Deine Bahn 11/2013
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Inhalt
Editorial
Systemverbund Bahn
Personenverkehr
Infrastruktur
Ausbildung Prüfung und Beruf
Blick in die Ausgabe
Editorial 11/2013
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
im Bereich des Personenverkehrs sind Bahnhöfe seit jeher das Aushängeschild der Eisenbahnen: Das Empfangsgebäude eines Bahnhofs gilt als der repräsentative Zugang zur Stadt und umgekehrt als das Tor für den Reisenden zum System Bahn.
Daran dürfte sich mit einiger Sicherheit auch in der Zukunft nichts ändern. Jedoch ist die Voraussetzung dafür, dass es der Bahn weiterhin gelingt, sich an den gesellschaftlichen Wandel anzupassen. Wachsende städtische Ballungsräume, sinkende Bevölkerungszahlen in ländlichen Regionen und ein sich stetig wandelndes Mobilitätsverhalten der Reisenden zeigen dies zum Beispiel sehr deutlich. Das übergeordnete Ziel für die Bahn ist angesichts dieser Veränderungen, die Bahnhöfe zu den zentralen Schnittstellen einer multimodalen Gesellschaft weiter zu entwickeln.
Die DB Station&Service AG, der Bahnhofsbetreiber der Deutschen Bahn AG, hat auf diese vielfältigen Herausforderungen reagiert und das Unternehmensprogramm „Next Station“ ins Leben gerufen. In unserem Leitartikel zieht Dr. Andreas Hamprecht, Leiter Geschäftsentwicklung der DB-Tochter, eine Zwischenbilanz nach zweijähriger Programmlaufzeit und erläutert darüber hinaus den Ergebnisstand aktuell laufender Projekte.
Weitere Beiträge zu unserem Schwerpunktthema informieren unter anderem über die Tätigkeiten und Aufgabengebiete eines Bahnhofsmanagers, über kreative kommunale Konzepte für die Bahnhofsentwicklung und Forschungsprojekte zur Mobilität im ländlichen Raum. Darüber hinaus werden in einem weiteren Beitrag die täglichen Abläufe am Hauptbahnhof Frankfurt am Main geschildert – einem der wichtigsten Bahnhöfe Europas, der jüngst sein 125-jähriges Jubiläum feiern konnte.
Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen dieser und anderer Themen.
Strategische Weiterentwicklung der DB Station&Service AG
Die DB Station&Service AG hat das Unternehmensprogramm „Next Station“ aus der Taufe gehoben, um die wichtigsten strategischen Herausforderungen des Geschäftsfeldes systematisch anzugehen. Dabei dient
Next Station als Plattform mit einem „atmenden“ Projektportfolio. Nach zwei Jahren Laufzeit sind bereits sieben Projekte erfolgreich abgeschlossen worden und sieben Projekte neu hinzugekommen, zuletzt stark getrieben durch die Geschäftsfeldstrategie Bahnhöfe2020. Der nachfolgende Beitrag zieht eine erste Bilanz und beschreibt die noch anstehenden Herausforderungen.
Bahnhöfe im ländlichen Bereich und Elektromobilität
Das typisch deutsche Auto ist Familienkutsche, Pendlerwagen, Lastesel, Lang- und Kurzstreckenfahrzeug in einem. Die Frühstücksbrötchen mit einem SUV (sport utility vehicle) zu holen, ist Zeichen einer nicht mehr zeitgemäßen, unökologischen, verschwenderischen Lebensweise und Symbol der deutschen Automobilgesellschaft, die den Wandel zu neuen Mobilitätsformen nur schwerfällig angeht. Ein Umdenken ist allerdings dringend erforderlich.
Was macht eigentlich ein Bahnhofsmanager?
Teilweise ist es schon sehr lustig, was manche Zeitgenossen meinen, was so ein Bahnhofsmanager macht: „Ja hast Du denn auch so eine rote Mütze auf?“ oder „Ist das so eine Art Hausmeisterjob?“ oder auch „Ich würde auch gerne Bahnhofsmanager sein. Am liebsten auf einem bayrischen Kleinstadtbahnhof nahe der Alpen“. Diese Äußerungen zeigen, dass die Aufgaben eines Bahnhofsmanagers nicht immer bekannt sind. Selbst Kollegen von der DB sind sich oft nicht darüber im Klaren, was die Tätigkeit eines Bahnhofsmanagers umfasst. In dem nachfolgenden Artikel zeigt der Autor auf, was das Arbeitsfeld eines Bahnhofsmanagers so alles beinhaltet
Täglich „Großer Bahnhof“ in der Mainmetropole
Der Frankfurter Hauptbahnhof feierte in diesem Jahr sein 125-jähriges Bestehen. Der nachfolgende Artikel schildert den täglichen Ablauf am Großstadtbahnhof Frankfurt am Main.
Modernisierung des Rehbergtunnels bei Altenbeken
Der nachfolgende Artikel beschäftigt sich mit der Historie, beginnend mit dem Bau und der Planung des Rehbergtunnels in der Nähe von Altenbeken, mit den bisher erfolgten Sanierungen und den Herausforderungen der vorläufig letzten Modernisierung, die im September größtenteils abgeschlossenen wurde.
Kreative kommunale Konzepte für die Bahnhofsentwicklung
Die BEG sieht eine große Chance für die Kommunen darin, die Zukunft der exponierten Immobilien selbst in die Hand zu nehmen. Bundesweit schlechte Erfahrungen mit nicht-kooperativen Investoren sollten sich nicht wiederholen, so dass sich das Land NRW und der DB-Konzern auf einen besonderen Weg verständigten. In einer Vielzahl von integrierten Gesamtkonzepten zur Entwicklung von Bahnhöfen, von Erwerbermodellen und Nutzungsvarianten zeigen sich die nachhaltigen Erfolge.
Betriebssysteme der Eisen- und Straßenbahn im Vergleich
Die Betriebssyteme von Eisenbahnen und Straßenbahnen weisen signifikante Unterschiede, aber auch Gemeinsamkeiten auf, die zu einer Weiterentwicklung beider Systeme genutzt werden können. Während im ersten Teil dieses Beitrags (vgl. Deine Bahn 09/2013) die Tätigkeit des Betriebsleiters und die Betriebsanlagen verglichen wurden, liegt der Fokus nun auf BOStrab-Fahrzeugen, Betriebsabwicklung und Mehrsystembetrieb.
Die Widerstandskraft von Individuen und Organisationen
Widerstandsfähige Organisationen sind auch in Krisenzeiten und komplexen Situationen vollständig handlungsfähig und produktiv. Kein Wunder also, dass derzeit das Konzept der Resilienz einen regelrechten Boom erlebt. Doch welche Merkmale zeichnen resiliente Organisationen aus? Welche Fähigkeiten legen die Mitglieder resilienter Organisationen an den Tag? Und weshalb ist ein kritischer Umgang mit dem Resilienzkonzept unbedingt zu empfehlen?