Der Auszug aus dem DB-Fachbuch „Arbeitsverfahren für die Instandhaltung des Oberbaus“ erläutert die Grundbegriffe der Instandhaltung und ihre Bedeutung.
Alle Beiträge von Dipl.-Ing. Lothar Marx
Schnellumbau im 2-Schwellentakt
Wenn Gleise mit Schotterbau erneuert werden, erfolgt ein Austausch von Schienen und Schwellen. Neu entwickelte Maschinen können bei diesem Gleisumbau zwei Schwellen auf einmal ablegen.
Schall- und Erschütterungsschutz an Bahnstrecken
Das Kapitel 23 des DB-Fachbuchs „Arbeitsverfahren für die Instandhaltung des Oberbaus“ führt in den Schall- und Erschütterungsschutz an Bahnstrecken ein. Die Autoren beschreiben in diesem Abschnitt, aus dem im Folgenden auszugsweise zitiert wird, unter anderem Geräusche und Erschütterungen von Schienenfahrzeugen und Messverfahren zur Beurteilung der Qualität der Schienenfahrfläche. Die Lärmbelastung aus dem Schienenverkehr erhöht sich in zunehmendem Maß mit der Steigerung des Verkehrsaufkommens. Hinzu kommt die fortschreitende Urbanisierung, infolge derer immer mehr bahntrassennahe (und damit „laute“) Grundstücke bebaut werden. Lärm ist nicht nur lästig, er kann auch Gesundheitsschäden wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen und ein erhöhtes Bluthochdruck- und Herzinfarktrisiko bedingen. Daneben beeinflusst Lärm das Image der Bahn als umweltfreundliches Verkehrsmittel in negativer Weise. Dem Lärmschutz an Bahnstrecken kommt daher eine große Bedeutung zu.
Arbeitsverfahren für die Instandhaltung des Oberbaus
Bei der Instandhaltung des Oberbaus sind Kenntnisse über das Zusammenwirken von Personal, Maschinen, Geräten und Material grundlegend. Das DB-Fachbuch „Arbeitsverfahren für die Instandhaltung des Oberbaus“ von Lothar Marx und Dietmar Moßmann beschreibt in übersichtlicher Weise die Arbeitsverfahren für den Umbau und Einbau von Gleisen und Weichen, einschließlich der Bettungsreinigung und der maschinellen Stopfarbeiten.
Herstellung der Soll-Gleislage
Die Herstellung der Soll-Gleislage ist eine gemeinsame Aufgabe des Oberbau- und des Vermessungsdienstes. Während das Arbeitsgebiet Oberbau als Auftraggeber und Ausführender der Arbeiten in den Herstellungsprozess eingebunden ist, ermittelt das Arbeitsgebiet Vermessung die erforderlichen Trassendaten. Im folgenden Beitrag wird durch Auszüge aus den jeweiligen Regelwerken die Zusammenarbeit der beiden Fachdienste erläutert. Ferner werden die Messgeräte aufgeführt, die zur Gewinnung der notwendigen Daten eingesetzt werden. Dieser Beitrag wurde erstmals in der Zeitschrift EI – Der Eisenbahningenieur im September 2010 veröffentlicht.
Satellitengestützte Gleisvermessung im Oberbau
Vor ca. 35 Jahren wurde bei der Deutschen Bundesbahn das Gleisvermarkungssystem eingeführt. Die Schnittstelle zwischen der Arbeit des ehemaligen Vermessungsdienstes und dem Oberbaudienst war der Gleisvermarkungsplan.
Infolge der nachweislich unsicheren Standsicherheit der Gleisvermarkungspunkte (GvP) und der in Folge damit einhergegangenen Praxis, Ausgleichungsmethoden auf den Stopfmaschinen einzusetzen, die mit extremen Extrapolationsverfahren Gleisgeometrien betrachtet und auch bearbeitet haben, wurden periodische/systematische Gleislagefehler erzeugt die den Bedürfnissen des heuten Geschwindigkeits- als auch Komfortanspruches bei weitem nicht mehr gerecht werden. Eine Nachbesserung der fehlerhaften Gleisvermarkungspunkte erfordert einen hohen zeitlichen und kostenintensiven Aufwand.