine wachsende Zahl an „Mobilitäts-Initiativen“. Innovative Verkehrskonzepte sollen nun auch den vielerorts schlecht beleumundeten und vernachlässigten Bahnhofsumfeldern eine Chance bieten. Anschlussmobilität und Ökologie spielen dabei eine wichtige Rolle, wie sich in Wittenberg, Altenbeken und Detmold zeigt.
Beruflicher Neustart im Verkehrsmarkt
ZukunftPlus e.V. wurde im Jahr 2003 von Führungskräften der DB Bildung, die heute unter DB Training firmiert, gegründet. Die heutigen Mitglieder und der gesamte Vorstand des Vereins ZukunftPlus sind durchgängig Personalvorstände und Führungskräfte, die langjährig im DB-Konzern tätig sind und ein großes Interesse daran haben, sich über ihre eigentliche Tätigkeit hinaus ehrenamtlich gesellschaftspolitisch zu engagieren.
Offene Karten für den Schienenverkehr
Die OpenRailwayMap ist ein frei zugänglicher Online-Kartendienst, der Eisenbahninfrastrukturen weltweit verzeichnet. Auch die Deutsche Bahn nutzt diese Daten in zahlreichen Anwendungen. Um die Potenziale offener Karten besser zu erschließen, baut die DB ihre Zusammenarbeit mit der Mapper-Community aus.
Aufenthaltsbereiche der Zukunft – ein Werkstattbericht
Im besten Fall benötigt ein Bahnhof keine Warte- beziehungsweise Aufenthaltsbereiche: Ist der Zug pünktlich, holt sich der routinierte Pendler im Vorbeigehen einen Kaffee und steigt in den Zug. Gleichwohl hat sich DB Station&Service mit dem Thema befasst und entwickelt nun den Aufenthaltsbereich der Zukunft – für und mit den Kunden.