Deine Bahn 06/2005
Sie haben bereits ein Abonnement?
Jetzt einloggen und lesen!
*Erhältlich im Digital Abonnement
Inhalt
Editorial
Systemverbund Bahn
Personenverkehr
Blick in die Ausgabe
Editorial 06/2005
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
eine umfassende Lösung verkehrspolitischer Problemstellungen wird man kaum finden, wenn man danach suchen wollte, welches Verkehrsmittel das betriebswirtschaftlich, volkswirtschaftlich, ökologisch oder nach sonstigen Betrachtungen das beste ist. Jeder Verkehrsträger hat seine spezifischen Stärken und Schwächen. Beispielsweise dürften für schwere Güter über lange Strecken viele Vorteile auf Seiten der Bahn liegen, während für die feinräumige Verteilung in der Fläche eher der LKW das geeignete Transportmittel sein dürfte.
Betrachtet man konkrete Bedürfnisse der Kunden, so wird man sehr schnell zu grundsätzlichen Forderungen nach niedrigen Kosten bei großer Schnelligkeit und hoher Zuverlässigkeit usw. gelangen. Will man näherungsweise alle diese Kundenwünsche erfüllen, müsste man bezogen auf den konkreten Transportwunsch die Stärken aller in Frage kommenden Verkehrsträger verknüpfen.
Um die Interessen der Wirtschaft für ein modernes und leistungsfähiges öffentliches Verkehrssystem gegenüber der Politik zu artikulieren, wurde 1984 das „Verkehrsforum Bahn“ gegründet. Schnell wurde den Mitgliedern klar, dass zu einer Verbesserung des gesamtwirtschaftlichen Nutzens eine optimierte Vernetzung aller Verkehrsträger erforderlich ist. In der Konsequenz benannte sich das Gremium am 1. Januar 1992 in „Deutsches Verkehrsforum“ um.
Das „Deutsche Verkehrsforum“ versteht sich als Wirtschaftsvereinigung, die konsequent den Aufbau integrierter Verkehrssysteme unterstützt. Ihm gehören namhafte Verbände aber auch Einzelunternehmen an, die einen Querschnitt durch die deutsche Wirtschaft repräsentieren.
Das „Deutsche Verkehrsforum“ hat sich zu einer gewichtigen Stimme des gesamten Verkehrswesens entwickelt, dessen gebündelte Fachkompetenz von Parteien, Ministerien und sonstigen Organisationen gehört und anerkannt wird.
In unserem Leitartikel schildert der Ehrenvorsitzende des Deutschen Verkehrsforums, Dr.-Ing. E. h. Heinz Dürr, die Erfolgsgeschichte aus 20 Jahren Verkehrsforum – von der Bahnlobby zur Stimme des Verkehrs. Der Beitrag wird durch Statements maßgeblicher Vertreter aus Politik und Wirtschaft ergänzt.
„Deine Bahn“ gratuliert dem Deutschen Verkehrsforum zu seinem Jubiläum und wünscht ihm weiterhin erfolgreiches Wirken.
Ihnen wünschen wir viel Freude beim Lesen unserer neuesten Ausgabe.
Mit besten Grüßen
Ihr Redaktionsteam Deine Bahn
20 Jahre Verkehrsforum – eine Erfolgsgeschichte
Der Gründungsname „Verkehrsforum Bahn“ war 1984 zugleich Programm. Zu einer Zeit als die Chancen für eine Umsetzung noch eher bescheiden waren, setzte sich das Verkehrsforum vehement für eine grundlegende Bahnreform ein. Zur Realisierung 1993 hat das Forum dank seiner Studien und Untersuchungen erheblich beigetragen. Die intensive Beschäftigung mit Fragen der Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit der Bahn hat bereits 1992 zur Umbenennung in „Deutsches Verkehrsforum“ geführt, denn die wachsende Mobilität erfordert sowohl Wettbewerb als auch Zusammenarbeit. Das Deutsche Verkehrsforum versteht sich heute als Wirtschaftsvereinigung, die konsequent den Aufbau integrierter Verkehrssysteme unterstützt. Der Vernetzung der Verkehrsträger gehört die Zukunft, wobei die einzelnen Verkehrsträger ihre jeweiligen Stärken einbringen müssen.
Die Instandhaltungsplanung
Jedes Unternehmen steht in einer engen Beziehung zu seiner Umwelt, welche von permanenten wirtschaftlichen, politischen und rechtlichen Strukturveränderungen geprägt ist. Auch die DB Netz AG als Infrastrukturunternehmen stellt sich kontinuierlich diesen Veränderungen. Die jeweilige Qualität der Investitions- und Instandhaltungsentscheidungen hat gerade auch für DB Netz eine hohe Bedeutung für die weitere Unternehmensentwicklung.
Kreative Seminarmethoden
Eine Chinesische Weisheit besagt: „Lehrer zu sein ist das Höchste, was ein Mensch erreichen kann.“
Dem hohen Anspruch dieses Leitsatzes folgend, sind die Anforderungen an die Konzeption von Trainings entsprechend hoch. Das Training muss nicht „nur“ methodisch und didaktisch sinnvoll aufgebaut sein und dabei berücksichtigen, wie ein Mensch lernt, sondern auch die Aspekte des selbstgesteuerten und eigenverantwortlichen Lernens berücksichtigen.
Chancen für die Zukunft durch Bildung
In loser Folge sollen die Bedeutung der (berufsbegleitenden) Weiterbildung für die Gesellschaft und für die Deutsche Bahn AG als ein im Wettbewerb stehendes Verkehrsunternehmen näher beleuchtet, die Akademie für Internationale Mobilität (AiM) und ihre Kooperationspartner vorgestellt sowie mit zahlreichen best-practice-Ansätzen aus den Unternehmensbereichen aufgezeigt werden, wie systematische Nutzung der Weiterbildung Zukunftschancen für das Unternehmen und seine Mitarbeiter bietet.
Informationssysteme und Telematik in der Logistik
Die Bedeutung von Informations- und Kommunikationssystemen (IUK) in der Verkehrswirtschaft und der Logistik hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Dieser Bedeutungswandel schlägt sich auch in der Definition von Logistik nieder: Die Logistik umfasst die Versorgung der Produktion mit Materialien, die integrierte Bedarfsplanung und die Warenverteilung einschließlich der damit verbundenen Planungs-, Steuerungs-, Informations- und Kontrollsysteme. Der Umgang mit Informationen ist also ein zentraler Bestandteil der Logistik.
Eisenbahn-Güterverkehr im Verkehrsmarkt Ostsee
Der Ostseeraum ist eine Wirtschaftsregion und ein Verkehrsmarkt von hoher Bedeutung und zugleich beispielhaftem Charakter. Seine große wirtschaftliche Bedeutung resultiert aus der Tatsache, dass neun Länder – davon acht EU-Staaten – hoch entwickelte Volkswirtschaften ausweisen.
Annähernd 20 Prozent des gesamten Welthandels wird im Ostseeraum abgewickelt. Aber auch untereinander haben die Länder starke Außenhandelsverflechtungen.
Störungen an selbsttätigen Gleisfreimeldeanlagen
Selbsttätige Gleisfreimeldeanlagen ersetzen die Fahrwegprüfung im Bahnhof durch Hinsehen eines Mitarbeiters – solange sie nicht gestört sind. Eine störungsfreie Gleisfreimeldeanlage prüft u.a., ob Weichen und Gleisabschnitte frei von Fahrzeugen sind. Das Ergebnis dieser Prüfung wird dann dem Bediener eines Stellwerks durch Meldeanzeigen – frei oder besetzt – angezeigt. Liegt eine technische Störung an der Gleisfreimeldeanlage vor, muss der Bediener des Stellwerks die Funktion der gestörten Anlage übernehmen.
Verkehrsverbünde
Verkehrsverbünde werden von vielen als ideale Lösung zur Schaffung integrierter Verkehrsangebote in Ballungsräumen angesehen. Doch trotz dieser Auffassung, gibt es kein einheitliches Modell, wie ein Verbund auszusehen hat. Interessen vieler Beteiligter sind unter einen Hut zu bringen. Es müssen einheitliche Sprachregelungen und Definitionen geklärt und festgeschrieben werden. Verkehrsströme und Kundeninteressen aber auchpolitische Interessen sind zu beachten. Dies führt zu komplexen Aufgabenstellungen und ganz unterschiedlichen Lösungsansätzen. Ziel des folgenden Artikels ist es, einen Einblick in das sehr komplexe Thema „Verbünde“ zu gewähren und zu versuchen, einen umfassenden Überblick über die geltenden Rechtsgrundlagen, die Finanzierungs- ein Einnahmeaufteilungsmodelle sowie die Verantwortlichkeiten innerhalb der Verbünde zu geben.