Deine Bahn 08/2004
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Inhalt
Editorial
Systemverbund Bahn
Personenverkehr
Blick in die Ausgabe
Editorial 08/2004
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
in den vergangenen Monaten haben wir über die Aktivitäten zur Verbesserung der Pünktlichkeit im Schienenpersonenverkehr informiert. Der Schwerpunkt unserer Berichterstattung lag dabei bisher auf dem Segment Fernverkehr. Dieser Bereich ist der das Meinungsbild über die Bahn am meisten prägende. Den bei weitem höchsten Anteil der Zugfahrten und auch der Reisenden stellt jedoch der Regionalverkehr.
Die DB Regio AG hat im November letzten Jahres ein Programm „Pünktlichkeit im Nahverkehr – PiN“ ins Leben gerufen. Ziel des Programms ist damit die Erhöhung der Verlässlichkeit an der Schnittstelle zum Kunden.
Vor Beginn des eigentlichen Programms PiN wurden die codierten Verspätungsminuten einer detaillierten Analyse unterzogen. Dabei wurden wesentliche Störquellen in Bezug auf die Betriebsqualität identifiziert.
Die gewonnenen Erkenntnisse wurden Grundlage für die Organisation von PiN und für die Zielbestimmung. Des Weiteren wurden daraus erste Maßnahmen abgeleitet. Diese sind jedoch nicht statisch. Wenn sich bei der Umsetzung zeigen sollte, dass sich mit Ihnen der angestrebte Effekt nicht erzielen lässt, sind sie zu modifizieren bzw. durch andere Maßnahmen zu ersetzen.
Im ersten Halbjahr 2004 konnten bereits erste Erfolge bei der Verbesserung der Pünktlichkeit erzielt werden.
Das Programm PiN besteht aus vier Modulen (Betriebsdurchführung, Infrastruktur, Fahrzeuge und Planung). Die Module beinhalten zusammen 17 Einzelprogramme. Durch den organisatorischen Aufbau unter einem Dach soll jedoch ein ganzheitlicher Ansatz gewährleistet werden.
Welche konkreten Ziele das Programm „Pünktlichkeit im Nahverkehr“ im Einzelnen verfolgt, wie diese erreicht werden sollen und vieles mehr schildert der Leiter Betrieb in der Zentrale der DB Regio AG, Volker Karbach, in unserem Leitartikel.
Dieser wird ergänzt durch einen Praxisbericht vom Programmstart in Nürnberg.
Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen unserer neuesten Ausgabe.
Mit besten Grüßen
Ihr Redaktionsteam Deine Bahn
Programm „Pünktlichkeit im Nahverkehr (PiN)“
Das Programm „Pünktlichkeit im Nahverkehr“ (PiN) der DB Regio AG wurde im November 2003 ins Leben gerufen, um die Ziele für 2004: 93,5 Prozent Pünktlichkeit für Regionalzüge und 96,5 Prozent Pünktlichkeit für die S-Bahnen Regio (außer Hamburg, Berlin und Hannover) mit konkreten Maßnahmen zu unterlegen. Auf Grund der hohen Trassenbelegung in Ballungsräumen beeinflussen DB Regio-Produkte auch die Betriebsqualität der Fernverkehrsprodukte (und umgekehrt!). Somit wurde als zweites Ziel definiert, mit den einzuleitenden Maßnahmen jeweils ein Prozent Pünktlichkeitssteigerungseffekt für die Fernverkehrsprodukte je Halbjahr in 2004 zu erzielen.
Praxisbericht: Messphase in Nürnberg Hbf
Das Programm PiN A 4 wurde in Nürnberg mit gutem Erfolg durchgeführt. Es verschaffte allen Beteiligten einen genauen Einblick in die Prozesse der Zugbereitstellung.
Mit Corporate Governance zur Börsenfähigkeit
Große deutsche Unternehmen beschäftigen sich seit geraumer Zeit mit den so genannten Corporate Governance-Grundsätzen. Nach internationalem Verständnis steht dieser Begriff für die verantwortungsvolle Leitung und Überwachung von Unternehmen. Für börsennotierte Unternehmen wurde der § 161 AktG eingeführt, der eine Erklärung für die Grundsätze einfordert. Die Deutsche Bahn AG (DB AG) ist zwar noch nicht an der Börse notiert, dennoch setzt sich das Unternehmen ebenfalls mit den Corporate Governance-Grundsätzen aktiv auseinander und übernahm wesentliche Teile des Deutschen Corporate Governance-Kodex. Dieser Beitrag soll die Hintergründe, die Entstehung der Grundsätze und deren Einsatz bei der DB AG näher beleuchten.
Grundzüge des Projektmanagements – Teil 2
Das Projektmanagement ist ein wesentliches Führungs- und Organisationsinstrument des DB Konzerns. Die erfolgreiche Durchführung von Projekten leistet einen wichtigen Beitrag zum Konzernerfolg. Und die Leitung eines Projektes gehört zu den besten Wegen der Führungskräfte-Entwicklung, denn hier können alle Facetten des unternehmerischen Handelns, des Führungsverhalten und der sozialen Kompetenz weiter entwickelt werden. In einer fünfteiligen Reihe werden die allgemeingültigen Grundzüge des Projektmanagements vorgestellt. Damit ist das Ziel verbunden, in der Bahn über die Mindeststandards der Konzernrichtlinie Projektmanagement hinaus ein vertieftes Verständnis der Begriffe und Methoden des Projektmanagements zu schaffen.
Das Neue VertriebsSystem – NVS
Im Zeitraum von August 2004 bis Juni 2005 wird in den Reisezentren der DB Personenverkehr GmbH ein neues Vertriebssystem eingeführt. Die Einführung erfolgt dabei parallel in den vier Verkaufsregionen Nord, Ost, Süd und West. Zunächst sind im August die vier Testverkaufsstellen, Bruchsal, Eisenach, Köln-Deutz und Hildesheim vorgesehen. Bis zum Jahresende werden 96 Reisezentren auf das Neue Vertriebssystem umgestellt sein. Der nachfolgende Artikel beschreibt die Vorteile des neuen Systems für Kunden und Mitarbeiter, den geplanten Roll out und die Grundregeln für die Nutzung des neuen Systems.
Güterbahnhöfe
Um auf einer Zugfahrt von A nach B den Zielort zu erreichen, müssen die Reisenden gegebenenfalls mehrere Male umsteigen. Auch ein Güterwagen muss unter Umständen mehrere Male umgestellt werden, um vom Versandbahnhof (oder auch vom Gleisanschluss des Absenders) zum Empfangsbahnhof (oder zum Gleisanschluss des Empfängers) zu gelangen. Während der Reisende „seinen Zug“ selbst findet, muss der Güterwagen aber geleitet werden, und zwar über Rangierbahnhöfe (Überregionale Zugbildungsanlagen) bzw. Knotenbahnhöfe (Regionale Zugbildungsanlagen).
Neue Ansätze zur Mobilitätssicherung
Die beispiellosen Strukturwandelprozesse der neunziger Jahre haben in der Region Dresden, wie in allen vergleichbaren Ballungsräumen der neuen Bundesländer, einen besorgniserregenden Prozess der Verlagerung von Wohn- und Gewerbegebieten in das Stadtumland ausgelöst. Dieser vollzieht sich im Zeitraffertempo und verursacht im Zusammenwirken mit der Explosion der individuellen Motorisierung eine stadtunverträgliche Verkehrsentwicklung.
Die elektrische Streckentastensperre löst nicht aus
Wer als Fahrdienstleiter oder Weichenwärter längere Zeit auf einem mechanischen Stellwerk eingesetzt ist (oder war), der kann mit einiger Übung und ohne hinzusehen schon allein am Klang erkennen, welches Blockfeld gerade ge- oder entblockt wird. Das gleiche gilt, wenn ein Zug die elektrische Streckentastensperre auslöst. Aber: Wenn sie einmal nicht ordnungsgemäß wirkt (was zwar selten vorkommt), was dann? Anhand eines Praxisfalles werden die betrieblichen Maßnahmen erläutert und auch noch einige andere Informationen zu dieser Einrichtung gegeben.