Deine Bahn 07/2011
Sie haben bereits ein Abonnement?
Jetzt einloggen und lesen!
*Erhältlich im Digital Abonnement
Inhalt
Editorial
Bahn Aktuell
Infrastruktur
Ausbildung Prüfung und Beruf
- Perspektiven für den EU-Schienengüterverkehr
- Frachtgeschäft befindet sich in einer Phase des Wandels
- Der Teufel steckt häufig im Detail
- Container am laufenden Band
- Der eurasische Güterverkehr soll effizienter werden
- Güterwagengeschäft im Umbruch
- Von der erfahrenen Fachkraft zum engagierten Trainer
- Selbstmanagement – Kompetenz der Zukunft
Blick in die Ausgabe
Editorial 07/2011
Liebe Leserinnen, liebe Leser,nach Überwindung einer der weltweit schwersten Finanzkrisen hat die Konjunktur in Deutschland und in der Europäischen Union wieder deutlich an Fahrt gewonnen. Mit einer Bevölkerung von 500 Millionen Menschen bietet sich ein erhebliches Wachstumspotenzial, insbesondere im Logistikbereich und damit auch für den Ländergrenzen überschreitenden Schienengüterverkehr.Trotz anhaltenden Preisdrucks konnte Schenker Transport und Logistik seinen Umsatz in allen Sparten gegenüber dem Vorjahr deutlich steigern. Dr. Karl- Friedrich Rausch, Vorstand Transport & Logistik und DB Mobility Logistics AG, zieht in unserem Leitartikel ein Resümee bezüglich der Situation von DB Schenker, das deutlich über die rein wirtschaftliche Betrachtung hinausgeht. So leistet DB Schenker als integraler Bestandteil der Deutschen Bahn AG beispielsweise einen nennenswerten Beitrag zum Erreichen der Klimaziele.Mit weiteren Artikeln zur Nachhaltigkeit und dem Wandel im Frachtgeschäft (Stichworte: Nachfrageentwicklung, Containerverkehr, Preisentwicklung), auch aus Sicht außerhalb des Konzerns Deutsche Bahn, runden wir die Sicht auf den Themenschwerpunkt Logistik ab.Mit einem Bericht über die marokkanische Bahn setzen wir darüber hinaus unsere Reihe Bahnen der Welt fort.Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen dieser und anderer Themen.
DB Schenker ist ein integraler Bestandteil der DB AG
Die DB und DB Schenker sind richtig aufgestellt: Dieses Fazit können wir aus der Wirtschaftskrise und dem jüngsten Aufschwung ziehen. Der integrierte Konzern verleiht Stabilität und schafft Synergien. DB Schenker behauptet sich klar als integraler Bestandteil der Deutschen Bahn. Auch innerhalb des Ressorts schreitet die Integration voran. DB Schenker Rail und DB Schenker Logistics arbeiten Hand in Hand, bieten gemeinsame Lösungen, Kundenbetreuung und Kompetenz. Mit rund 90.000 Beschäftigten in 130 Ländern erwirtschaftete das Transport und Logistik-Ressort 2010 einen Umsatz von 18,9 Milliarden Euro – mehr als die Hälfte des Gesamtumsatzes des Deutsche Bahn Konzerns.
Transport- und Logistikmärkte zurück auf Wachstumskurs
Der weltweite Handel nahm im vergangenen Jahr dank des anziehenden Wirtschaftswachstums wieder deutlich an Fahrt auf. In Deutschland konnte von der gestiegenen Transportnachfrage insbesondere die Schiene profitieren.
Perspektiven für den EU-Schienengüterverkehr
Nach einem fast zwei Jahre dauernden Gesetzgebungsverfahren trat am 9. November 2010 die Verordnung (EU) Nr. 913/2010 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 22. September 2010 zur Schaffung eines europäischen Schienennetzes für einen wettbewerbsfähigen Güterverkehr in Kraft. Die Kommission begründete diese Gesetzesinitiative insbesondere damit, dass die Zusammenarbeit der Infrastrukturbetreiber im grenzüberschreitenden Güterverkehr bislang unzureichend sei. Abhilfe sollen zunächst neun grenzüberschreitende Güterverkehrskorridore schaffen, auf denen die betroffenen Infrastrukturbetreiber in bestimmten Handlungsfeldern zu einer verstärkten Zusammenarbeit verpflichtet werden.
Frachtgeschäft befindet sich in einer Phase des Wandels
Wie ist die Transportbranche durch die Finanz- und Wirtschaftskrise gekommen? Nach den schweren Turbulenzen 2008/2009 zeichnet sich mittlerweile eine Erholung ab, aber ist diese auch nachhaltig? Welche Schlussfolgerungen wurden aus der Krise gezogen und welche Trends resultieren daraus?
Der Teufel steckt häufig im Detail
Der Blick in den aktuellen Liberalisierungsindex 2011 zeigt, dass
es in Europa noch erhebliche Unterschiede bei der Öffnung der Schienengüterverkehrsmärkte gibt. Während Deutschland nach Schweden, den Niederlanden und Belgien mit Rang vier eine führende Position bescheinigt wird, haben andere Länder noch erheblichen Nachholbedarf beim Abbau von gesetzlichen und praktischen Markteintrittsbarrieren.
Container am laufenden Band
Die Hamburger Hafen und Logistik AG setzt beim Ausbau ihres Hinterlandnetzwerks auf ökonomisch und ökologisch sinnvolle Transportkonzepte des Kombinierten Verkehrs Schiene-Straße. Wie schon zwischen dem Hamburger Hafen und Prag mit regelmäßigen Schienenanbindungen an die Destinationen in Tschechien und der Slowakei sollen die heutigen Zugsysteme zwischen Hamburg und Polen zu Shuttleverbindungen ausgebaut werden, die mehrmals täglich zwischen den Wirtschaftszentren pendeln.
Der eurasische Güterverkehr soll effizienter werden
Bürokratische und juristische Beschränkungen hemmen derzeit noch die Entwicklung des Eisenbahngüterverkehrs zwischen Asien und Europa und schmälern die wichtige Rolle der Eisenbahn bei der nachhaltigen wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung der beiden Kontinente. So lautet die Botschaft des 8. Internationalen Güterverkehrskonferenz der Organisation für die Zusammenarbeit der Eisenbahnen (OSShD), die Ende Mai im Rahmen der Internationalen Transportwoche im ukrainischen Odessa stattfand.
Ladeinfrastruktur für die vernetzte Mobilität
Für den Betrieb elektrischer Straßenfahrzeugflotten ist die Ladeinfrastruktur von zentraler Bedeutung. DB Energie entwickelt Ladestandorte im halböffentlichen Raum und Stromprodukte für die Elektromobilität von Morgen. Mit Leihfahrzeugen von e-Flinkster, dem Elektro-Carsharing der Deutschen Bahn, ist sie bereits heute erfahrbar. Der Beitrag bildet die Grundlage zur vernetzten Mobilität der DB AG.