Deine Bahn 04/2008
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Inhalt
Editorial
Systemverbund Bahn
Personenverkehr
Infrastruktur
Ausbildung Prüfung und Beruf
- Schwerlaster für die Stahlindustrie Samms 489
- Chancen und Grenzen der Kontraktlogistik
- Globaler Wettbewerb und Strategien der Airlines (Teil 1)
- Neue Funktionsausbildung zum Fahrbahnmechaniker ab 2008
- Förderungsmöglichkeiten in der beruflichen Weiterbildung
- Flexibilität, Kundenorientierung, Teamfähigkeit …
- Der Reisevertrag (Fortsetzung)
Blick in die Ausgabe
Editorial 04/2008
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
die ICE-Flotte der Deutschen Bahn hat einen Rekord erreicht: Seit der Aufnahme des planmäßigen ICE-Verkehrs im Jahre 1991 haben die Hochgeschwindigkeitszüge eine Milliarde Kilometer zurück¬gelegt – soviel wie dreimal zur Sonne und zurück.
Heute fahren die rund 250 ICE mit Spitzengeschwin¬digkeiten von bis zu 320 Stundenkilometern täglich über 300.000 Kilometer, zunehmend auch auf Strecken außerhalb Deutschlands. „Der ICE ist europaweit das Topprodukt des Fernverkehrs und ein Synonym für Kom¬fort, Service und Schnelligkeit“, so Dr. Nikolaus Breuel, Vorstandsvorsitzender der DB Fernverkehr AG. „Jedes Jahr nutzen 70 Millionen Kunden die Hochgeschwin¬digkeitszüge in und außerhalb Deutschlands.“ Seit dem Fahrplanwechsel Ende letzten Jahres verbindet der ICE Deutschland mit sechs Nachbarländern und fährt nach Österreich, Frankreich, Belgien, Dänemark sowie in die Schweiz und die Niederlande.
Aufgrund der steigenden Nachfrage wird die Flotte der international einsetzbaren ICE-Züge aus¬gebaut. Zurzeit läuft eine Ausschreibung für sieben neue Hochgeschwindigkeitszüge, die auch auf grenzüberschreitenden Verbindungen zum Einsatz kommen sollen. Mit einer maximalen Geschwin¬digkeit von 320 km/h werden die neuen Züge ab 2011 im Einsatz sein. Gegenwärtig verfügt die DB über rund 60 ICE-Züge, die auf europäischen Strecken verkehren.
Bereits heute, genauer gesagt seit dem 9. Dezember 2007 hat die DB Fernverkehr AG das Service-konzept in der 1. Klasse der ICE-Flotte weiter verbessert. Sie bietet den Fahrgästen damit noch mehr Servicequalität am Bahnhof und an Bord der ICE-Züge als bisher. Lesen Sie hierzu auch ab Seite 16.
Diese Aktivitäten stehen in direktem Zusammenhang mit der neuen Markenarchitektur des DB Kon-zerns. In unserem Leitartikel informiert der Generalbevollmächtigte Konzernmarketing und Kommu-nikation, Ralf Klein-Bölting, wie sich das Unternehmen Deutsche Bahn mit starken Marken für den internationalen Wettbewerb rüstet.
Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen unserer neuesten Ausgabe.
Mit besten Grüßen
Ihr Redaktionsteam Deine Bahn
Mit starken Marken gut gerüstet im internationalen Wettbewerb
Markenerfolg und Unternehmenserfolg sind eng miteinander verbunden. Mit einer starken Marke ist ein Unternehmen für die Zukunft und im Wettbewerb um die Kunden gut gerüstet. Mit ihr kann es überdurchschnittliches Wachstum generieren. Davon ist die Deutsche Bahn AG überzeugt und das hat sie veranlasst, ihren Markenauftritt zu erneuern. Der folgende Beitrag erläutert, wie die DB mit ihren Marken „Zukunft bewegen“ will.
Eisenbahnen in Großbritannien
In keinem anderen europäischen Land sind Liberalisierung und Privatisierung im Bahnsektor so radikal erfolgt wie in Großbritannien. Und kein Bahnmodell hat so viele Verfechter und so viele Verächter gefunden wie das im Mutterland der Eisenbahn. Mit dem nachfolgenden Artikel will „Deine Bahn“ zur Beleuchtung der Frage beitragen, wie erfolgreich die englischen Bahnen tatsächlich sind.
1. Klasse: Das neue Servicekonzept
Mit dem Fahrplanwechsel am 9. Dezember 2007 startete die Deutsche Bahn ihr neues 1. Klasse-Servicekonzept: Mit mehr Exklusivität, Komfort und persönlichem Service bietet die DB Fernverkehr AG ihren 1. Klasse-Fahrgästen deutlich mehr Reisekomfort entlang der Reisekette. Bordteams wurden hierfür um mehr als 200 neue Mitarbeiter verstärkt, die sich in ausgewählten ICE-Zügen eigens um das Wohl der 1. Klasse- Gäste kümmern.
Schwerlaster für die Stahlindustrie Samms 489
Die Modernisierung der Güterwagenflotte der Railion Deutschland AG ist in vollem Gange. Um altersbedingt ausscheidende Wagen zu ersetzen und Verkehre für Stahlkunden zu sichern, hat Railion Deutschland die bewährte Flachwagen-Gattung Samms um die Bauart 489 erweitert. Nachfolgend wird dieses Fahrzeug vorgestellt.
Chancen und Grenzen der Kontraktlogistik
Für den Gütertransport im Bahnkonzern (DB Schenker/Railion) spielt die Kontraktlogistik eine wichtige Rolle. Das Logistikgeschäft des Bahnkonzerns kann nur wachsen, wenn die Bedürfnisse der Kunden besser verstanden werden und gemeinsam mit dem Kunden logistische Lösungen erarbeitet und umgesetzt werden. DB Schenker und Railion realisieren bereits umfangreiche Projekte auf den Gebieten Distributionslogistik, Ersatzteillogistik und Produktionslogistik. Im folgenden Beitrag wird eine Marktumfrage zum Thema Kontraktlogistik/Supply Chain Management ausgewertet.
Das Trassenpreissystem der DB Netz AG im Jahr 2008
Das Trassenpreissystem der DB Netz AG im Jahre 2008 basiert in seinen Grundstrukturen auf den im Jahre 2001 erstmals angewendeten Systemmerkmalen. Es erfährt jährlich eine Fortschreibung, wobei die kunden- und marktgerechte Weiterentwicklung im Vordergrund steht. Die über 300 Eisenbahnverkehrsunternehmen, die das Streckennetz der DB Netz AG gegenwärtig nutzen, sind mit den Strukturen des Trassenpreissystems vertraut und können diese zum Vorteil des eigenen Unternehmens zur Anwendung bringen. Dieser Artikel beleuchtet die seit 9. Dezember 2007 geltenden Neuerungen des Trassenpreissystems und geht außerdem auf zahlreiche Hintergrundinformationen ein.
Die neue Richtlinie 301 Signalbuch
Das Signalbuch der Deutschen Bahn wird in neuer Form als Richtlinie 301, gültig ab 14.12.2008, herausgegeben. Damit entfallen die bisherigen Signalbücher DS 301 – gültig für den Bereich der ehemaligen Deutschen Bundesbahn, DV 301 – gültig für den Bereich der ehemaligen Deutschen Reichsbahn und 301 DS/DV – Gemeinsames Signalbuch. Damit wird der letzte Schritt hin zu einem bundesweit einheitlich gefassten Signalbuch, wie es dies organisatorisch zuletzt im Jahre 1950 gab, vollzogen. Dieser Beitrag richtet sich an alle Anwender des Signalbuchs und möchte die Veränderungen, die sich aus der Einführung der Richtlinie 301 ergeben, darstellen.
Wie es zur Spurweite der Eisenbahn von 1435 mm gekommen ist
Das hat sich bestimmt jeder schon einmal gefragt: Warum misst das Spurmaß der normalspurigen Bahnen in Europa und der Welt ausgerechnet eine Weite von 1435 mm? Warum nicht eine glatte Zahl von 1500 oder 1400 mm? Die Antwort hierauf lässt sich erstaunlicherweise aus der Geschichte weit vor der Erfindung der Eisenbahn erklären.