Rund 5.400 Personenbahnhöfe mit etwa 1.000 Empfangsgebäuden gehören zum Portfolio von Europas größter Bahnhofsbetreiberin, der DB Station&Service AG. An ihren Bahnhöfen finden etwa 145 Millionen Zughalte pro Jahr statt, wobei jeder einzelne zuvor angemeldet und vertraglich vereinbart werden muss. Bisher gab es dafür einen vergleichsweise aufwändigen Prozess, bei dem die Eisenbahnverkehrsunternehmen und die DB Station&Service AG Dokumente per E-Mail, Fax oder Post ausgetauscht haben. Eine zeitgemäße und kundenfreundliche Online-Anwendung löst dieses Verfahren nun ab – das Stationsportal. Die Vorteile liegen auf der Hand.
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Aufbau und Preisbildung des Stationspreissystems
Die Festsetzung von Entgelten im Eisenbahninfrastruktursektor ist keine leichte Aufgabe. Nicht nur die Preishöhen werden häufig diskutiert. Auch die Systematik zur Bildung der Stationspreise steht im Fokus. So erfolgt die Gestaltung des Preissystems im Spannungsfeld zwischen Kundenanforderungen, behördlichen bzw. regulierungsrechtlichen Vorgaben, politischen Einflüssen wie natürlich auch unternehmerischen Entscheidungen. Dass dies zu einem Ergebnis führt, das nicht alle Einzelanforderungen berücksichtigen kann, liegt auf der Hand. In einem Massengeschäft wäre ein solcher Ansatz auch überhaupt nicht zielführend. Dennoch ist es eine stetige Herausforderung, möglichst viele Interessen in einem praktikablen und von den Marktteilnehmern akzeptierten Preissystem zu vereinen.