Deine Bahn 05/2005
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Inhalt
Editorial
Systemverbund Bahn
Blick in die Ausgabe
Editorial 05/2005
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
in diesem Jahr besteht die Organisation des Bildungsdienstleisters der Deutschen Bahn AG zehn Jahre. Im März 1995 wurde DB Bildung zunächst unter dem Namen Dienstleistungszentrum Bildung (DZB) als so genannte Servicefunktion gegründet. Ziel war zunächst eine Zusammenfassung der im Jahr 1994 noch über viele Organisationseinheiten des Konzerns verstreuten Ressourcen für die Aus- und Fortbildung des DB-Personals.
Neben den rein wirtschaftlichen Aspekten, die aus einer Ressourcenbündelung zu erwarten waren, verfolgte der neue Ansatz die Ausprägung verbesserter und konzerneinheitlicher Standards in der Aus- und Fortbildung. Übrigens auch ein nicht unwesentlicher Beitrag zur Überleitung der früher öffentlich- rechtlich ausgerichteten Deutschen Bahnen in eine privatrechtliche an Marktgesetzen orientierte Aktiengesellschaft.
Die neue Aufgabenstellung der Bahn erforderte geänderte, teilweise sogar gänzlich neue Berufsbilder. Durch die Zusammenfassung der Bildungsaufgaben konnte die unternehmensübergreifende Gremienarbeit wirksam verbessert werden.
In unserem Beitrag „10 Jahre DB Bildung“ schildert Thomas Glück, Leiter DB Bildung, die Entwicklung zum führenden europäischen Bildungsdienstleister für die Verkehrsbranche.
Erst gut ein Jahr alt, entwickelt sich eine Neuorganisation im Unternehmensbereich Fahrweg des Geschäftsfelds Infrastruktur ebenfalls sehr erfolgreich. Die Aufgaben des Betreibers für die Sicherheit und die Verfügbarkeit des Fahrwegs werden seit dem 1. Januar 2004 von der DB Netz Instandhaltung verantwortet. Die Durchführung der Baustellen, von der Ausschreibung an, übernimmt seit diesem Zeitpunkt die DB Netz Instandsetzung. Für die internen Auftraggeber innerhalb der DB Netz AG wickelt die DB Instandsetzung die planbare Mängel-/Fehlerbeseitigung, die planbare Instandsetzung sowie die Oberbauerneuerung ab.
Durch die neuen Bereiche mit klar definierten Schnittstellen konnte ein wichtiger Beitrag zur Senkung des Instandhaltungsaufwands geleistet werden bzw. es konnten mehr Baumaßnahmen fürs gleiche Geld durchgeführt werden.
Kay Euler, Leiter der DB Netz Instandhaltung, hält gemeinsam mit Matthias Scholz und Dirk Löffelmann von der DB Netz Instandsetzung einen Rückblick auf das Geschäftsjahr 2004.
Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen dieser Ausgabe.
Mit besten Grüßen
Ihr Redaktionsteam Deine Bahn
10 Jahre DB Bildung
In den vergangenen zehn Jahren hat sich DB Bildung zu dem führenden europäischen Bildungsdienstleister für die Verkehrsbranche entwickelt. Ein breites Portfolio an Qualifizierungsmaßnahmen und Trainings mit insgesamt über 1.500 Produkten bildet hierfür die Basis. Von bahnspezifischen, technischen Themen über allgemeine Themen des Verkehrsmarktes bis hin zu Management- und Führungstrainings, Beratung sowie klassischer Berufsausbildung reicht das vielfältige Spektrum, welches mittlerweile national und international angeboten wird.
Stetiger gesellschaftlicher, wirtschaftlicher und technischer Wandel stellt hohe Anforderungen an heutige Bildungsangebote. Um diesen zu genügen und um den Kunden die notwendigen Qualifikationen für ihren Arbeitsalltag zu vermitteln, arbeiten die Bildungsexperten von DB Bildung permanent an neuen Konzepten und Trainings. Nur durch das hohe Engagement der Mitarbeiter und durch kontinuierliche Verbesserungsprozesse konnte DB Bildung gemeinsam mit den Kunden das ehrgeizige Ziel, welches zu Gründungszeiten gesteckt wurde, erreichen.
Das erste Jahr der DB Netz Instandsetzung
Seit dem 1. Januar 2004 nehmen innerhalb der DB Netz AG mit der DB Netz Instandhaltung (Betreiber) und der DB Netz Instandsetzung zwei komplett neue Bereiche mit klar definierten Schnittstellen ihre Aufgaben wahr. Die Umsetzung der neuen Organisationsstruktur und die Realisierung neuer Ablaufprozesse sollte entscheidend zur Senkung des Instandhaltungsaufwandes im Unternehmensbereich Fahrweg beitragen. Inwiefern die anspruchsvollen wirtschaftlichen Zielsetzungen erfüllt wurden und welche herausragenden Leistungen seitens aller Mitarbeiter erforderlich waren, um die gesetzten Herausforderungen zu „meistern“, soll der folgende kurze Rückblick auf das Jahr 2004 beschreiben.
„Security“ bei den Eisenbahnen
Als Reaktion auf die terroristischen Anschläge am 11. September 2001 in den USA hat die internationale Gesetzgebung Vorschriften verabschiedet, um mögliche Gefahren durch den Missbrauch gefährlicher Güter mit terroristischem Hintergrund zu minimieren: In das RID wurde zum 1. Januar 2005 ein neues Kapitel 1.10 eingefügt. Es enthält Vorschriften für die Sicherung von Gefahrguttransporten und tritt am 1. Juli 2005 vollumfänglich in Kraft.
Um das Abstraktionsniveau der neuen Vorschriften auf ein praxisfreundlicheres Maß zu senken, wurde unter Federführung des Verbandes der chemischen Industrie e.V. (VCI) ein „Leitfaden zur Umsetzung neuer gesetzlicher Sicherungsbestimmungen für die Beförderung gefährlicher Güter (Kapitel 1.10 ADR/RID 2005)“ mit Stand vom 13.10.2004 erarbeitet. Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen e.V. (VDV) hat in seiner Eigenschaft als Branchenvertretung des Verkehrsträgers „Schiene“ Erläuterungen eingebracht, die den Eisenbahnen beim Verständnis und bei der Umsetzung der neuen Vorschriften helfen sollen. Die nachfolgende Darstellung konzentriert sich auf diese eisenbahnspezifischen Erläuterungen.
Bahn macht Jugendliche fit für die Berufsausbildung
„Hier habe ich nicht nur eine Chance, sondern auch meinen Traumberuf gefunden.“ Der Jugendliche, der dies erzählt, war noch vor einigen Monaten von einer konkreten beruflichen Orientierung ziemlich weit entfernt. Nach seinem Schulabschluss im Juli 2004 fand Matthias Pollischtschuk keinen Ausbildungsplatz.
Kompetenzmanagement
Zum 1. Januar 2005 ist gemeinsam mit dem Konzernbetriebsrat der DB AG die Rahmen-Konzernbetriebsvereinbarung zur Einführung des Kompetenzmanagements bei der Deutschen Bahn verabschiedet worden. Nach derzeitigem Planungsstand werden bis 2006 bereits rund 100.000 Mitarbeiter Kompetenzgespräche in den Unternehmensbereichen führen.
www.bahn.de
Seit dem 1. April 2005 ist es für die Besucher der Bahn-Website www.bahn.de noch einfacher und übersichtlicher geworden, sich über Preise, Angebote oder Fahrzeiten zu informieren oder sich direkt am heimischen PC die benötigte Fahrkarte auszudrucken. Durch einen noch kundenfreundlicheren Aufbau, eine klarere Gliederung und eine anwenderfreundliche Benutzerführung ist die Web-Site noch attraktiver geworden. In Fortsetzung des Artikels der Märzausgabe von „Deine Bahn“ stellen wir den neuen Auftritt vor und informieren außerdem über die Möglichkeiten von bahn.corporate für Firmenkunden und Surf&Rail, dem Klassiker unter den Internetangeboten.
Teilsysteme der Logistik
Den Weg eines Rohstoffs von seiner Lagerstätte bis zum Verbraucher mitsamt der in jeder Stufe erfolgten Wertsteigerung (Mehrwert) wird Logistikkette oder Wertschöpfungskette(Supply Chain) genannt.
Klimaschutz für eine nachhaltige Mobilität
Mit dem Klimaschutzprogramm 2020 ist die Bahn als einziges Unternehmen im Verkehrssektor eine weit reichende Selbstverpflichtung eingegangen. Der Ausstoß des Klimagases Kohlendioxid (CO2) soll, bezogen auf die Verkehrsleistung, bis zum Jahr 2020 um mindestens 15 Prozent im Vergleich zum Jahr 2002 sinken. Es ist sogar eine Reduzierung um 25 Prozent möglich, sofern die Bundesregierung die steuerlichen Rahmenbedingungen der Bahn über die im Koalitionsvertrag von 2002 vereinbarten Punkte hinaus verbessert.
Durch das Inkrafttreten des Kyoto-Protokolls am 16. Februar 2005 zur weltweit rechtlich verbindlichen Senkung von CO2-Emissionen hat das Programm der DB nun erheblich an Bedeutung gewonnen. Der Klimaschutzvorteil der Bahn wird zur Trumpfkarte. Wenn Europa und Deutschland ihren CO2-Ausstoß senken wollen, ist dies ohne die Bahn kaum machbar. Während die EU-Kommission befürchtet, dass der Ausstoß des Treibhausgases im Verkehrssektor über den Wert von 1990 steigt, kann die Deutsche Bahn auf deutliche Reduktionen verweisen. Der spezifische CO2-Ausstoß ihrer Traktionsleistungen ist zwischen 1990 und 2004 um 27 Prozent gesunken.