Deine Bahn 11/2003
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Inhalt
Editorial
Systemverbund Bahn
Infrastruktur
Blick in die Ausgabe
Editorial 11/2003
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
Informationstechnologie, häufig nur mit dem Kürzel „IT“ bezeichnet, ist ein wesentliches Schlüsselelement zur Realisierung effizienter und innovativer Geschäftsprozesse. Wie bei allen Schlüsseltechnologien stellt sich zumindest für große Unternehmen die Frage, ob Einkaufen oder Selbermachen die bessere Lösung ist.
Die Deutsche Bahn AG hat dazu die strategische Entscheidung getroffen, das benötigte IT-Know-how für derzeit über 50 IT-Projekte zu bündeln und unter dem Dach der Holding als DB Systems zu positionieren. Dienstleistung aus einer Hand soll im IT-Bereich zu größerer Einheitlichkeit und Effizienz führen.
Durch die Entwicklung konzerneinheitlicher Standards wird eine gemeinsame Kommunikationsplattform für ca. 55.000 Nutzer geschaffen, die ihnen ohne technische Bruchstellen Zugang zu über 250 DV-Verfahren der Bahn verschafft.
Neben der Schaffung einheitlicher Standards gehört zur Aufgabenstellung von DB Systems auch die kontinuierliche Erhöhung der eigenen Produktivität und das Aufschließen von Einsparpotenzialen im IT-Bereich für die internen Kunden. Oder – einfach ausgedrückt aber ambitioniert in der Umsetzung – eine Reduktion der Kosten bei gleichzeitig steigender Service- und Dienstleistungsqualität.
DB Systems betreut unter anderem BKU, das Bürokommunikationsnetzwerk der Bahn, Das ReisendenInformationssystem (RIS), den Internetauftritt der Bahn von der Reisezugauskunft bis zum online-Ticketverkauf und vieles andere mehr.
In unserem Leitartikel, den wir diesmal in Interviewform gestaltet haben, gibt Ihnen der Vorsitzende der Geschäftsführung von DB Systems, Herr Karl-Heinz-Holzwarth, einen Einblick in die Aktivitäten der Bahntochterfirma.
Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen unserer neuesten Ausgabe.
Mit besten Grüßen
Ihr Redaktionsteam Deine Bahn
DB Systems – IT-Service für die Bahn
Interview mit Karl-Heinz Holzwarth, Vorsitzender der Geschäftsführung von DB Systems
Kompetenzmodell Triebfahrzeugführer (KTM Tf)
Unter dem Motto „Mit Kompetenz an die Spitze“ stellt das Kompetenzmodell Triebfahrzeugführer (KTM Tf) eine der ersten Anwendungen des konzernweit geplanten Kompetenzmanagements dar. KTM Tf richtet die Qualifizierung der Triebfahrzeugführer stärker an den steigenden Kundenanforderungen und der sich verändernden Technik aus und berücksichtigt die Qualifizierungsbedarfe der Betriebe und die des einzelnen Mitarbeiters. In diesem Artikel möchten wir Ihnen das Projekt, seine Ziele sowie den aktuellen Stand der Realisierung vorstellen. Anlässlich der abgeschlossenen Pilotierung der betrieblichen Ausbildungsmodule konzentrieren wir uns dabei zunächst auf die Thematik der bedarfsgerechten Ausbildung und der Modularisierung der Ausbildungsinhalte.
Balanced Scorecard in der Instandhaltung
Die Anforderungen an die Instandhaltung sind vielfältig. Unter Beachtung strategischer Unternehmensziele und individueller Rahmenbedingungen sind die Sicherheit und geforderte Verfügbarkeit aller Produktionsmittel zu möglichst geringen Kosten zu gewährleisten. Im Spannungsfeld des technisch Zweckmäßigen und des wirtschaftlich Sinnvollen, ist es Aufgabe des Instandhaltungsmanagements, ausgewogene und innovative Konzepte zu entwickeln und umzusetzen, die den Kundenanforderungen genügen und im Sinne strategischer Ziele den größtmöglichen Beitrag zum Unternehmenserfolg leisten. Mit Hilfe einer „Balanced Scorecard“ kann ein (Informations-) Rahmen aufgespannt werden, der es ermöglicht, die Entwicklung der Instandhaltung in einen Kontext mit den strategischen Vorgaben zu stellen. Am Beispiel der DB Netz AG wird die Umsetzung der Balanced Scorecard (BSC) in der Instandhaltung beschrieben und es werden Hilfsmittel aufgezeigt, wie die Kennzahlen einer Balanced Scorecard systematisch erarbeitet werden können. Weiterhin kann mit Hilfe einer intranet-gestützten Anwendung die Balanced Scorecard mit weiteren Managementansätzen verknüpft werden und so ein erweitertes Managementsystem entstehen, welches den Innovationszyklus in der Instandhaltung durchgängig unterstützt.
Professionalisierung der Mitarbeiter im Vertrieb (ProVi)
Interne und externe Testkäufe in den ReiseZentren der DB belegen, dass Verkaufs- und Qualitätsstandards sowie Unternehmensvorgaben zum Verkaufsverhalten durch die Mitarbeiter am Counter nicht immer erfolgreich umgesetzt wurden und dass die hohen Trainingsaufwendungen für das Verkaufspersonal nicht die gewünschte Wirkung zeigten. Das war die Ausgangssituation für das Projekt „Professionalisierung der Mitarbeiter im Vertrieb“ kurz: ProVi. In der Oktoberausgabe haben wir Ihnen die Systematik des Kompetenzmanagements vorgestellt. Im folgenden Artikel möchten wir Ihnen über den aktuellen Stand der Pilotierung „Kompetenzmanagement im Vertrieb“, die angestrebten Ziele und die praktische Umsetzung berichten.
NDX schafft effiziente Prozesse
Am 1.1.2004 fällt der Startschuss für die neuen Instandhaltungsfunktionen der DB Netz AG. Nach der erfolgreichen Konzept- und Umsetzungsphase des Projektes „Neuordnung der Instandhaltungs- und Instandsetzungsfunktionen im Unternehmensbereich Fahrweg, einschließlich Bahnbau-Gruppe“ (NDX) folgt dann die Übertragung in das Regelgeschäft. In der letzten Ausgabe von „Deine Bahn“ wurden die wesentlichen organisatorischen Änderungen erläutert. In dieser Ausgabe steht der Ablauf von Instandhaltungsmaßnahmen im Mittelpunkt.
GSM-R – weitere Fortschritte auf dem Weg zur digitalen Kommunikation
Der Einsatz moderner und wirtschaftlicher Kommunikationsmittel ist für die deutsche Bahn von zukunftsweisender Bedeutung. GSM-R als einheitliche, standardisierte und europaweit interoperable Systemplattform bildet die Grundlage hierzu (siehe auch „Deine Bahn“ 11/2002, S. 671 ff. und im Intranet unter: Projekte/aktuelle Projekte/GSM-R/Marketing&Kommunikation/Pressemitteilungen).
Wie schnell darf ein Zug fahren?
Der letzte Beitrag hat damit begonnen, Geschwindigkeitseinschränkungen durch Signale darzustellen – ein Beitrag nur für das Signal Hp 2! Sie haben gesehen, was mit dem Signal Hp 2 alleine oder zusammen mit Fahrplaneinträgen und den Signalen Zs 3 und Zs 10 signalisiert werden kann. Das ist erst ein Teil der Geschwindigkeitseinschränkungen, die für Zugfahrten auf Hauptsignal signalisiert werden können.
FIT für Fahrdienstleiter auf Elektronischen Stellwerken
Im 2. Halbjahr 2003 wurde zum ersten Mal eine einheitliche Lehrveranstaltung „Fachliche Information und Training (FIT)“ speziell für Fahrdienstleiter auf Elektronischen Stellwerken erarbeitet. Bisher waren die Fahrdienstleiter der Elektronischen Stellwerke innerhalb der Funktionsgruppe „Fahrdienstleiter auf Spurplanstellwerken“ angesiedelt. Dies war für einen Fahrdienstleiter auf einem Elektronischen Stellwerk wenig zielführend, da dieser in aller Regel diese Techniken nicht mehr bedient. Deshalb wurde der Wunsch nach speziellen Unterrichten immer lauter. Dieser Artikel stellt die Lerninhalte der neuen Lehrveranstaltung vor.