Deine Bahn 07/2013
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Inhalt
Editorial
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Blick in die Ausgabe
Editorial 07/2013
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
diese Ausgabe befasst sich in ihrem Schwerpunkt mit den Themen Arbeits- und Betriebssicherheit.
Arbeitsverfahren entwickeln sich permanent weiter; gleichzeitig nimmt das Durchschnittsalter der Beschäftigten zu. Damit einhergehend steigen die rechtlichen Anforderungen und die gesellschaftlichen Akzeptanzkriterien an Arbeits- und Gesundheitsschutz. Um diesen Herausforderungen wirksam zu begegnen, hat der DB AG Konzern sich einheitliche Arbeitsschutzstandards gegeben und seinen Führungskräften als übertragene Unternehmerpflichten auferlegt. Was dies im Einzelnen bedeutet und wie die Wirksamkeit gemessen wird, schildert Simone Neumann, Leiterin Arbeits- und Brandschutz in der Zentrale der DB AG, in unserem Leitartikel.
Besondere Anforderungen an die Arbeitssicherheit ergeben sich dort, wo Arbeiten im Gefahrenbereich der Gleise durchgeführt werden müssen, auf denen Zugbetrieb stattfindet. Niels Tiessen, Leiter Arbeitsschutz der DB Netz AG, zeigt auf, wie verbesserte Sicherungsmaßnahmen bei Gleisbaustellen auch einer Verminderung der Lärmschutzemissionen dienen können.
Aus dem Bereich der Betriebssicherheit informieren wir Sie über ein neues Sicherheits- und Rettungskonzept der Deutschen Bahn, wie es nunmehr im Katzenbergtunnel realisiert wurde, sowie über elektronische Bahnübergangssicherungsanlagen.
Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen dieser und anderer Themen.
Arbeitssicherheit – ein herausfordernder Balanceakt
Das zunehmende Durchschnittsalter der Beschäftigten erfordert die Anpassung von technischen Systemen, deren Prozessen und Aufgaben. Die Untersuchung der Arbeitsbelastungen für die Beschäftigten und die Ausrichtung der einzelnen Arbeitsplätze auf die identifizierten Anforderungen stellen einen wichtigen Baustein bei der Vorbereitung des Unternehmens auf die zukünftigen Herausforderungen dar. Dieser Beitrag zeigt auf, welche Konsequenzen sich für die Gestaltung eines modernen Arbeitsschutzsystems ergeben.
Konzernsicherheit unterstützt Mitarbeiter im Ausland
Geschäftsreisen ins Ausland bergen unter Umständen Risiken. Der umfassende Service der Konzernsicherheit hilft bei einem Auslandsaufenthalt in Sicherheits- und Gesundheitsfragen sowie mit praktischen Informationen zum Zielland.
Herausforderungen für die Sicherung von Gleisbaustellen
Die Lärmsensibilisierung der Bevölkerung nimmt weiter zu – auch in Bezug auf Emissionen bei der Bahn. So wird es immer schwieriger, nächtliche Gleisbaustellen aufgrund der damit verbundenen Lärmemissionen durchzuführen. Der Baulärm an sich ist meist jedoch gar nicht Stein des Anstoßes – sondern die Rottenwarnsignale zum Schutz der Arbeitskräfte.
IT-Sicherheit für die Eisenbahnautomatisierung
Der Schutz von Betriebsanlagen der Eisenbahn wird durch technische Lösungen und organisatorische Verfahren (Richtlinien für Planung, Betrieb und Instandhaltung) gewährleistet. Mit dem Einsatz von modernen Anlagen, die aus Hardware und Software bestehende Systeme der Informationstechnik benutzen, sind auch Anforderungen entstanden, sich mit der IT-Sicherheit auseinanderzusetzen.
Betriebssicherheit und Notfallmanagement
Die Europäische Sicherheitsrichtlinie 2004/49/EG schafft einen gemeinsamen Rahmen zur Regelung der Eisenbahnsicherheit in Europa. Die Verantwortung für die Betriebssicherheit und die Beherrschung der damit verbundenen Risiken wird den Eisenbahnunternehmen zugewiesen. Der Text ist ein Auszug aus dem DB-Fachbuch „Systemwissen Eisenbahn“.
Sicherheitskonzept setzt Tunnelbau-Standards
Der im Dezember 2012 auf der Ausbau- und Neubaustrecke Karlsruhe – Basel in Betrieb gegangene Katzenbergtunnel zeichnet sich neben einer Vielzahl an technischen und baulichen Innovationen vor allem durch sein richtungsweisendes Sicherheits- und Rettungskonzept aus. Damit wird der mit 9.385 Metern drittlängste Tunnel im Netz der Deutschen Bahn zum europaweiten Vorbild für Tunnelbauwerke. Neben bautechnisch umgesetzten Präventivmaßnahmen beinhaltet das Konzept ein Bündel effektiver ereignismindernder Maßnahmen.
Neues Notrufsystem für den Katzenbergtunnel
Mit dem Neubau der ersten Schnellfahrstrecken der DB vor etwa 35 Jahren wurde von den Sicherheitsbehörden gefordert, dass für die Reisenden bei einem Unfall im Tunnel eine Möglichkeit vorhanden sein muss, sich in eigener Verantwortung „zu retten
Mobiles Funkwarnsystem hat sich in der Praxis bewährt
Das mobile Funkwarnsystem der Firma ZÖLLNER dient zur Warnung von Beschäftigten im Gleisbereich und arbeitet von der Einschaltstelle über die Zentrale bis hin zu den Warngebern vollständig bidirektional. Seit seiner Einführung Ende März 2010 wurde es bei nahezu 10.000 Einsätzen verwendet.