Deine Bahn 10/2015
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Inhalt
Editorial
Bahn Aktuell
Systemverbund Bahn
Personenverkehr
Blick in die Ausgabe
„Mobil sein können ohne Auto – das ist Freiheit“
Wenn man von der Freiheit im Verkehr spricht, darf man definitiv nicht nur an das Auto denken, sagt Dirk Flege von der Allianz pro Schiene. Das gemeinnützige Bündnis für sicheren und umweltfreundlichen Verkehr wirbt seit Jahren für einen Systemwechsel im Verkehrssektor. Im folgenden Interview spricht Flege über die Rolle der Politik bei der Gestaltung nachhaltiger Mobilität, den Wettbewerb zwischen den Verkehrsträgern und erläutert, warum es symptomatisch ist, dass der Bahnsektor sich kaum mit dem Thema autonomes Fahren beschäftigt.
Züge sparsam und leise fahren
Kontinuierlich steigende Energiekosten sind Anlass, Möglichkeiten des energieeffizienten Bahnbetriebs auf verschiedenen Ebenen zu untersuchen. Neben der Möglichkeit, die Fahrweise des Triebfahrzeugführers durch ein Assistenzsystem zu unterstützen und den Betriebsablauf im Störungsfall aus energetischer Sicht zu optimieren, werden Optionen für einen energieoptimierten Soll-Fahrplan untersucht. Grundidee dieser Ansätze zur Steigerung der Energieeffizienz ist es, nicht erforderliche Beschleunigungsvorgänge zu vermeiden und die gefahrene Spitzen-Geschwindigkeit soweit wie möglich zu reduzieren.
Lärmmindernde Maßnahmen am Oberbau
Dem Lärmschutz kommt im System Eisenbahn eine erhebliche Bedeutung zu, die sich sowohl in der medialen Aufmerksamkeit als auch im Anteil finanzieller Zuwendungen manifestiert. Beginnend mit dem Bundesimmissionsschutzgesetz im Jahr 1974 und insbesondere durch die Verkehrslärmschutzverordnung 1990 haben sich auch die rechtlichen Ansprüche in diesem Bereich erheblich verschärft, zuletzt durch die Abschaffung des „Schienenbonus“. Auch auf europäischer Ebene bestehen in diesem Bereich verschiedene Regulierungen, beispielsweise die Umgebungslärmrichtlinie oder die Technische SpezifikationInteroperabilität (TSI) Noise.
Lärmmindernde Maßnahmen bei Triebfahrzeugen
Im Allgemeinen wird der Schienenverkehr als umweltfreundliches Verkehrsmittel angesehen. Begründet wird dies vor allem mit dem im Vergleich zum Straßen- und Luftverkehr geringeren Ausstoß von Luftschadstoffen und dem für den Verkehrsweg notwendigen Flächenverbrauch. Der Schienenverkehr wird aber von seinen direkten Anwohnern durch die starke Lärmbelästigung auch als sehr störend empfunden und kann damit sogar zu einem gesundheitlichen Problem werden.
Instandhaltung der Fahrzeuge und Fahrweganlagen
Hochwertige Mobilitäts- und Transportangebote erfordern eine hohe Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit des Bahnsystems. Funktionseinschränkungen und Ausfälle verursachen neben den reinen Instandhaltungskosten durch den Produktionsausfall meist zusätzliche Folgekosten und Einnahmeausfälle. Um die Leistungsfähigkeit des Bahnsystems nachhaltig sicherzustellen, setzen die Eisenbahnunternehmen auf eine zustandsabhängige und vorausschauende Instandhaltung, bei der technisch notwendige Maßnahmen zum wirtschaftlich besten Zeitpunkt durchgeführt werden.
Wissenswertes zur Fahrdynamik
Der Begriff Fahrdynamik umfasst alle Abläufe, die im Zusammenhang mit der Bewegung von Fahrzeugen stehen. Fahrdynamische Berechnungen dienen der Ermittlung von Fahrzeiten, Bremswegen, benötigten Energiemengen und Grenzlasten.
Das Brandlabor der DB Systemtechnik
Die Bahn zählt zu den sichersten Verkehrsmitteln. Damit das so bleibt, rücken Experten der DB Systemtechnik GmbH den Werkstoffen zu Leibe, die später in den Fahrzeugen verbaut werden sollen – im hauseigenen Brandlabor.
Neuer Wettbewerb des DB Fernverkehrs
„Botschafter sein für die Umwelt“ und dies auch allen zeigen zu können: Für die Auszubildenden im DB Fernverkehr wurde es im Sommer Wirklichkeit. Der Fernverkehr hat sich auf die Fahnen geschrieben, in Sachen Umwelt als Vorreiter im Konzern seine Präsenz und Vorbildfunktion zu zeigen und auch die Auszubildenden mit in diesen gemeinsamen Zug zu nehmen. Für alle Auszubildenden des Fernverkehrs ab dem 2. Lehrjahr wurde ein eigener Wettbewerb ausgelobt, an dem sie sich mit Projekten zum Thema „Umweltschutz“ oder „Kommunikation/Image“ beteiligen konnten: Fernverkehr-Azubis pro Umwelt.
Scootersharing kommt in Deutschland an
Carsharing gibt es durch Anbieter wie Flinkster oder Multicity Carsharing schon länger. Nun drängen auch Motorroller (so genannte Scooter) in die Share Economy, angeführt von kleinen Startups mit viel Elan und neuer Energie. E-Scooter und konventionelle Motorroller bieten Verleihern und Nutzern gerade im Stadtverkehr wesentliche Vorteile hinsichtlich Investitionsbedarf, Flexibilität und Platzverbrauch. Auch wenn Scooter bislang in Deutschland vergleichsweise wenig verbreitet sind, weitet sich mit dem Scootersharing aktuell der Trend zur geteilten Mobilität aus.