In den beiden ersten Teilen dieser Beitragsreihe (Deine Bahn 12/2013, S. 18 ff. und 3/2014, S.49 ff.) wurden die für Sicherheits- und Risikobetrachtungen elementaren Begriffe eingeführt, erläutert und gegeneinander abgegrenzt. In diesem dritten Teil werden mit der „Systemdefinition“ und der „Gefährdungsidentifikation“ zwei wesentliche Arbeitsschritte vorgestellt, die der Betreiber einer Eisenbahn, sei es als Infrastruktur- oder als Verkehrsunternehmer, durchzuführen hat, wenn er neue Systeme einführen oder an bestehenden Systemen entsprechend der CSM-Verordnung „signifikante“ Änderungen vornehmen möchte. Ferner werden die drei Risikoakzeptanzprinzipien erläutert, mit denen sichergestellt werden soll, dass neue oder veränderte Systeme einem allgemein akzeptierten Sicherheitsniveau entsprechen.
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Grundbegriffe für Sicherheits- und Risikobetrachtungen
In dem in Deine Bahn 12/2013, Seite 18ff veröffentlichten ersten Teil dieses Beitrags wurde zunächst der Begriff „Risiko“ definiert. In diesem zweiten Teil wird intensiver auf den Begriff „Gefährdung“ eingegangen und beschrieben, welche Bedeutung er für die Risiko- und Sicherheitsanalyseprozesse besitzt. Anschließend werden die Unterschiede zu den Begriffen „Unfall“ und „Fehler/Ausfall“ herausgearbeitet. Im Hinblick auf eine systematische Identifikation der Gefährdungen wird der Zusammenhang zwischen „Gefährdung“ und „Funktion“ hergestellt. Die Bezüge des sich daraus bei Risiko- und Sicherheitsbetrachtungen ergebenden Verfahrens zur CSM-Verordnung und des damit verbundenen Vorgehens werden dargestellt.
Grundbegriffe für Sicherheits- und Risikobetrachtungen
Die Begrifflichkeiten von Sicherheits- und Risikoanalysen gewinnen im Rahmen der Sicherheitsarbeit der Eisenbahnen immer weiter an Bedeutung. Mit diesem Beitrag soll ein Brückenschlag zwischen wissenschaftlicher Modellbildung und praktischer Anwendung geleistet werden. Es werden elementare Begriffe in möglichst anschaulicher Weise erklärt und die zwischen ihnen bestehenden Zusammenhänge erläutert.
Lehre und Forschung zur Weiterentwicklung des Systems Bahn
Für den erfolgreichen und sicheren Betrieb des Systems Eisenbahn müssen trotz zunehmender Spezialisierung die Arbeiten unterschiedlichster Fachrichtungen auch zukünftig wie Zahnräder ineinander greifen. In diesem Beitrag wird dargelegt, wie die Lehre und Forschung des Instituts für Eisenbahnwesen und Verkehrssicherung der Technischen Universität (TU) Braunschweig diesem Systemgedanken folgen.