Deine Bahn 09/2014
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Inhalt
Editorial
Systemverbund Bahn
- NRW-Aufgabenträger treiben RRX-Projekt voran
- Elektrischer Zugbetrieb
- Marktperspektiven für innerstädtische Schienenfahrzeuge
- Lärmschutz im Spannungsfeld von Politik und Gesellschaft
- Leitmesse für Verkehrstechnik
- Neue Plattform-Varianten aus der TRAXX-Familie
- Struktureller Wandel des Eisenbahnsystems
Infrastruktur
Ausbildung Prüfung und Beruf
Blick in die Ausgabe
Editorial 09/2014
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
alle zwei Jahre steht der September im Zeichen der InnoTrans-Fachmesse für Verkehrstechnik. In Berlin kommen vom 23. bis zum 26. September nationale und internationale Experten zusammen, um sich über die neuesten Produkte und jüngsten Entwicklungen innerhalb des Bahnsektors zu informieren. Insgesamt werden über 2.700 Aussteller aus 51 Ländern und rund 150.000 Fachbesucher aus der ganzen Welt erwartet.
Einer der Schwerpunkte der InnoTrans ist seit jeher das Thema Schienenfahrzeugtechnik. In unserem Leitartikel stellt Dr.-Ing. Joachim Winter vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt den Projektstand beim so genannten Next Generation Train vor: Das Konzept verfolgt einen systemischen, sprich ganzheitlichen Ansatz für einen Hochgeschwindigkeitsverkehr, der noch attraktiver für die Fahrgäste sein soll, als dies heute bereits der Fall ist – nicht zuletzt wegen der kürzeren Reisezeiten.
Ein weiteres wichtiges Thema auf der InnoTrans – mit einem im Vergleich zum Jahr 2012 deutlich gewachsenen Messesegment – wird die Zukunft des Öffentlichen Personenverkehrs sein. Auch diese Entwicklung schlägt sich in unserer vorliegenden Ausgabe nieder: So berichten wir über den Rhein-Ruhr-Express, dem derzeit wohl ambitioniertesten Verkehrsprojekt in Nordrhein-Westfalen, das die Leistungsfähigkeit des Öffentlichen Personenverkehrs zwischen Dortmund und Köln verbessern soll. Und in einem weiteren Beitrag werden die Marktperspektiven für innerstädtische Schienenfahrzeuge angesichts stark zunehmender Mobilität in urbanen Ballungsräumen beleuchtet.
Natürlich wird auch der Bahn Fachverlag bei der InnoTrans mit einem eigenen Stand vertreten sein: Sie finden uns auf dem Gelände der Messe Berlin im CityCube B, Stand 201. Wir würden uns über Ihren Besuch sehr freuen. Zunächst aber wünschen wir Ihnen viel Freude beim Lesen dieser und anderer Themen.
Ein ganzheitlicher Ansatz für den Hochgeschwindigkeitsverkehr
Die weltweit ständig steigende Mobilität beschert ein ständig wachsendes Verkehrsaufkommen durch berufsbedingte Reisen. Eine Folge ist die Zunahme des Kraftfahrzeug- und Luftverkehrs. Erklärtes Ziel der Europäischen Union und vieler anderer Länder ist, die Zahl der Kurzstreckenflüge zu reduzieren. Dem seither umweltschonendsten Verkehrsmittel, der Eisenbahn, werden die Herausforderungen zugewiesen, Reisezeiten zu verkürzen und mehr Komfort und Dienstleistungen anzubieten. Deshalb gibt es weltweit Bestrebungen, für den Hochgeschwindigkeitsverkehr der Eisenbahnen ein Streckennetz aufzubauen, zu ertüchtigen oder auszubauen. Das hier vorgestellte Konzept für einen Hochgeschwindigkeits-Schienenverkehr ist ein systemischer Lösungsansatz.
NRW-Aufgabenträger treiben RRX-Projekt voran
Millionen Fahrgäste sind täglich auf den Schienen in Nordrhein-Westfalen unterwegs. Sie nutzen den Schienenpersonennahverkehr für ihre Wege zu Arbeit, Ausbildung, Schule oder in der Freizeit. Insbesondere die verkehrliche Hauptachse, der so genannte Rhein-Ruhr-Korridor, ist stark belastet. Seit Jahrzehnten arbeiten die Nahverkehrsakteure an Lösungen, wie man dort dem stetig steigenden Fahrgastaufkommen Rechnung tragen kann. Mit dem Rhein-Ruhr-Express initiierten das Land Nordrhein-Westfalen und das Bundesverkehrsministerium bereits im Jahr 2006 ein bedeutendes Verkehrsprojekt, um die Leistungsfähigkeit des Öffentlichen Personennahverkehrs auf der Strecke zwischen Dortmund und Köln zu stärken.
Elektrischer Zugbetrieb
Der Schienenverkehr stellt bereits seit über einem Jahrhundert den traditionellen Anwendungsfall für den Einsatz von elektrischer Energie dar. Dabei bietet diese Energieform einige Vorteile: Neben hohen Antriebsleistungen und Höchstgeschwindigkeiten, den im Vergleich zu anderen Verkehrsmitteln geringeren CO2-Emmissionen und der einfachen Nutzbarkeit erneuerbarer Energien können elektrisch angetriebene Fahrzeuge durch Rückspeisung der Bremsenergie in die Fahrleitung einen nicht unerheblichen Teil der Traktionsenergie zurückgewinnen.
Marktperspektiven für innerstädtische Schienenfahrzeuge
Noch vor 20 Jahren war der Markt insbesondere im Straßenbahnsektor weltweit überschaubar. Eine Hand voll Wagenkastenhersteller teilte den Markt unter sich auf und griff wahlweise auf eine etwas größere Anzahl von elektrischen Komponentenherstellern zu. Vor etwa 15 Jahren änderte sich dies, es setzte eine Konsolidierungsphase in Richtung Systemanbieter ein. Zeitgleich etablierte sich die Drehstromantriebstechnik und insbesondere durch sie die Niederflurtechnik.
Das Kompetenzzentrum Rail Systems der DB International
Abu Dhabi, Jeddah, Mekka, Amsterdam, Okucani – das sind nur einige Orte, in denen die Mitarbeiter des Kompetenzzentrums Rail Systems ihr Know-how in der Ausrüstungstechnik in Infrastrukturprojekte einbringen.
Lärmschutz im Spannungsfeld von Politik und Gesellschaft
Der Druck auf den Eisenbahnsektor, im Lärmschutz schnell und entscheidend voran zu kommen, steigt trotz aller bereits vorhandenen Bemühungen und Maßnahmen. Denn Lärmemissionen gelten als die ökologische Achillesferse des ansonsten so nachhaltigen Systems Bahn. Insbesondere der Schienengüterverkehr sieht sich dabei in einem wirtschaftlich schwierigen Umfeld mit Beschlüssen der Politik, aber auch mit Forderungen aus der Zivilgesellschaft konfrontiert. Das wurde auf dem 3. Symposium Lärmschutz des Verbandes Deutscher Eisenbahningenieure deutlich.
Leitmesse für Verkehrstechnik
Die InnoTrans gibt Impulse, verbindet Märkte und versammelt die globale Bahnbranche in Berlin: Vom 23. bis 26. September 2014 zeigen über 2.700 Aussteller aus 51 Ländern auf der internationalen Leitmesse für Verkehrstechnik ihre bahntechnischen Innovationen – mehr als jemals zuvor.
Universeller Plattformwagen mit Spezialcontainern
Mit der gemeinsamen Erarbeitung und Umsetzung neuer Wagen- und Umschlagskonzepte setzen die Rail Cargo Group der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) und die Innofreight Speditions GmbH eigenen Angaben zufolge auf eine Optimierung des europäischen Güterverkehrs auf der Schiene. Der Einsatz neu entwickelter Spezialcontainer bietet die Möglichkeit, den Kunden maßgeschneiderte Ausrüstungen gemäß den speziellen Anforderungen der jeweiligen Branche zur Verfügung zu stellen. In Kombination mit dem neuen InnoWaggon können speziell zugeschnittene Transportlösungen kurzfristig an neue Marktanforderungen angepasst werden.