Deine Bahn 10/2006
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Inhalt
Editorial
Bahn Aktuell
Systemverbund Bahn
Infrastruktur
Blick in die Ausgabe
Editorial 10/2006
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
seit 35 Jahren ist „Deine Bahn“ eine anerkannte Fachzeitschrift für die Fort- und Weiterbildung bei der Bahn. Der Eisenbahn-Fachverlag widmet sich dieser Aufgabe sogar seit mehr als 80 Jahren. Seit den Anfängen im Januar 1925 genoss der Verlag stets – mit Ausnahme der Nazidiktatur – die Anerkennung und Unterstützung der Deutschen Bahn in ihrer jeweiligen gesellschaftsrechtlichen Ausprägung.
Unsere Autoren sind ausgewiesene Fachleute, meist aus den Zentralen des DB AG Konzerns und seiner Geschäftsfelder aber auch aus anderen Unternehmen und Institutionen.
Wir informieren Sie über Verbundthemen innerhalb des Bahnkonzerns. Darüber hinaus erläutern wir an konkreten Beispielen und in verständlicher Form aktuelle Themen, insbesondere auch in den gegenwärtigen Wachstumsfeldern, wie Internationales und Logistik. Die Inhalte moderner Schlagwörter wie zum Beispiel Interoperabilität, After-Sales-Logistik, Kanban, Supply-Chain-Management usw. werden ebenso leicht fassbar, wie z.B. die Struktur und die Geschäftsvolumina unserer Nachbarbahnen.
Dass wir damit am Puls des Leserinteresses liegen, wird uns immer wieder bestätigt und ist wohl auch der Grund dafür, dass unsere Abonnenten zu den treuesten im Bereich Fachzeitschriften zählen. Die durchschnittliche Dauer der Privatabonnements liegt bei fast 12 Jahren.
Wir möchten uns aber auch weiterentwickeln (Stichwort: Wer aufhört besser zu werden, hört auf, gut zu sein). Dazu brauchen wir Ihre Unterstützung. Wenn Sie Anregungen und Wünsche zu Themen haben oder wenn Ihnen einmal etwas nicht gefallen hat, teilen Sie es uns mit. Wir werden Ihre Hinweise in unserer Redaktion auswerten. Als kleines Dankeschön an Sie verlosen wir unter allen Einsendern drei Fachbücher aus unserem Verlag nach Ihrer Wahl.
Mit der Frage, wie man etwas anderes Wichtiges verbessern kann, nämlich die Sicherheitskultur, setzt sich unser Leitartikel auseinander. Fritz Schröder, Konzernbeauftragter Sicherheit System Bahn, geht der Frage nach, wie man eine Sicherheitskultur verbessern kann. Voraussetzung dafür ist unter anderem, dass man zunächst einmal feststellt, woran man eine positive von einer negativen Sicherheitskultur unterscheidet. Danach muss man möglichst objektiv beleuchten wo man selbst steht und was andere ggf. besser machen oder bereits als Verbesserungen vorgesehen haben.
Als Ergebnis dieser Analysen sind Maßnahmenpakete für einen Einstieg in eine Verbesserung unserer Sicherheitskultur gebildet werden. Klar ist aber auch, dass es keine endgültigen Lösungen geben wird. Auch hier gilt: Stichwort: Wer aufhört besser zu werden …
Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen unserer neuesten Ausgabe.
Mit besten Grüßen
Ihr Redaktionsteam Deine Bahn
Wie kann man Sicherheitskultur verbessern?
Eisenbahnen in Deutschland sind verpflichtet, ihre Anlagen und Fahrzeuge sicher zu bauen und in einem sicheren Zustand zu halten. Um dieser Forderung des Allgemeinen Eisenbahngesetzes nachzukommen, wurde seit jeher versucht, aus gefährlichen Ereignissen entsprechende Folgerungen zu ziehen und Schwachstellen auszumerzen.
Die Wahrscheinlichkeit, dass es zu Eisenbahnunfällen kommt, ist im Vergleich zu anderen Verkehrsträgern gering; das Schadensausmaß hingegen kann dagegen im Eintrittsfall beträchtliche Ausmaße annehmen. Auch wird durch die fortschreitende technische Entwicklung bei gleichzeitiger Beibehaltung älterer Anlagen und Fahrzeuge das Gesamtsystem komplexer.
Der Wechsel auf eine neue Stelle als fortgesetzte Bewerbungssituation
Die ersten Tage an einem neuen Arbeitsplatz erleben viele junge (Führungs-) Nachwuchskräfte als Ausnahmezustand: Sie bewegen sich auf glattem Parkett, sie sollen Erwartungen gerecht werden, die sie im Detail noch gar nicht kennen, sie dürfen und wollen sich keine Blöße geben und nur keine Schwäche zeigen.
Wer die typischen Dilemmata kennt, wer die zugrunde liegenden Muster versteht und wer obendrein eine Reihe von Prinzipien und Ratschlägen beherzigt, hat gute Chancen, eine gute Figur zu machen und die zahlreichen Klippen rechtzeitig zu erkennen und zu umgehen.
Der folgende Beitrag ist eine Herausforderung zwei verschiedene Perspektiven einzunehmen: Aspiranten insbesondere für Führungspositionen werden die Analyse der wichtigsten Hürden und Etappen sowie die zahlreichen Ratschläge mit Blick auf ihr eigenes Verhalten lesen und bewerten. Gestandene Führungskräfte eröffnet der Beitrag eine Gelegenheit, die Schwierigkeiten zu verstehen, an denen schon so manch hoffnungsvoller Kandidat in den ersten Wochen und Monaten sich die Zähne festgebissen hat oder gar gescheitert ist. Schön wäre es, wenn dadurch das gegenseitige Verstehen einfacher wird.
Die Bahnen auf dem westlichen Balkan
Bedingt durch die politische Situation seit 1991 ist die ehemalige jugoslawische Staatsbahn (Zajednica Jugoslovenskih Zeleznica, JZ) in einzelne Unternehmen zerfallen. Diese neuen „Staatsbahnen“ kämpfen allesamt mit stark gesunkenen Einnahmen aus dem Schienenverkehr. Die Bahnen im Gebiet des westlichen Balkan befinden sich derzeit in einer wirtschaftlich schwierigen Phase. Nachlassende Transportqualität, fehlende Mittel für die Infrastruktur und für das Material stellen für die Bahnunternehmen eine große Herausforderung dar.
„Bremsen im Betrieb bedienen und prüfen“
In dieser Ausgabe soll die neue Struktur und der Umgang mit den einzelnen Modulen und Anhängen zu dieser Richtlinie vorgestellt werden. Ursprünglich, wie auch in der Druckausgabe bekannt gegeben, sollte die Inkraftsetzung bereits zum 1. September 2006 erfolgen.
Im Zusammenhang mit der Verschiebung der Aktualisierung der DS 301, DV 301, 301 DS/DV – Signalbuch – wurde der neue Termin der Inkraftsetzung der Ril 91501 auf den 10. Dezember 2006 gelegt.
Erfolgsgeschichte Start.de: Per Maus-Klick schickt die Bahn Urlauber in die Sonne
Die Bahn macht mobil. Doch längst beschränkt sich das nicht mehr allein auf die Schiene. Mit dem Online-Reisebüro Start.de werden Urlauber von der DB auch per Flugzeug, Schiff oder Auto auf die Reise geschickt.
DB Fahrzeuginstandhaltung bereit für den europäischen Markt
Wie alle großen internen Dienstleister eines Konzerns muss sich auch die DB Fahrzeuginstandhaltung GmbH besonderen Herausforderungen stellen. Mit zwölf Werken und drei Betriebsstätten, an denen rund 6.600 Mitarbeiter beschäftigt sind, ist die Tochtergesellschaft der Deutschen Bahn AG umfassender Dienstleister für die schwere Schienenfahrzeuginstandhaltung.
Europäische Zusammenarbeit im Eisenbahnverkehr
Das Forum Train Europe (FTE) ist eine europäische Organisation der Eisenbahnverkehrs- und Dienstleistungsunternehmen mit Sitz in Bern (Schweiz). Es stellt das europäische Forum für die internationale Produktionsplanung im grenzüberschreitenden Personen- und Güterverkehr auf der Schiene dar.
Eines der Hauptziele ist die Förderung einer transparenten und eigenverantwortlichen Zusammenarbeit, die allen Mitgliedern ermöglicht, die Produktion ihrer internationalen Verkehre zu planen. Durch die Bereitstellung einer neutralen internationalen Koordinationsplattform soll die Abstimmung der Fahrpläne sowie der Produktionsplanung der Eisenbahnunternehmen gewährleistet werden. Hierbei besteht das übergeordnete Ziel, nationale Barrieren zu reduzieren, um die neue europäische Rolle der Eisenbahnverkehrsunternehmen zu unterstützen.
Perspektiven des Logistikstandortes Deutschland im neuen Europa
Man mag das, was an unterschiedlichster Stelle mit dem Terminus Globalisierung verbunden wird, als Segen oder Fluch werten. Aus ökonomischer Betrachtung verbirgt sich hinter der Globalisierung nichts anderes als die logische Konsequenz und der Erfolg jahrzehntelanger Bemühungen um eine weltweite Reduzierung der Handelsbarrieren. Gleich, ob man nun die Meinung vertritt, dass die Globalisierung in ihrer Gesamtheit ein höheres Maß an Wohlstand generiert, oder dass sie in bestimmten Ländern überwiegend Gewinner und in anderen überwiegend Verlierer schafft, an der Tatsache, dass diese Entwicklung ganz offensichtlich unumkehrbar geworden ist, ändert dies nichts. „Globalisierung ist für unsere Volkswirtschaften das, was für die Physik die Schwerkraft ist. Man kann nicht für oder gegen das Gesetz der Schwerkraft sein – man muss damit leben.“ sagt beispielsweise der französische Ökonom und Volkswirtschaftler Alain Minc.