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Blick in die Ausgabe

Editorial

Editorial 06/2007

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

bereits in der letzten Ausgabe hatten wir auf das außerordentlich gute Geschäftsergebnis der DB AG im letzten Geschäftsjahr hingewiesen. Einen maßgeblichen Anteil an diesem Erfolg trägt DB-Personenverkehr mit seinen drei Geschäftsfeldern Regio, Fernverkehr und Stadtverkehr.

Diesen Erfolg zu steigern, wie es der angestrebte Aktienmarkt verlangt, ist sehr ambitioniert. Dies liegt einerseits am hohen, kaum steigerbaren Anteil am nationalen Markt und andererseits am zunehmenden Wettbewerbsdruck durch neu auf den Markt drängende Mitbewerber. Damit dies gelingt, müssen im Kerngeschäft wirksame Kundenbindungs und -entwicklungsinstrumente eingesetzt werden und neue, innovative Produkte und Dienstleistungen kreiert werden.

Ein weiterer Schlüssel liegt in der Internationalisierung und zwar nicht nur im Segment Fernverkehr sondern auch in den Bereichen Regio und Stadtverkehr. Auf dem Weg zu einem internationalen Mobilitätsdienstleister ist es deshalb für die DB AG von entscheidender Bedeutung, bei der Öffnung der europäischen Verkehrsmärkte von Anfang an dabei zu sein. Hier gilt es, Wachstumspotenziale zu identifizieren und zu erschließen.

In unserem Leitartikel gibt Ihnen Dr. Karl-Friedrich Rausch, Vorstand Personenverkehr, einen Einblick in die kurz- und mittelfristigen Ziele und erläutert die zugehörigen Strategien.

Weitere Beiträge zum Thema Internationalisierung finden Sie in unseren Artikeln über die neue Hochgeschwindigkeitsverbindung Paris – Ostfrankfreich – Süddeutschland (POS), das Internationale Eisenbahntransportkomitee (CIT) sowie im Rahmen unserer Reihe Bahnen der Welt über die Kasachische Eisenbahn.

Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen unserer neuesten Ausgabe.

Mit besten Grüßen
Ihr Redaktionsteam Deine Bahn

Artikel

Ziele und Strategie der DB AG im Personenverkehr

Die Deutsche Bahn AG hat in 2006 das beste Geschäftsjahr Ihrer Geschichte erlebt. Mit einem Umsatz von mehr als 30 Milliarden Euro konnte ein Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) von 2,143 Mrd. Euro 1) erwirtschaftet werden. Einen maßgeblichen Anteil an diesem Erfolg trägt der Personenverkehr mit seinem drei Geschäftsfeldern Regio, Fernverkehr und Stadtverkehr. Diese Erfolge wurden in erster Linie im Kerngeschäft, dem nationalen Verkehrsmarkt erwirtschaftet. Dieser wird jedoch im Zuge der fortschreitenden Liberalisierung der europäischen Verkehrsmärkte auch in den kommenden Jahren weiter unter Wettbewerbsdruck geraten. Im Gegenzug bieten sich dadurch aber auch Möglichkeiten für internationales Wachstum. Um diese sich bietenden Wachstumschancen nutzen zu können, verfolgt die DB AG seit einigen Jahren zahlreiche Internationalisierungsprojekte, die mit der Eröffnung des Hochgeschwindigkeitsverkehrs von Deutschland nach Paris im Juni dieses Jahres Ihren vorläufigen Höhepunkt finden.

Artikel

Muss die duale Berufsausbildung vor zu vielen „Reformern“ geschützt werden?

Die Zahl der neuen Ausbildungsverhältnisse ist 2006 stärker angestiegen als in den Vorjahren. Es scheint, Berufsausbildung hat wieder Konjunktur, aber auch der Markt der Reformvorschläge zur dualen Berufsausbildung erlebt einen richtigen Boom.

Artikel

Engagement im internationalen Eisenbahnbeförderungsrecht

Der internationale Schienengüterverkehr hat steigende Zuwachsraten. Das bedingt eine stärkere Zusammenarbeit aller am Transport beteiligten Organisationen. Einen wichtigen Aspekt bei der internationalen Güterbeförderung stellt das Transportrecht dar. In diesem Artikel wird das Internationale Eisenbahntransportkomitee (CIT) vorgestellt, welches sich hierbei für die rechtlichen Belange einsetzt. Das CIT ist das westeuropäische Pendant zur Organisation für die Zusammenarbeit der Eisenbahnen (OSShD), die in den Ausgaben 4 und 5/2007 vorgestellt wurde und setzt diese Reihe der Rechtsorganisation im Eisenbahnwesen fort.

Das Internationale Eisenbahntransportkomitee (CIT) setzt sich ein für die einheitliche Anwendung und praktische Umsetzung des internationalen Eisenbahnbeförderungsrechts, insbesondere des Übereinkommens über den internationalen Eisenbahnverkehr (COTIF). In diesem Rahmen fördert es die Zusammenarbeit unter den Mitgliedern, vertritt ihre Interessen nach außen und entwickelt somit das Eisenbahnrecht ständig weiter.

Das CIT ist ein Verein gemäß Schweizerischem Recht – nachstehend auch „Verband“ genannt – mit Sitz in Bern. Es wurde 1902 als Zusammenschluss von heute 300 Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU), Eisenbahninfrastrukturunternehmen (EIU), Schifffahrts- und Straßentransportunternehmen gegründet.

Der Verband pflegt zu diesem Zweck eine enge Zusammenarbeit mit den zuständigen internationalen Behörden und Eisenbahnorganisationen und schließt gegebenenfalls entsprechende Kooperationsverträge ab.

Artikel

Im ICE und TGV von Süddeutschland nach Paris

Mit dem 10. Juni 2007 beginnt eine neue Ära für den europäischen Eisenbahn-Hochgeschwindigkeitsverkehr (HGV). Die Deutsche Bahn (DB), die französischen Bahnen (SNCF), die luxemburgischen Bahnen (CFL) und die Schweizerische Bundesbahnen (SBB) starten gemeinsam in eine Zeitwende der Mobilität. In Frankreich verkehren dann erstmals Hochgeschwindigkeitszüge, mit denen fahrplanmäßig eine Höchstgeschwindigkeit von 320 Stundenkilometern erreicht wird. Der nachfolgende Beitrag gibt einen Überblick über die neuen Reiseangebote.

Artikel

Erfolgsgeschichte Container

Sie sind aus unserer heutigen Welt nicht mehr wegzudenken und ihre Existenz wird heute als völlig natürlich empfunden. Dennoch sind die großen Blechkisten erst rund 60 Jahre alt und in der Anfangszeit glaubte in der Transportwirtschaft kaum jemand daran, dass sich der Container als Behältersystem etablieren würde, geschweige denn sich zu der alles dominierenden Behältertechnologie im übergeordneten Warentransport durchsetzen würde.

Artikel

Die Anwendung der Technischen Spezifikationen Interoperabilität (TSI) der EU

Auf den Hochgeschwindigkeitsstrecken des Transeuropäischen Eisenbahnnetzes (TEN) ist die Durchführung von EG-Zertifizierungen Voraussetzung für die Inbetriebnahmen neuer bzw. wesentlich veränderter Eisenbahnbetriebsanlagen. Dieses Inbetriebnahmeprocedere gemäß Eisenbahn Interoperabilitätsverordnung wird vollumfänglich seit dem Jahre 2004 angewendet.

Artikel

Zuggesteuerte Bahnübergangssicherungen – Teil 1

Zuggesteuerte Bahnübergangssicherungsanlagen (BÜSA) bilden neben den wärterbedienten und signalgesteuerten Anlagen die dritte Gruppe der technischen Bahnübergangssicherungen. Sie gehen zurück auf das Bestreben, die Einschaltung automatisiert und zeitoptimiert auf die Annäherung eines Zuges abzustimmen und so die Sperrzeiten dieser Bahnübergänge so kurz wie möglich zu halten. Zuggesteuerte Bahnübergangssicherungen arbeiten in der Regel autark und zeichnen sich durch einen höchstmöglichen Grad an Automatisierung aus.

Artikel

Die Kasachische Eisenbahn: Aufstrebende Eisenbahn im Zentrum Eurasiens

Die Republik Kasachstan liegt auf der Grenze zweier Kontinente, des europäischen und des asiatischen. Das geographische Zentrum des europäisch-asiatischen Subkontinents liegt in Kasachstan am Schnittpunkt des 78. Längen- und des 50. Breitengrades.

Mit einer Größe von 2,7 Millionen Quadratkilometern ist Kasachstan das neuntgrößte Land der Erde und hat eine Fläche, die fast achtmal so groß ist wie die Bundesrepublik. Das Territorium des Landes erstreckt sich über 3.000 Kilometer vom Unterlauf der Wolga im Westen bis zum Fuße des Altaigebirges im Osten, und über 2.000 Kilometern von der Westsibirischen Tiefebene im Norden bis zur Wüste Kysylkum und dem Tienschangebirge im Süden. Die riesigen Entfernungen haben zur Folge, dass sich Kasachstan über zwei Zeitzonen ausdehnt.

Trotz der großen Fläche hat Kasachstan nur 15,2 Mio. Einwohner und mit 5,57 Einwohnern pro Quadratkilometer einer sehr geringe Bevölkerungsdichte (zum Vergleich: Die Bundesrepublik hat 231 Einwohner pro Quadratkilometer).

Kasachstan verfügt über ein ausreichend entwickeltes Verkehrssystem. Der Eisenbahn kommt dabei eine Schlüsselrolle zu: Auf sie entfallen mehr als 68 Prozent der gesamten Gütertransportleistungen und über 57 Prozent der Personenbeförderungsleistungen. Beim Transport von Massengütern wie Kohle, Erz, Metalle und Getreide gibt es keine realistische Alternative zur Eisenbahn. Die Bahn hat 125 Tsd. Beschäftigte, das entspricht fast 1 Prozent der Gesamtbevölkerung Kasachstans.

Die Nachbarbahnen der Kasachische Eisenbahn sind die Russische, die Chinesische, die Kyrgysische und die Turkmenische Eisenbahn.

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