Deine Bahn 03/2009
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Inhalt
Editorial
Bahn Aktuell
Systemverbund Bahn
Infrastruktur
Ausbildung Prüfung und Beruf
- Neue Professur für Leit- und Sicherungstechnik an der FH Erfurt
- Simulatoren in der Aus- und Weiterbildung bei der Deutschen Bahn
- Von der Frühgeschichte zu globalen Logistiknetzwerken
- Moderne Arbeits- und Managementkonzepte: mehr Selbstständigkeit oder Überforderung?
- Tabellen: Gestaltungsmöglichkeiten ohne Tabulatoren mit WORD 2003
Blick in die Ausgabe
Editorial 03/2009
Liebe Leserinnen, liebe Leser,unsere neue Ausgabe ist dem Schwerpunkt Fahrweg gewidmet. Beim Konzern Deutsche Bahn AG ist der Fahrweg dem Ressort Infrastruktur zugeordnet. Im Rahmen der neuen Markenarchitektur vereint das Vorstandsressort Infrastruktur unter der Marke DB Netze die Geschäftsfelder Fahrweg, Personenbahnhöfe, Energie und das ServiceCenter Projektbau.Im Vorstandsressort Infrastruktur ist damit – unter Führung von Stefan Garber – die größte Verkehrsinfrastruktur Europas gebündelt. Sie stellt die Basis für einen reibungslosen Schienenverkehr und die langfristige Wettbewerbsfähigkeit des Systems Bahn dar. So legen auf dem Fahrweg mittlerweile über 310 Eisenverkehrsunternehmen zusammen über eine Milliarde Trassenkilometer pro Jahr zurück. Rund 140 Millionen Züge halten jährlich an fast 5.400 Personenbahnhöfen. DB Netze Energie liefert circa 16 Terra-Watt-Stunden Strom, 500 Millionen Liter Diesel sowie 1,2 Terra-Watt-Stunden Gas/Wärme. Und um im Herzen Europas fit für den wachsenden Schienenverkehr zu sein, übernimmt die DB Netze Projektbau die Planung, das Projektmanagement und die Bauüberwachung von Infrastrukturprojekten mit einem Gesamtvolumen von 2,77 Milliarden Euro bezogen auf das Geschäftsjahr 2007.Das Vorstandsressort Infrastruktur weist eine überzeugende Erfolgsbilanz auf und stellt sich auch zukünftig seinen ambitionierten Zielen. So wird die Infrastruktur konsequent nach unternehmerischen Grundsätzen gemanagt, um Kosten weiter zu senken und Ergebnisse weiter zu verbessern. Zugleich konnte Qualität insbesondere im Geschäftsfeld Fahrweg deutlich erhöht werden, zum Beispiel weniger Langsamfahrstellen, eine insgesamt höhere Pünktlichkeit und mehr Kapazitäten durch zahlreiche erfolgreich umgesetzte Baumaßnahmen. Durch Vereinfachung von Prozessschnittstellen und eine verbesserte Zusammenarbeit zwischen den Geschäftsfeldern steht den Eisenbahnverkehrsunternehmen nun eine integrierte Infrastruktur zur Verfügung.Wie das Geschäftsfeld Fahrweg (die DB Netz AG) parallel zum prozessualen und organisatorischen Veränderungsprozess und unter Berücksichtigung der zunehmenden Marktanforderungen seine technologische Neuausrichtung gestalten will, schildert in unserem Leitartikel Andreas Busemann, Leiter Technologie (CTO/CIO) der DB Netz AG.Weitere Beiträge zum Themenschwerpunkt Fahrweg befassen sich mit Hintergrundwissen, zum Beispiel darüber, wie im Spannungsfeld von Leistungsanforderungen, diskriminierungsfreiem Netzzugang, Regelwerken und deren Interpretation sicherungstechnische Lagepläne entstehen sowie über die Entwicklung automatisierter Steuerung von Zugfahrten. Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen unserer neuesten Ausgabe.Mit besten Grüßen,Ihr Redaktionsteam Deine Bahn
Die beste Technik für das beste Netz
Parallel zum prozessualen und organisatorischen Veränderungsprozess der DB Netz AG (ProNetz, siehe „Deine Bahn“, 8/2008, http://www.deine-bahn.de/node/4112) wurde eine technologische Neuausrichtung des Unternehmens notwendig, um einerseits dauerhaft für die Herausforderungen an die Infrastrukturanlagen der DB Netz AG gerüstet zu sein und andererseits eine stabile Grundlage für ein sich jährlich verbesserndes Betriebsergebnis zu liefern. Zu diesem Zweck wurden die Technikkompetenzen im neuen Zentralbereich Technologie gebündelt und eine umfangreiche Technologiestrategie erarbeitet, die sich seit einem Jahr in der Umsetzung befindet. Dieser Artikel gibt einen Überblick über die „Integrierte Technologiestrategie (ITS)“ der DB Netz AG.
Von der betrieblichen Aufgabenstellung zum sicherungstechnischen Lageplan
Die von der Professur für Verkehrssicherungstechnik der TU Dresden veranstalteten Fachtagungen der Reihe „Entwicklungen des Sicherungswesens in Theorie und Praxis“ erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit in der Fachwelt. Die letzten Tagungen beschäftigten sich dabei mit Datenhaltung für ESTW, mit Leiten und Sichern auf Nebenstrecken sowie mit der Inbetriebnahme sicherungstechnischer Anlagen. Den aktuellen Herausforderungen der Praxis folgend, wurde die Veranstaltung im November 2008 unter den Titel „Von der betrieblichen Aufgabenstellung zum sicherungstechnischen Lageplan“ gestellt.Im frühen Stadium der Infrastrukturerstellung des komplexen Systems „Bahn“, zwischen Betrieblicher Aufgabenstellung und Umsetzung in konkrete Planungen, gibt es immer wieder Reibungsverluste, deren Ursachen vielfältig sind. Im Spannungsfeld von Leistungsanforderung, diskriminierungsfreiem Netzzugang, Regelwerken und deren Interpretation durch den Planer entstehen mitunter suboptimale Lösungen. Erfahrungen und aktuelle Herausforderungen wurden von Referenten aus den betroffenen Bereichen dargestellt.
Zugbeeinflussungssysteme
Zugbeeinflussungssysteme überwachen das Verhalten des Triebfahrzeugführers gegenüber Signalen. Wenn Signale nicht beachtet werden, muss durch eine Beeinflussung des Zuges verhindert werden, dass Unfälle oder Gefährdungen eintreten. Wird ein Triebfahrzeugführer plötzlich dienstunfähig,ist es erforderlich, dass der Zug sofort angehalten wird.
Moderne Schaltstellen in Regionalnetzen
Die Geschäftseinheit Regionalnetze als Teil der DB Netz AG betreibt rund 11.000 km Eisenbahnstrecken, die überwiegend im Regionalverkehr bedient werden. Nachstehender Beitrag beschreibt die strategische Herangehensweise zur Ausrüstung der Regionalstrecken mit Leit- und Sicherungstechnik.
Herausforderungen im Innovationsmanagement des Personenverkehrs der Deutschen Bahn
Nachdem in den letzen Artikeln über das Innovationsmanagement anderer Unternehmen berichtet wurde, sollen in diesem Heft die Innovationsaktivitäten des Personenverkehrs der Deutschen Bahn und Herausforderungen für das Innovationsmanagement dargestellt werden. Basis des Artikels sind Untersuchungen im Rahmen eines Prüfauftrages zum Innovationsmanagement im Personenverkehr aus dem vergangenen Jahr.
Tabellen: Gestaltungsmöglichkeiten ohne Tabulatoren mit WORD 2003
Einfache und komplexe Tabellen finden im beruflichen und privaten Alltag immer wieder ihren Einsatz. Aufstellungen, Listen oder tabellarisch aufgebaute Formulare sind überall dort anzutreffen, wo schnell und übersichtlich größere, gleichartig aufgebaute Informationen dargestellt werden sollen. Mit Hilfe der Tabellenfunktionen lassen sich in WORD alle Arten von Tabellen unkompliziert erstellen und verändern.
Automatisierte Steuerung von Zugfahrten
Ein großes Ziel bei der Weiterentwicklung der Stellwerkstechnik bei den deutschen Bahnen war und ist es, neben anderen Rationalisierungseffekten eine Vereinfachung der Bedienung herbeizuführen.Bereits mit der Einführung von mechanischen Stellwerken wurde die zuvor zur Fahrstraßeneinstellung und -sicherung für Zugfahrten an den Fahrwegelementen vor Ort übliche örtliche Außensicherungdurch eine sog. Innensicherung ersetzt.In der weiteren Folge entstanden die Spurplanstellwerke und in neuster Zeit die ESTW (elektronische Stellwerke), die eine weitere Arbeitserleichterung – nicht nur von der körperlichen Belastung – mit sich brachten. Neben der Stellwerkstechnik entstand noch eine weitere Funktion, die in nicht unbedeutendem Umfang den Fdl entlastet und für eine zeitgerechte Fahrstraßeneinstellung sorgt, nämlich der sog. Selbststellbetrieb bzw. die Zuglenkung. Mit diesen Systemen wird der Fdl von vielen Regelbedienungen entlastet. Der folgende Artikel beschreibt die Funktionsweise dieser Systeme.
Neue Professur für Leit- und Sicherungstechnik an der FH Erfurt
Zum Wintersemester 2008/2009 wurde erstmalig die Professur für Eisenbahnwesen, insbesondere Leit- und Sicherungstechnik (LST) an der Fachhochschule Erfurt besetzt. Prof. Dr.-Ing. Raimo Michaelsen hat diese Professur, die an der Fakultät Wirtschaft – Logistik – Verkehr in die Fachrichtung Verkehrs- und Transportwesen eingegliedert ist, inne.Das besondere an dieser Professur ist, dass sie eine Stiftungsprofessur darstellt, die in den ersten drei Jahren durch die DB Netz AG finanziert wird. Mit der Stiftungsprofessur ist ein Lehrauftrag für den dualen Studiengang Wirtschaftsingenieur Eisenbahnwesen – Schwerpunkt Bahnbetrieb und Infrastruktur“ verbunden. Mit diesem Studiengang werden die Studenten mit einer eisenbahnspezifischen Berufsausbildung und einem wirtschaftlich-technischen Studium für den Berufsalltag qualifiziert.