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Editorial

Editorial 07/2008

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

der Schienengüterverkehr von DB Schenker ist mit einem Umsatz von rund 3,7 Milliarden Euro, 25.000 Mitarbeitern und 3.300 bedienten Gleisanschlüssen allein in Deutschland die führende Güterbahn und das größte Transportunternehmen in Europa.

Der Railion-Verbund, der die Schienengüterverkehrsleistung innerhalb von DB Schenker erbringt, setzt sich zusammen aus Railion Deutschland, Railion Nederland, Railion Danmark und Railion Italia. Er arbeitet derzeit mit Hochdruck am Ausbau der europäischen Relationen, um die Systemvorteile der Schiene nutzen zu können.

Der Railion-Verbund bietet hocheffiziente Transportleistungen in den Segmenten Ganzzüge, Einzelwagensystem und Kombinierter Verkehr mit dem Schwerpunkt Massengut in den Branchen Montan, Chemie, Mineralöl, Düngemittel, Agrar, Forst¬wirtschaft, Konsumgüter, Baustoffe und Entsorgung.

Was Wachstumspotenzial für den Verkehrsträger Schiene liegt in der europäischen Perspektive: Seit dem 1. Januar 2007 ist der europäische Schienengüterverkehrs¬markt geöffnet. Mit seiner internationalen Aufstellung ist der Railion-Verbund hervorragend auf die Chancen der Liberalisierung vorbereitet. So bietet er bereits heute grenzüber¬schreitende Verkehre aus einer Hand an – täglich an die hundert Güterzüge ohne Halt und aufwändige Abfertigungsprozesse quer durch den europäischen Kontinent. Mehr als 60 Prozent des gesamten Transportvolumens gehen mindestens über eine innereuropäische Grenze.

Mit einer stetig erweiterten Palette aus Basisprodukten, Servicebausteinen und Branchenlösungen nimmt der Schienengüterverkehr eine Vorreiterrolle ein, insbesondere bei den Logistikleistungen. Mit über ganz Europa verteilten Railports (Umschlag- und Lagerplätze mit Schienen- und Straßenanschluss) verbessert der Railion-Verbund darüber hinaus den Übergang zwischen den beiden Verkehrsträgern.

Diese Betrachtung zeigt, dass die Entwicklung des Schienengüterverkehrs sich derzeit auf einem guten Weg befindet. Doch wie sieht es in der Zukunft aus?

In unserem Leitartikel „Beherrschung des globalen Güterverkehrs“ versucht Dr. Jens Engelmann, Leiter Technik Güterwagen im Systemverbund Bahn, zu antizipieren, wie der intermodale Güterverkehr im Jahr 2050 aussehen könnte. Er berücksichtigt in seiner These dabei Prognosen zur Entwicklung ökologischer und ökonomischer Einflussgrößen ebenso wie die Entwicklung der Weltbevölkerung und leitet daraus ab, wie sich die Standards der einzelnen Systeme verändern werden.

Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen unserer neuesten Ausgabe.

Mit besten Grüßen
Ihr Redaktionsteam Deine Bahn

Artikel

Die Beherrschung des globalen Güterverkehrs

Wir schreiben das Jahr 2050. Ein Versuch, wie der Güterverkehr in Europa, insbesondere auf der Schiene, aussehen könnte. Die Weltbevölkerung ist von ca. 6,5 Mrd. im Jahr 2000 auf rund 9 Mrd. Menschen angewachsen, in den Industrieländern bei circa 1,2 Mrd. stagnierend, während das Wachstum fast ausschließlich in den Entwicklungsländern stattfand. Die Bevölkerung Chinas stieg von 1,3 auf circa 1,4 Mrd. Menschen, in Indien von knapp einer Mrd. auf circa 1,7 Mrd. Parallel hierzu ist die Weltbevölkerung gealtert. In den Industrieländern beträgt der Anteil der über 60-jährigen über 30 Prozent, ehemals 20 Prozent.

Artikel

Erfahrung schätzen – Wertschätzung erfahren

Der demografische Wandel in der Gesellschaft, der Anstieg des Renteneintrittalters und der Wettbewerb um die besten Spezialisten rücken langjährig erworbenes Wissen und den Erfahrungsschatz von Mitarbeitern der Generation „50plus“ in ein neues Licht. Erfahrungskompetenz von Mitarbeitern dabei als wertvolle Ressource und Bestandteil der Unternehmenskultur zu begreifen, gewinnt zunehmend an Bedeutung. Gerade die Leistungsfähigkeit und -bereitschaft unserer Mitarbeiter ist eine tragende Säule des Unternehmenserfolgs der Bahn. Sie während des gesamten Arbeitslebens zu erhalten und zu fördern, ist die neue Herausforderung des Personalmanagements. Die Deutsche Bahn AG geht im Rahmen der HR-Initiative „Erfahrung DB“ neue Wege.

Artikel

Künftige Meilensteine in der Personalentwicklung – neue Anforderungen für Führungskräfte und Bildungsmanagement

Die Dynamik der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Veränderungen bringt immer auch neue Herausforderungen für das Bildungsmanagement in Unternehmen mit sich. Wie sieht derzeit die Realität des Bildungsmanagements aus, zumal sich ein künftiger „War of Talent“ aufgrund des demografischen Wandels abzeichnet? Was sind potenzielle Problemfelder der Weiterbildung? Mit welchen zentralen Herausforderungen sind Bildungsverantwortliche konfrontiert und welche Rolle und Verantwortung liegt bei den Führungskräften selbst? Die Beantwortung dieser zentralen Fragestellungen steht im Mittelpunkt der Trendstudie 2008, deren Ergebnisse hier zusammengefasst vorgestellt werden.

Artikel

Die Stiftung Bahn-Sozialwerk richtet sich kreativ auf Aktive und Familien aus

„Das Bewährte bewahren und Neues wagen“, so lautet das Motto der Stiftung BSW für dieses und die nächsten Jahre. Ziel einer umfassenden Neuausrichtung ist es, mit modernen und zielgruppenspezifischen Angeboten und Leistungen neue Spender zu gewinnen, vor allem verstärkt jüngere und aktive Eisenbahner und Eisenbahnerinnen und ihre Familien.

Artikel

Korridor Rotterdam – Genua (Teil 2)

Nachdem in der letzten Ausgabe von „Deine Bahn“ über das politische Commitment der beteiligten Staaten, die Rolle des ERTMS (European Railway Transport Management System), die Korridorstrategie, die Korridorentwicklung und die Marktchancen berichtet wurde, befasst sich der Teil 2 des Artikels mit den strategischen Zielsetzungen, mit einer Betrachtung der Investitionen und stellt die Organisation der Korridore dar.

Artikel

Kesselwagen für den Transport von Gefahrgut

Täglich werden große Mengen gefährlicher Güter mit der Bahn transportiert. Als Gefährliche Güter bezeichnet man alle Stoffe, die auf Grund ihrer Beschaffenheit bei Austritt aus dem Transportbehältnis zu einer Gefahr für die Gesundheit von Mensch und Tier, Natur und Umwelt werden können. Der weitaus größte Teil der auf der Schiene beförderten chemischen Produkte wird in Eisenbahnkesselwagen transportiert. Neben den flüssigen und gasförmigen Stoffen fallen darunter auch pulverförmige und körnige Stoffe.

Artikel

Statistiken mit dem Konzernweiten Unfall-Management-System (KUMaS)

Es ist ein fester Bestandteil der Unternehmenspolitik des Konzerns Deutsche Bahn, die Sicherheit und den Gesundheitsschutz der Beschäftigten bei der Arbeit durch Maßnahmen des Arbeitsschutzes konzernweit planmäßig und zielgerichtet zu sichern und zu verbessern. Ein wesentliches Ziel dabei ist die Reduzierung von Arbeitsunfällen.

Das im Jahr 2002 im Konzern Deutsche Bahn eingeführte Konzernweite Unfallmanagement-System (KUMaS) bietet deshalb verschiedene Möglichkeiten, das aktuelle Unfallgeschehen zu analysieren und durch standardisierte Auswertungen darzustellen.

Artikel

Cybercrime

Der Begriff „Web 2.0“ ist in aller Munde. Er bezeichnet neue Technologien in Kombination mit einer veränderten Nutzung und einer neuen Wahrnehmung des Internets. Während der Internet-Nutzer vor wenigen Jahren noch auf die Rolle des Konsumenten von Web-Inhalten beschränkt war, existieren inzwischen zahlreiche Portale, deren Inhalte größtenteils von den Nutzern selbst geschaffen und gestaltet werden. Auch verlagern sich Applikationen und Anwendungen immer mehr von den Rechnern der Nutzer weg hinein ins Internet. Diese neuen Technologien und Nutzungsansätze machen Internet-Anwendungen komfortabler und ermöglichen Anbietern und Nutzern neue Verwendungsmöglichkeiten. Doch auch Kriminelle können aus diesen Veränderungen Profit schlagen. Neue Schwachstellen und Gefährdungen können von Cyber-Kriminellen genutzt werden, um an Informationen von Nutzern zu gelangen und diese beispielsweise in finanziellen Profit umzumünzen.

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