Deine Bahn 10/2012
Fokusthema

Deine Bahn 10/2012

Das große Plus der Eisenbahn im Wettbewerb mit anderen, konkurrierenden Verkehrsträgern ist ihre Klima- und Umweltfreundlichkeit. Dementsprechend nimmt ein nachhaltiger Schienenverkehr in der verkehrspolitischen Vision der Europäischen Union eine Schlüsselrolle ein: Laut des Weißbuches der EU-Kommission soll bis zum Jahr 2030 rund ein Drittel des Güterverkehrs auf Strecken über 300 Kilometer Länge auf Schienenwegen und Wasserstraßen transportiert werden, und die Länge des europäischen Hochgeschwindigkeitsnetzes für den Personenverkehr soll sich bis dahin verdreifachen. Um diese ambitionierten Ziele zu erreichen, ist der Verkehrsträger Schiene auf die Unterstützung der nationalen und internationalen Politik angewiesen.

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Blick in die Ausgabe

Editorial

Editorial 10/2012

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

das große Plus der Eisenbahn im Wettbewerb mit anderen, konkurrierenden Verkehrsträgern ist ihre Klima- und Umweltfreundlichkeit. Dementsprechend nimmt ein  nachhaltiger Schienenverkehr in der verkehrspolitischen Vision der Europäischen Union eine Schlüsselrolle ein: Laut des  Weißbuches der EU-Kommission soll bis zum Jahr 2030 rund ein Drittel des Güterverkehrs für Entfernungen von mehr als 300 Kilometern auf Schienenwegen und Wasserstraßen transportiert werden. Die Länge des europäischen  Hochgeschwindigkeitsnetzes für den Personenverkehr soll sich bis dahin verdreifachen.

Um diese ambitionierten Ziele zu erreichen, ist der Verkehrsträger Schiene auf die Unterstützung der nationalen und internationalen Politik angewiesen. Wie diese konkret aussehen könnte, beschreibt in unserem Leitartikel Professor Dr. Ronald Pörner, Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Bahnindustrie in Deutschland.

Die Wettbewerbsposition des Schienenverkehrs stärken soll auch die Initiative Eco Rail Innovation (ERI), die unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Bildung und Forschung steht. ERI entwickelt mithilfe eines interdisziplinären Ansatzes innovative und umweltfreundliche Technologien für die Schiene. Die Aktivitäten der ERI-Arbeitsgruppe „Energieeffizienz“ werden in einem Beitrag zum Schwerpunktthema der vorliegenden Ausgabe von Deine Bahn, Umwelt und Nachhaltigkeit, beschrieben.

Insbesondere der Lärmschutz steht derzeit bei umwelt- und nachhaltigkeitsrelevanten Themen im Mittelpunkt des Interesses. Dem tragen wir in dieser Ausgabe Rechnung und reichen Ihnen mehrere Beiträge dazu an die Hand: so zum Beispiel Fachartikel zum freiwilligen Lärmsanierungsprogramm an bestehenden Schienenwegen des Bundes, zur so genannten Flüsterbremse, zu  Verbundstoffbremssohlen, Schallschutzwänden und Schallabsorbersystemen. Hinzu kommt ein ausführlicher Bericht über zwei große Lärmschutz-Symposium, die vom Verband Deutscher Eisenbahn-Ingenieure (VDEI) und der Überwachungsgemeinschaft Gleisbau (ÜGG) sowie der Deutschen Gesellschaft für Management in der Baupraxis (DMB) veranstaltet wurden.

Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen dieser und anderer Themen.

Artikel

Schlüsselrolle der Politik für nachhaltigen Schienenverkehr

Zwar ist der Schienenverkehr der umwelt- und klimafreundlichste Verkehrsträger. Kohlendioxid-Einsparungen in großem Stil kann der gesamte Transportsektor aber nur nach Weiterentwicklung der Verkehrslandschaft erreichen – mit ungebremster politischer Entschlossenheit.

Artikel

Energieeffizienz im Bahnsystem verbessern

Der Schienenverkehrssektor ist Garant für eine nachhaltige Mobilität. Die Gegenwart und Zukunft stellen das Bahnsystem vor neue Herausforderungen, auf die es zu reagieren gilt: Die Ansprüche der Kunden an die Nutzungsfreundlichkeit und Umweltverträglichkeit bei Reise- und Transportangeboten steigen zunehmend. Gleichzeitig verschärfen sich die ordnungsrechtlichen AnforderDr. ungen im Transportsektor beim Klima-, Umwelt- und Gesundheitsschutz. Steigende Preise begrenzter fossiler Brennstoffe aufgrund der Rohstoffverknappung und der Umbau der Stromerzeugung hin zur Nutzung alternativer Energiequellen verteuern zudem Kraftstoffe und Strom, so dass vorhandene Ressourcen mehr
denn je effizient eingesetzt werden müssen.
 

Artikel

Viel Forschung gegen den Lärm

Die Bahn soll leiser werden, um im Wettbewerb mit anderen Verkehrsträgern besser zu bestehen. Mit einer Kombination verschiedener Maßnahmen soll das gelingen – vorgestellt wurden sie jüngst auf zwei Symposien.

Artikel

Lärmsanierung an Schienenwegen des Bundes

Die Lärmsanierung an bestehenden Schienenwegen der Eisenbahnen des Bundes verhilft Anwohnern zu ruhigeren Nächten. Wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind, finanzieren die Bundesregierung und die DB Netz AG die Kosten unter anderem für Schallschutzwände und Fenster.

Artikel

Flüsterbremse zur Lärmreduzierung

Im Interesse der Anwohner und der Umwelt hat sich die Deutsche Bahn das Ziel gesetzt, den Schienenlärm bis 2020 zu halbieren. Dies soll durch eine Vielzahl von innovativen und technischen Maßnahmen an der Infrastruktur sowie am Rollmaterial erreicht werden. Der Einsatz der Flüsterbremse (Verbundstoffbremssohle) ist dabei am effektivsten und stellt eine flächendeckende Lärmminderung an der Lärmquelle sicher. Um deren Einsatz zu forcieren, hat die DB Netz AG die Einführung eines lärmabhängigen Trassenpreissystems zum 9. Dezember 2012 beschlossen.

Artikel

Verbundstoffbremssohlen im Güterwageneinsatz

Mit dem steigenden politischen Druck einerseits, die Anwohner von Bahnstrecken besser gegen hohe Lärmbelastungen zu schützen, und andererseits dem Wunsch, den Schienengüterverkehr zu weiterem Wachstum zu bringen, ist die Reduktion des Rollgeräuschs bei Güterwagen in den kommenden Jahren eine der größten technischen Herausforderungen für die Schienengüterverkehrsbranche.

Artikel

Schallschutzwände verringern Lärmemissionen

Ein zentrales Anliegen der Deutschen Bahn ist es, Anwohner vor störendem Schienenlärm zu schützen. Die Erhöhung der Akzeptanz des Systems Bahn muss mit der Reduzierung des Schienenlärms einhergehen. Diese Zielsetzung ist im nationalen Verkehrslärmschutzpaket II vom 27. August 2009 des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung enthalten und im Lärmminderungsziel der Deutschen Bahn „Halbierung des Schienenverkehrslärms bis zum Jahre 2020 (auf Basis des Jahres 2000)“ verankert.

Artikel

Absorber zur innovativen Lärmreduktion

Durch neue gesetzliche Vorgaben muss das Fahrgeräusch von Triebfahrzeugen, Personen- und Güterwagen in den kommenden Jahren weiter reduziert werden. Innovative und auf die bahnspezifischen Belastungen optimierte Technologien können dieses Ziel erreichen. Durch die Fortschritte in der Fahrzeugtechnik wird der Schallquellenanteil des Fahrweges, vor allem von Gleisen und Brücken, immer öfter das Gesamtgeräusch dominieren. Hier stehen gleisseitige Absorbersysteme für eine Schallminderung zur Verfügung.

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