Deine Bahn 08/2006
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Inhalt
Editorial
Systemverbund Bahn
Infrastruktur
Ausbildung Prüfung und Beruf
Blick in die Ausgabe
Editorial 08/2006
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
wenn vom Kerngeschäft der Deutschen Bahn AG die Rede ist, denkt man meist an die Bereiche Fahrweg, Güterverkehr und Personenverkehr sowie an Station & Service. Darüber hinaus gibt es jedoch noch ein Geschäftsfeld, ohne das die zuvor Genannten Ihre Leistungen nicht oder mit Qualitätseinschränkungen erbringen könnten – das Geschäftsfeld DB Dienstleistungen.
Zu diesem Geschäftsfeld zählen ca. 30.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich auf sieben Bereiche mit jeweils speziellen Aufgaben verteilen:
1. DB Systems, IT-Dienstleister der Bahn,
2. DB Telematik, Betreuer im Bereich Telekommunikationslösungen,
3. DB Kommunikationstechnik, Spezialist für Sicherheits-, Informationsund Automatensysteme,
4. DB Sicherheit, Bündelung von Sicherheitsfunktionen im öffentlichen Verkehrsraum,
5. DB Services, Facility Management, Fahrzeugreinigung, Vegetationspflege, Baustellensicherung uvm.,
6. DB Fahrzeuginstandhaltung, Revision, Umbauten und Modernisierung von Schienfahrzeugen sowie
7. DB Fuhrpark, Mobilitäts- und Flottenmanagement für den Bereich Straße.
Die Bündelung aller Dienstleister unter einem Dach und die damit verbundene Möglichkeit einer einheitlichen Steuerung und Führung der Gesellschaften zielt darauf ab, die Prozesse effizienter miteinander zu verzahnen und Synergieeffekte für den Bahnkonzern zu erzielen. In einem „Systemhaus“ werden von bahnkundigen Mitarbeitern wettbewerbsfähige Leistungen im Konzern erbracht. Gleichzeitig können durch Ausbau des externen Umsatzes Deckungsbeiträge für den Konzern erwirtschaftet und vorhandene Kapazitäten besser ausgelastet werden.
Dr. Lutz Bücken, Vorsitzender der Geschäftsführung der DB Dienstleistungen GmbH und Generalbevollmächtigter für die DB AG zieht in unserem Leitartikel eine Zwischenbilanz über die Ergebnisse von drei Jahren Geschäftsfeld Dienstleistungen. Er erläutert dabei auch die Rahmenbedingungen, z. B. des Kontrahierungsgebots.
Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen unserer neuesten Ausgabe.
Mit besten Grüßen
Ihr Redaktionsteam Deine Bahn
DB Dienstleistungen senkt Kosten und ist fit für den Wettbewerb
Mit der Weiterentwicklung der Konzernstruktur wurden Anfang 2005 die bisherigen fünf Unternehmensbereiche Personenverkehr, Transport und Logistik, Fahrweg, Personenbahnhöfe und Dienstleistungen zu den drei Ressorts „Personenverkehr“, „Transport und Logistik“ sowie „Infrastruktur und Dienstleistungen“ zusammengefasst. Die Bezeichnung des neuen Ressorts „Infrastruktur und Dienstleistungen“ macht deutlich, dass die Dienstleister nach wie vor zum Kerngeschäft der Bahn gehören. Auch an der durch den Konzernvorstand formulierten Aufgabenstellung für den Dienstleisterbereich hat sich dadurch nichts geändert.
Deutsche Bahn macht Schule
Enge Zusammenarbeit dokumentiert: Kooperationsvertrag zwischen der Elm-Asse-Schule (Haupt- und Realschule) in Schöppenstedt und der DB Regio AG Niedersachsen/Bremen im Oktober 2005.
Betriebswirtschaftliche Planung und Steuerung
Noch im laufenden Geschäftsjahr 2006 werden die Planungen für das Jahr 2007 entwickelt. In diesem Beitrag geht es jedoch nicht um technische Planungen oder Produktionsplanungen (bei der Deutschen Bahn AG der Fahrplan), sondern um Planungsinhalte aus dem Controllingbereich des Unternehmens. Dabei spielen die Kostenstellenplanung und die Ergebnisplanung des Gesamtkonzerns tragende Rollen.
Nederlandse Spoorwegen NS
Die ehemalige niederländische Staatsbahn Nederlandse Spoorwegen (NS) hat den meisten ihrer europäischen Partnerbahnen einiges voraus – in punkto Restrukturierung. Im Jahr 2000 gliederte die NS ihre Schienengüterverkehrsaktivitäten in das deutsch-dänisch-niederländische Gemeinschaftsunternehmen Railion aus. Da die NS 2003 ihre Güterverkehrsanteile an die Deutsche Bahn AG verkauft hat, steht die niederländische Bahn nur noch für Personennah- und -fernverkehr auf der Schiene.
Das neue Mobile Terminal MT2
Für die Zugbegleiter im Fernverkehr und die Kundenbetreuer im Nahverkehr war die Einführung des Mobilen Terminals vor einigen Jahren ein wichtiger Schritt zu besserem und einfacherem Service im Zug. Das Erstellen von Fahrscheinen, die Abrechnung und zahlreiche andere Funktionen machten das Mobile Terminal zu einem unersetzlichen Helfer im Umgang mit dem Kunden. Doch die Anforderungen an ein Mobiles Verkaufsterminal entwickelten sich weiter. Mobile Informationssysteme, Kreditkartenleser, Scanner für Barcodes und viele andere täglich von Kunden geforderte Funktionen kamen hinzu und wurden auch im Zug benötigt. Diesen Entwicklungen konnte das vorhandene Mobile Terminal nur bedingt angepasst werden. So wurde die Entscheidung getroffen, die Zugbegleiter und die Kundenbetreuer mit dem neuen MT2 (Mobiles Terminal 2) von der Firma „Casio“ auszustatten.
Der nachfolgende Artikel beschreibt das neue MT2 und gibt einen Einblick in die Funktionsweise. Im Teil 2 in der Septemberausgabe von „Deine Bahn“ werden die Themen „Online-Ticket“, „Verbünde“ und „Hafas“ vertieft.
Container
Das Transportmittel Container gewinnt im Welthandel immer stärker an Bedeutung. Heute werden schon 70 Prozent aller Stückfrachten im Container transportiert. Allein im letzten Jahr wurden von den Reedereien 356 Millionen Container mit Schiffen transportiert.
Neben erheblich kürzeren Umschlagzeiten bietet der Container den Vorteil, dass die Waren beim Wechsel des Verkehrsmittels nicht mehr umgeladen werden müssen. Die Einführung des genormten ISO-Containers führte dazu, dass der Umschlag weitgehend automatisiert erfolgen kann. Die standardisierten Containermaße führen zu einer besseren Raumausnutzung bei Lagerung, Umschlag und im Schiff.
Das Eisenbahn-Betriebsfeld Darmstadt
DB Training ist mit der Technischen Universität Darmstadt (TUD) und dem gemeinnützigen Verein Akademischer Arbeitskreis Schienenverkehr e.V. (AKA Bahn) eine Kooperation eingegangen, mit dem Ziel das neue „Eisenbahn-Betriebsfeld Darmstadt“ zu errichten, mit dessen Hilfe der tägliche Bahnbetrieb realistisch simuliert werden kann. Im folgenden Beitrag werden die technologischen und betrieblichen Grundlagen sowie die vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten im Eisenbahn-Betriebsfeld Darmstadt dargestellt.
Datenversorgung von EBuLa über GSM-R
Dieser Beitrag beschäftigt sich mit der Weiterentwicklung des Verfahrens zur Führerraumanzeige der Fahrplandaten bei der DB AG.
Das Konzept der Ablösung der Datenversorgung des Verfahrens unter Nutzung der Funktionalität Datenfernübertragung (DFÜ) von GSM-R wird erläutert, Sachstand und weiteres Vorgehen werden vorgestellt.