Deine Bahn 07/2005
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Inhalt
Editorial
Systemverbund Bahn
Personenverkehr
Ausbildung Prüfung und Beruf
- Was bringt das neue Berufsbildungsgesetz?
- Systematische Wissensvermittlung mit Neuen Medien in der Fortbildung
- Auswirkungen der Globalisierung auf die Logistik
- Ein Fahrstraßenwechsel
- Die Bedeutung von Gleisanschlüssen aus Sicht eines Infrastrukturbetreibers
- Beispielhafte Kooperation zwischen Deutscher Bahn und Berufsschule
- Die Verfassung der Europäischen Union
Blick in die Ausgabe
Editorial 07/2005
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
im September dieses Jahres werden wieder mehr als 2.400 junge Menschen eine Berufsausbildung bei der Deutschen Bahn AG beginnen. Nach einem guten Schulabschluss und einer erfolgreichen Bewerbung starten sie damit in das Berufsleben.
Die Deutsche Bahn AG ist einer der größten Arbeitgeber der Republik. Ende vergangenen Jahres waren 226.000 Mitarbeiter im Konzern beschäftigt. Mit über 8.000 Auszubildenden ist die Bahn auch einer der größten Ausbilder.
Vor allem aber ist die Deutsche Bahn AG ein modernes und erfolgreiches Unternehmen, das sich zu einem international führenden Mobilitäts- und Logistikkonzern weiterentwickelt. Dies bietet jungen Menschen beste Chancen für ihre weitere berufliche Entwicklung.
Ob und wie es gelingt, die Chancen in beruflichen Erfolg umzumünzen liegt an jedem Einzelnen. Eine wesentliche Voraussetzung für ein gutes Gelingen ist, zum richtigen Zeitpunkt über die notwendigen aktuellen Informationen zu verfügen.
„Deine Bahn“ bietet gut aufbereitet aktuelle Informationen und Hintergrundwissen über alle Sparten und Funktionen des DB AG-Konzerns. Dies wird uns von Lesern – Mitarbeitern wie Führungskräften – immer wieder bestätigt. Daneben werden Themen aus dem Bereich Wissenswertes und Allgemeinbildung behandelt. Unsere Autoren sind ausgewiesene Fachleute, häufig aus den Zentralen des Konzerns und seiner Geschäftsfelder, aber auch aus anderen Unternehmen und Institutionen.
Sofern Sie noch nicht zu unseren regelmäßigen Lesern zählen, laden wir Sie ein, sich selbst ein Bild zu machen. Schauen Sie doch auch einmal auf unsere Homepage im Internet www.deine-bahn.de.
Im Leitartikel dieser Ausgabe berichtet der Vorstandsvorsitzende des DB AG-Konzerns, Dr. Hartmut Mehdorn, über die Entwicklung und die Erfolge des Unternehmens.
Ihnen wünschen wir viel Freude beim Lesen unserer neuesten Ausgabe.
Mit besten Grüßen
Ihr Redaktionsteam Deine Bahn
Umsatz im Kerngeschäft erneut gesteigert
Statement von Hartmut Mehdorn, Vorstandsvorsitzender Deutsche Bahn AG,anlässlich der Bilanzpressekonferenz am 25. Mai 2005 in Berlin.
Gesetzliche Grundlagen zur Finanzierung der Schienenwege
Seit dem Jahr 1994 ist die Deutschen Bahn AG (DB AG) ein selbstständiges, privatwirtschaftliches Wirtschaftsunternehmen.
Was bringt das neue Berufsbildungsgesetz?
Am 27. Januar 2005 hat der Deutsche Bundestag das neue Berufsbildungsgesetz beschlossen; am 18. Februar 2005 folgte die Verabschiedung durch den Bundesrat. Das neue Gesetz ist seit 1. April 2005 in Kraft.
Systematische Wissensvermittlung mit Neuen Medien in der Fortbildung
Die Fähigkeiten, das Können und das Wissen der Mitarbeiter sind erfolgskritische Faktoren und ein wichtiges Kapital eines Unternehmens. So ist es die logische Konsequenz, dass der persönlichen und fachlichen Entwicklung jedes Einzelnen hohe Priorität geschenkt wird. Neben Präsenzveranstaltungen setzt die Bahn bereits seit über zehn Jahren Neue Medien bei der Durchführung von Fortbildungsmaßnahmen ein. So wurden schon in den 90er Jahren zahlreiche Projekte ins Leben gerufen, um herkömmliche Bildungskonzepte mit neuen Lernmethoden zu kombinieren. Inzwischen ist DB Bildung einer der größten Produzenten von Computerbasierten Lernprogrammen (CBT) mit einem Bestand von über 1.000 Lernstunden. In Verbindung mit einem Lernmanagementsystem (LMS) ist es zudem möglich, die Bildungsangebote direkt an den Arbeitsplatz der Mitarbeiter zu bringen. Bei aller Euphorie darf allerdings nicht vergessen werden, dass Schulungsinhalte selten allein mit einem Lernprogramm vermittelt werden können. Viel mehr geht es darum, die Möglichkeiten und Vorteile der Neuen Medien voll auszuschöpfen und sie sinnvoll mit bewährten Lehrmethoden zu verknüpfen.
Verkehrsverbünde
Im ersten Teil des Artikels über die Verbünde in der Juni-Ausgabe von „Deine Bahn“ wurde ein umfassender Überblick über die geltenden Rechtsgrundlagen und die Strukturen der Verbünde und Tarifgemeinschaften gegeben. In dieser Ausgabe werden die Finanzierungs- und Einnahmeaufteilungsmodelle sowie die Verantwortlichkeiten innerhalb der Verbünde erklärt.
Ein Fahrstraßenwechsel
Der Fall: Ein Güterzug (CB 54399) steht abfahrbereit in Gleis 2 des Bahnhofs Niederbrechen und soll in Richtung Oberbrechen fahren.
Nachdem der Fahrdienstleiter das Ausfahrsignal P 2 auf Fahrt gestellt hat, bemerkt er, dass der Güterzug nicht abfährt. Kurz darauf meldet der Triebfahrzeugführer eine Störung in der Kraftstoffpumpe seiner Lok, BR 364. Nach einer aufregenden Diskussion beschließt der Fahrdienstleiter, das Ausfahrsignal P 2 zurückzunehmen und einen Fahrstraßenwechsel vorzunehmen, damit der nachfolgende RE 15121 zügig überholen kann. Kurz darauf meldet der Triebfahrzeugführer, dass er den Schaden selbst behoben hat und nun fahrbereit wäre.
Fahrzeuge für den grenzüberschreitenden Verkehr
Im europäischen Fernbahnsystem existieren derzeit noch vier unterschiedliche Spurweiten, fünf Stromsysteme und 18 Zugsicherungssysteme. Die Bahnindustrie bietet deshalb neben Fahrzeugen mit Spurwechseleinrichtungen auch Mehrsystemlokomotiven mit bis zu vier Stromsystemen und der Möglichkeit zur Aufnahme von bis zu fünf verschiedenen Zugsicherungssystemen an. Damit wird der „grenzenlose“ Schienenverkehr in immer mehr Bereichen alltägliche Realität.
Beispielhafte Kooperation zwischen Deutscher Bahn und Berufsschule
Gerhard Bagrowski, Ausbilder in der Ausbildungswerkstatt Darmstadt und Gerald Hubacek, Berufsschullehrer an der Heinrich-Emanuel-Merck-Schule, sitzen über Ausbildungsunterlagen und planen gemeinsam das nächste Projekt für die Elektroniker im ersten Lehrjahr. Was für die beiden und die Auszubildenden schon fast zur Normalität geworden ist: ein Vorzeigemodell für die Zusammenarbeit zwischen Betrieb und Berufsschule.