Deine Bahn 10/2013
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Inhalt
Editorial
Systemverbund Bahn
- Per Branchenroadmap zur Energieeffizienzsteigerung
- Neue Gleisfeldbeleuchtung – energieeffizient und nachhaltig
- Eine neue Ära für die Empfangsgebäude der DB
- Photovoltaikanlagen auf Bahnhofsdächern in Bayern
- Durch die Reifegradanalyse zur erfolgreichen Umsetzung
- Neue Unternehmenskultur für Bahner in Südostbayern
Personenverkehr
Infrastruktur
Ausbildung Prüfung und Beruf
Blick in die Ausgabe
Editorial 10/2013
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
mit ihrer nachhaltigen Konzernstrategie „DB2020“ trägt die Deutsche Bahn den gesellschaftlichen Megatrends Globalisierung, Liberalisierung, Klimawandel, Ressourcenverknappung und demografischer Wandel Rechnung. Das Ziel ist es, in puncto Umweltschutz eine Vorreiterrolle einzunehmen, als internationaler Anbieter von Mobilität und Logistik profitabler Marktführer zu werden und sich als einer der führenden Arbeitgeber in Deutschland zu etablieren.
Ökologisch hat sich die DB zum Beispiel vorgenommen, ihre spezifischen CO2-Emissionen bis zum Jahr 2020 weltweit um 20 Prozent zu senken. Dr. Hans-Jürgen Witschke, Vorsitzender der Geschäftsführung der DB Energie GmbH, erklärt in unserem Leitartikel, wie die Bahn diese Vorgaben in Zeiten der Energiewende umsetzen wird, und appelliert an die Politik, die energiepolitischen Rahmenbedingungen neu zu gestalten, um die angestrebte Verlagerung des Verkehrsaufkommens auf die Schiene zu erreichen.
Für mehr Verkehr auf der Schiene ist nicht zuletzt die Akzeptanz der Anwohner und dafür wiederum ein wirksamer Lärmschutz unabdingbar. Darauf weist Ines Jahnel in ihrem Beitrag hin, in dem sie zusammen mit ihrer Co-Autorin das Aufgabenfeld skizziert, für das sie seit August 2012 zuständig ist: Die Lärmschutzbeauftragte des DB Konzerns fasst als Leiterin des Projekts Lärm-Management sämtliche Lärmschutz-Aktivitäten des Konzerns zu einer Gesamtstrategie zusammen und koordiniert die Umsetzung der jeweiligen Maßnahmen.
Darüber hinaus thematisieren weitere Artikel zu unserem Nachhaltigkeits-Schwerpunkt unter anderem energieeffiziente und nachhaltige Gleisfeldbeleuchtungen, Grüne Bahnhöfe und die Rolle der Nachhaltigkeit in der Logistik.
Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen dieser und anderer Themen.
Die Energiewende braucht eine starke Schiene
Der deutsche Schienenverkehrsmarkt sieht sich derzeit großen Herausforderungen ausgesetzt: steigende Energiekosten, begrenzte öffentliche Finanzmittel, wachsendes Verkehrsaufkommen, weitreichende Umweltanforderungen sowie eine zunehmend überlastete Infrastruktur.
Lärmreduktion bei der Deutschen Bahn
Die Eisenbahn ist das umweltfreundlichste motorisierte Verkehrsmittel. Aus Gründen des Klimaschutzes sollen deshalb mehr Güter von der Straße auf die Schiene verlagert werden. Für mehr Verkehr auf der Schiene ist die Akzeptanz der Anwohner unabdingbar. Eine wichtige Voraussetzung, diese zu erreichen, ist ein wirksamer Lärmschutz.
Per Branchenroadmap zur Energieeffizienzsteigerung
Der Energieverbrauch und die daraus resultierenden Energiekosten gewinnen auch im Öffentlichen Personennahverkehr mehr und mehr an Bedeutung. Vorreiter in dieser Frage sind die Berliner Verkehrsbetriebe mit ihrem Verkehrsnetz für 3,46 Millionen Menschen und die Kölner Verkehrsbetriebe mit ihrem hochkomplexen Stadtbahnsystem. Diese beiden Unternehmen sind gemeinsam mit der Fachhochschule Brandenburg an der Erstellung einer Branchenroadmap zur Steigerung der Energieeffizienz beteiligt. Im Rahmen des Ingenieurstudiums arbeiten Studentinnen und Studenten mit den Berliner und Kölner Verkehrsbetrieben Lösungsansätze an der Erstellung dieses Projektplans. Die zugrunde liegende Methode ist nicht unbekannt: Sie basiert auf den Erfahrungen und der Zusammenarbeit der Partner der EcoRail Innovation-Initiative ERI.
Neue Gleisfeldbeleuchtung – energieeffizient und nachhaltig
Die Gleisfeldbeleuchtung der Deutschen Bahn AG besteht aus ungefähr 109.000 Lichtpunkten, die über zirka 1.700 Orte verteilt sind und rund 5.500 Gleisfelder ausleuchten. Mit einem Energiebedarf von 80 Millionen Kilowattstunden pro Jahr, für den 2012 etwa 10 Millionen Euro aufgewendet werden mussten, stellt sie den drittgrößten Energieverbraucher bei der DB Netz AG dar.
Eine neue Ära für die Empfangsgebäude der DB
Dezember 2013: Schon von weitem erkennt man das neue Empfangsgebäude an den typischen Merkmalen eines Bahnhofs. Ein großzügig verglaster Hallenraum, flankiert von einer Bahnhofsuhr, sowie ein DB-Logo an der höchsten Stelle des turmartigen Gebäudeaufsatzes, lassen beim Betrachter keinen Zweifel – das ist der neue Bahnhof in Kerpen-Horrem. Kein gewöhnlicher Bahnhof, sondern der erste Grüne Bahnhof im Netz der Deutschen Bahn AG. CO2-frei im Betrieb und gleichzeitig mit Ausstattungsmerkmalen versehen, die einen völlig neuen Komfort für die Reisenden bieten.
Photovoltaikanlagen auf Bahnhofsdächern in Bayern
Strom aus Photovoltaikanlagen ersetzt fossile Energieträger und schont so die Umwelt. Durch die Installation solcher Anlagen auf den Dächern von Empfangsgebäuden leistet die DB Station&Service AG einen Beitrag zu dieser nachhaltigen Art der Energiegewinnung. Im folgenden Beitrag berichten die Autoren über dieses Projekt, die Zusammenarbeit zwischen DB-Konzern und Betreibern, Rahmenbedingungen sowie über eine mögliche Projekt-Ausweitung.
Durch die Reifegradanalyse zur erfolgreichen Umsetzung
Im folgenden Artikel wird das Reifegradmodell – die Methodik der Reifegradanalyse und die Ableitung der Optimierungsanlässe im Energieeffizienzmanagement – vorgestellt. Dadurch werden weitere Potenzialfelder identifiziert und Wechselwirkungen zwischen einzelnen Energieeffizienzmaßnahmen sichtbar, um gegenseitige Beeinflussung (positiv oder negativ) rechtzeitig zu erkennen. Das Unternehmen wird dadurch in die Lage versetzt, bewusst auf Wechselwirkung von einzelnen Energieeffizienzmaßnahmen Einfluss zu nehmen.
Neue Unternehmenskultur für Bahner in Südostbayern
Die Deutsche Bahn arbeitet seit 2010 intensiv an ihrer Unternehmenskultur. Wie wichtig dieses Thema ist, haben die Querelen rund um den Mainzer Hauptbahnhof jedem Eisenbahnr eindrucksvoll vor Augen geführt. Alleine die große Auswahl an Lektüre zu diesem Thema lässt allerdings darauf schließen: Eine Musterlösung gibt es nicht.