Deine Bahn 03/2013
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Inhalt
Editorial
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Blick in die Ausgabe
Editorial 03/2013
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
Informationsvernetzung ist zunehmend breiter werdender Bestandteil unseres Lebens. Die Bedeutung wird einem erst richtig bewusst, wenn man versucht, sich Teile wegzudenken (Telefon, Medien, Internet usw.). Für Firmen ist sie existenziell. Dies gilt für die Beziehung zu Kunden, Lieferanten und Auftragnehmern ebenso wie für die Steuerung der internen Leistungsprozesse. Und je größer die Firma ist, umso komplexer sind die Anforderungen an IT-Systeme. Genau in dem Plural steckt das größte Problem: Die Systeme sind vernetzt und zu teilweise sehr unterschiedlichen Zeiten entstanden. Auch die Aufgaben, für die sie konzipiert waren, haben sich weiterentwickelt, und trotzdem müssen sie auch noch irgendwie untereinander kompatibel sein.
Was das im Detail bedeuten kann und welche Entwicklung angestrebt wird, schildern in unserem Leitartikel Holger Ewald, Leiter Informationssysteme und CIO DB Netze Fahrweg, und Gunnar Rühl, Leiter Development Center der DB Systel GmbH.
Daneben enthält unsere Ausgabe weitere spannende Themen rund um den Schwerpunkt Informations- und Kommunikationstechnologie, aber auch aus anderen Bereichen.
Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen dieser und anderer Themen.
Der IT-Baukasten für das System Bahn
Vom Fahrplanmanagement bis zum Betrieb der größten Schieneninfrastruktur Europas – die Geschäftsprozesse bei DB Netz wären heute ohne leistungsfähige Informationstechnologie (IT)-Systeme undenkbar. Allerdings erfüllen viele der Systeme inzwischen nicht mehr die Anforderungen einer modernen und flexiblen Informationstechnologie; sie sind zu komplex, kostenintensiv oder schlichtweg in die Jahre gekommen. Im Rahmen der Einführung des „IT-Baukasten DB Netz AG“ haben sich daher DB Netz und DB Systel zum Ziel gesetzt, gemeinsam eine runderneuerte Basis für eine zeitgemäße und effiziente IT-Landschaft bei DB Netz zu schaffen.
Aus abstrakten Daten virtuelle Welten schaffen
Es liegt wohl in der Natur der Sache, dass man in der Wirtschaftswelt eine schier unendliche Menge von Daten jedweder Art erzeugt, speichert und verwaltet. Ein großer Teil dieser Daten wird allerdings nicht oder – wenn überhaupt – nur in Teilen weiterverwendet, und das auch meist in recht abstrakter Form. Der Wunsch, existierende Daten zielgerichteter aufzubereiten und zu verwenden, war die „Geburtsstunde“ von WorldInsight, einer innovativen IT-Lösung zur 3D-Visualisierung.
Die Bahn macht mobil – auch beim Thema ICT
Während das mobile Telefonieren vor Jahren noch als eine große Errungenschaft galt, ist es mittlerweile fast zur Nebensache geworden. Mobile Geräte, allen voran Smartphones und Tablet PCs bieten heute über das Telefonieren hinaus eine große Menge an unterschiedlichen Anwendungsmöglichkeiten; und täglich kommen neue hinzu. Auch bei der Deutschen Bahn folgt man diesem Trend und entwickelt immer mehr Ideen für ICT-Lösungen, deren Dreh- und Angelpunkt mobile Endgeräte sind.
Qualifizierungswege und Zertifizierungsprogramm
DB Systel bietet als ICT- (Information & Communication Technology) Beratungshaus des Bahnkonzerns Beratung auf allen Ebenen der Informations- und Kommunikationstechnik. Die fachlichen Berater und funktionalen Architekten werden dabei durch ein Schulungs-Curriculum, welches in enger Abstimmung zwischen der Personalentwicklung und dem Consulting-Bereich der DB Systel entwickelt wurde, in ihrer Berufslaufbahn gefördert und auf ihre Projekt-Rollen optimal vorbereitet. In diesem Beitrag werden die gezielten Weiterbildungsmaßnahmen beschrieben, die in der Regel mit einer Prüfung und Zertifizierung enden.
Internationaler Vertrieb erschließt Märkte weltweit
Die Entwicklung des Internationalen Vertriebs weg von reiner Repräsentanz hin zur vertrieblichen Erschließung weltweiter Märkte führt seit Jahren zu einer konstanten Absatzsteigerung von DB-Produkten im Ausland. Basis für die erfolgreiche Arbeit ist vor allem die Entwicklung und Implementierung neuer, vielseitiger Vertriebswerkzeuge und -kanäle und nicht zuletzt ein internationales, breit aufgestelltes und markterfahrenes Team, das über den Globus verteilt agiert.
Möglichkeiten technischer Innovation im Zugleitbetrieb
Der Zugleitbetrieb ist ein Verfahren für Strecken mit einfachen betrieblichen Verhältnissen. Aktuell betreibt die DB AG ein Streckennetz mit einer Gesamtlänge von 1.091 Kilometern in diesem Betriebsverfahren. So genannte Technische Unterstützungen für den Zugleitbetrieb und Elektrisch Ortsgestellte Weichen sind vergleichsweise kostengünstige und effiziente technische Systeme und kommen deshalb unter Umständen für einen Einsatz im Zugleitbetrieb in Frage. Dieser Beitrag gibt einen Überblick über Funktionen und mögliche Einsatzgebiete der beiden Techniken auf Zugleitstrecken.
Der Bahnbetrieb im JadeWeserPort
Im September 2012 hat der Tiefwasserhafen JadeWeserPort seinen Betrieb aufgenommen. Mit einer garantierten Wassertiefe von 18 Metern können nun auch Schiffe mit einer Schiffslänge von 400 Metern und mehr in einem deutschen Hafen anlegen, löschen und laden. In diesem Beitrag wird der Bahnbetrieb des JadeWeserPort als Teil des internationalen Hafenbetriebes erläutert.
Deutscher Bahnmarkt steht vor Richtungsentscheidungen
Zwanzig Jahre nach der Bahnreform stehen Bahnwirtschaft und bahntechnische Industrie in Deutschland vor substanziellen Herausforderungen. Die Nachfrage nach Verkehrsdiensten auf der Schiene ist seit Jahren stark und erfordert in den Wachstumskernen einen deutlichen Ausbau der Netze und Flotten. Gleichzeitig machen demografische Prognosen für den ländlichen Raum ein massives Umgestalten des öffentlichen Verkehrs in diesen Regionen erforderlich.