Deine Bahn 07/2007
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Inhalt
Editorial
Systemverbund Bahn
Personenverkehr
Infrastruktur
Blick in die Ausgabe
Editorial 07/2007
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
seit einiger Zeit hat die Konjunktur auch in Deutschland wieder erheblich an Fahrt gewonnen und die Unternehmen stellen wieder in nennenswertem Umfang Mitarbeiter ein. Es wird erwartet, dass die Arbeitslosigkeit in absehbarer Zeit unter 3,5 Millionen Menschen sinkt. Im Grundsatz gute Nachrichten, aber …
Während teilweise noch immer Vorruhestandsprogramme durchgeführt werden, sucht ein Teil der Wirtschaft händeringend nach qualifizierten Arbeitskräften für fast alle Ebenen. Ein Gegensatz?
Was in Zeiten einer schwachen Wirtschaftsentwicklung kaum auffiel, wird nun immer deutlicher zur einzig logischen Schlussfolgerung: Die Qualifikation der auf dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehenden Menschen passt offensichtlich nicht (ohne Weiteres) zur nachgefragten Qualifikation. Die Bundesagentur für Arbeit und andere Institutionen bemühen sich, diesen politisch wie auch volkswirtschaftlich problematischen Effekt zu mindern.
Dadurch nicht beeinflusst wird die den wachsenden Fachkräftemangel zusätzlich verstärkende demografische Entwicklung.
Damit stehen die einzelnen Firmen zunehmend in einem Wettbewerb um qualifizierte Nachwuchskräfte. Dies gilt auch für die Deutsche Bahn AG.
Ein effizientes strategisches Personalmanagement wird so immer wichtiger für den Unternehmenserfolg. Dabei reicht es keineswegs aus, nur die „richtigen“ Bewerber zu gewinnen.
Auf welche Strategien und Impulse für ein zukunftsfähiges Human Resources Management die DB AG setzt schildert in unserem Leitartikel Herr Dr. Matthias Afting, Leiter Personal- und Bildungsstrategie in der Konzernzentrale.
Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen unserer neuesten Ausgabe.
Mit besten Grüßen
Ihr Redaktionsteam Deine Bahn
Strategien und Impulse für ein zukunftsfähiges Human Resources Management
Strategisches Personalmanagement ist unbestritten ein wichtiger Faktor für den Unternehmenserfolg. Voraussetzung dafür ist eine enge Einbindung der Personalstrategie in die Gesamtstrategie des Unternehmens. Die DB AG muss auf äußere Entwicklungen wie die Herausforderungen des demografischen Wandels und der Globalisierung reagieren und Wachstumsperspektiven nutzen, um sich zum weltweit führenden Verkehrsunternehmen weiter zu entwickeln. Dies erfordert ein weitsichtiges und an den Unternehmenszielen ausgerichtetes Human Resources (HR)-Management.
Die Personalbereiche unseres Unternehmens müssen derzeit steigenden Erwartungen gerecht werden und dabei weiterhin die Kosten fest im Blick haben. Sie müssen einen Wertschöpfungsbeitrag im Unternehmen leisten, die besten Talente auf dem Arbeitsmarkt einstellen und langfristig an das Unternehmen binden. Daher ist es unsere Aufgabe im HRRessort, diese bestehenden und zukünftigen Anforderungen aufzugreifen, in strategischen Programmen und Projekten abzubilden, diese kontinuierlich weiterzuentwickeln und dafür zu sorgen, dass die einzelnen Initiativen in den verschiedenen Geschäftsfeldern des Konzerns umgesetzt werden.
Auswirkungen der demografischen Entwicklung auf das Azubi-Marketing
In diesen Tagen rücken erneut die Zahlen zur Lehrstellensituation in den Blickpunkt des öffentlichen Interesses. Je näher der 1.9. und damit der Beginn eines neuen Ausbildungsjahres rückt, umso lauter werden die Stimmen derer, die den Rückgang der Ausbildungsstellen und die drohende Gefahr tausender „unversorgter“ Jugendlicher ohne Ausbildungsperspektive anprangern. So weist die Bundesagentur für Arbeit monatlich die Zahl der Bewerber ohne Ausbildungsplatz aus und damit die so genannte „Lehrstellenlücke“. Diese setzt sich zusammen aus dem gesamten Ausbildungsplatzangebot abzüglich versorgter Bewerber und betrug im April 2007 knapp 150.000 – eine Zahl, die tatsächlich dramatisch erscheint.
Business-orientierte Informationssuche im Unternehmen
Es wird geschätzt, dass so genannte „Knowledge Workers“ bis zur Hälfte ihrer Arbeitszeit für die Suche von wertgenerierenden Informationen aufwenden müssen. Dennoch konnten die meisten firmenweiten Such-Projekte in Hinblick auf die erhoffte Produktivitätssteigerung nicht überzeugen. Mit dem Konzept von kontext-sensitiven, Business-orientierte Informationssuche (Search Solutions) für Unternehmen soll in Zukunft ein Mitarbeiter nur jene Informationen zugespielt bekommen, welche für seine Tätigkeiten auch relevant sind.
Kommunikation im Bahnbetrieb
Kommunikation spielt im Bahnbetrieb eine zentrale Rolle und ist von entscheidendem Einfluss für die Betriebssicherheit. Der vorliegende, auf einem auf der Konferenz „Sicherheit im Verkehrswesen“ am 7. März 2007 in Fulda gehaltenen Vortrag basierende Beitrag analysiert die Anwendung unterschiedlicher Kommunikationsformen und leitet aus den spezifischen Eigenschaften Empfehlungen für die sicherheitsgerechte Gestaltung von bahnbetrieblichen Kommunikationsprozessen ab.
Fahrplanerstellung unter europäischem Recht
Im vierten Teil dieser Reihe wird der Fahrplan vor dem Hintergrund der jüngsten gesetzlichen Rahmenbedingungen, die hauptsächlich von europäischem Recht geprägt sind, betrachtet. Den zweiten Schwerpunkt dieses Artikels bildet das Fahrplanprocedere einschließlich der in diesem Zusammenhang maßgebenden Fristen, Vorläufe und Fahrplanelemente.
Zuggesteuerte Bahnübergangssicherungen – Teil 2
In der vergangenen Ausgabe von „Deine Bahn“ wurde der erste Teil des Beitrages über zuggesteuerte Bahnübergangssicherungen vorgestellt. In der vorliegenden Ausgabe setzen wir diesen Beitrag mit der Darstellung von BÜ-BÜ-Ketten fort.
Die indische Staatseisenbahn IR
Indiens Wirtschaft boomt seit der marktwirtschaftlichen Orientierung des Landes in den neunziger Jahren mit jährlichen Wachstumsraten um 10 Prozent. Das amerikanische Magazin „Time“ ernannte Indien bereits zur „nächsten ökonomischen Supermacht“. Anders als beim asiatischen Rivalen China wächst die Bevölkerungszahl weiter dynamisch und wird die Chinas in ein paar Jahren überholt haben. Für Mitte des Jahrhunderts wird eine Bevölkerungszahl von 1,6 Milliarden prognostiziert. Der Lebensstandard vieler Inder steigt und damit Konsum- und Mobilitätsansprüche: Schon heute wird der wohlhabende Mittelstand Indiens vom langjährigen Indien-Korrespondenten Olaf Ihlau in seinem Buch „Weltmacht Indien“ auf 300 Millionen beziffert.
Als eine der Konsequenzen wächst der Transport- und Logistikmarkt fast explosionsartig: innerhalb von nur fünf Jahren sehen Experten hier eine Verdoppelung des Geschäftvolumens. Welche Rolle spielt heute die Indische Eisenbahn (IR) im Verkehrs- und Transportsystem dieses Landes und wie wird sie sich zur Bewältigung der zukünftigen Aufgaben aufstellen, die sich aus dem Wachstum ergeben? Das folgende Portrait der IR gibt dazu einige Antworten.
Fahrgastinformationssystem bei Fernverkehrswagen
In den letzten Jahren wurden 1.200 Reisezugwagen des Fernverkehrs unterschiedlichster Bauart sowie 141 Lokomotiven der Baureihe 101 im Rahmen einer Modernisierungsaktion mit einem Fahrgastinformationssystem sowie den erforderlichen Komponenten für die Steuerung der Klimatisierung und der seitenselektiven Türfreigabe ausgestattet.
Während es in modernen Triebzügen schon seit einiger Zeit üblich ist, die Reisenden über diverse Displays kontinuierlich und umfassend über den Fahrtverlauf zu informieren, kamen bei lokbespannten Zügen des Fernverkehrs vielfach noch veraltete Systeme wie zum Beispiel Zuglaufschilder und die „Zettel-Reservierung“ zum Einsatz. Hier erfordert der freigebildete Wagenpark besondere technische Lösungen, die zudem noch die Anforderungen des Bahnbetriebes und der gängigen Normen erfüllen müssen.