Die DB und DB Schenker sind richtig aufgestellt: Dieses Fazit können wir aus der Wirtschaftskrise und dem jüngsten Aufschwung ziehen. Der integrierte Konzern verleiht Stabilität und schafft Synergien. DB Schenker behauptet sich klar als integraler Bestandteil der Deutschen Bahn. Auch innerhalb des Ressorts schreitet die Integration voran. DB Schenker Rail und DB Schenker Logistics arbeiten Hand in Hand, bieten gemeinsame Lösungen, Kundenbetreuung und Kompetenz. Mit rund 90.000 Beschäftigten in 130 Ländern erwirtschaftete das Transport und Logistik-Ressort 2010 einen Umsatz von 18,9 Milliarden Euro – mehr als die Hälfte des Gesamtumsatzes des Deutsche Bahn Konzerns.
Alle Beiträge von Dr. Karl-Friedrich Rausch
Ziele und Strategie der DB AG im Personenverkehr
Die Deutsche Bahn AG hat in 2006 das beste Geschäftsjahr Ihrer Geschichte erlebt. Mit einem Umsatz von mehr als 30 Milliarden Euro konnte ein Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) von 2,143 Mrd. Euro 1) erwirtschaftet werden. Einen maßgeblichen Anteil an diesem Erfolg trägt der Personenverkehr mit seinem drei Geschäftsfeldern Regio, Fernverkehr und Stadtverkehr. Diese Erfolge wurden in erster Linie im Kerngeschäft, dem nationalen Verkehrsmarkt erwirtschaftet. Dieser wird jedoch im Zuge der fortschreitenden Liberalisierung der europäischen Verkehrsmärkte auch in den kommenden Jahren weiter unter Wettbewerbsdruck geraten. Im Gegenzug bieten sich dadurch aber auch Möglichkeiten für internationales Wachstum. Um diese sich bietenden Wachstumschancen nutzen zu können, verfolgt die DB AG seit einigen Jahren zahlreiche Internationalisierungsprojekte, die mit der Eröffnung des Hochgeschwindigkeitsverkehrs von Deutschland nach Paris im Juni dieses Jahres Ihren vorläufigen Höhepunkt finden.
Die Deutsche Bahn stärkt die Position der Reisenden im Fernverkehr
Die Deutsche Bahn (DB) hat in den vergangenen Jahren den Weg von einer Behörde zu einem modernen Dienstleistungsunternehmen konsequent beschritten. Deswegen liegt es heute in ihrem unternehmerischen Interesse, den Erwartungen der Kunden an das eigene Mobilitätsangebot umfassend gerecht zu werden. Nur so kann sie sich in einem zunehmend härter werdenden Wettbewerb mit den anderen Verkehrsanbietern dauerhaft durchsetzen und so am Verkehrsmarkt weiterhin eine wesentliche Rolle einnehmen. Dazu gehört auch, dass die DB stetig und konsequent ihre Leistungsqualität verbessert. Das Unternehmen bietet heute unter anderem im Fernverkehr ein stark vernetztes Angebot an schnellen und komfortablen Verbindungen, das in Europa einzigartig ist. Aber nicht zuletzt aufgrund der Komplexität dieser Verkehre kann es zu Störungen und Verspätungen kommen. In Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft sowie mit dem Ministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen hat sich die DB im Februar dieses Jahres deshalb eine Kundencharta gegeben, die die Rechte der Kunden im Fernverkehr stärkt. Ab dem 1. Oktober 2004 hat der Reisende im Fernverkehr einen weitgehenden rechtsverbindlichen Anspruch bei Verspätungen oder Zugausfällen. Im folgenden Artikel wird erläutert, wie es der Deutschen Bahn gelingt, die Position der Kunden im nationalen aber auch im internationalen Fernverkehr zu verbessern. Es werden Hintergrundinformationen geliefert und ein Vergleich zwischen Bahn und anderen Verkehrsträgern dargestellt.