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Blick in die Ausgabe

Editorial

Editorial 08/2009

Liebe Leserinnen, liebe Leser,ein Schwerpunkt dieser Ausgabe befasst sich mit Themen der Aus-, Fort- und Weiterbildung. Dabei stellen wir Ihnen einen weiteren Lehrstuhl für Eisenbahnthemen an einer Hochschule vor, das Institut für Verkehrswesen, Eisenbahnbau und -betrieb (IVE) der Technischen Universität Braunschweig. Im Zuge der Realisierung der Beschlüsse von Bologna zur Harmonisierung der europäischen Bildungsabschlüsse wurden die Studiengänge dort bereits auf das Bachelor-/Mastersystem umgestellt. Dadurch wird die Dauer der Studiengänge verkürzt und eine europaweite Vergleichbarkeit akademischer Qualifikationen gewährleistet. Durch die Themen führt Sie der Leiter des Instituts, Herr Professor Dr.-Ing. Thomas Siefer.Der Vermittlung eisenbahnbetrieblicher Kompetenzen für die mittlere Führungsebene von Bahnen widmet sich die Staatliche Fachschule für Bau, Wirtschaft und Verkehr in Gotha. Neben den Kernthemen in den Bereichen Betriebsführung und Betriebsleitung, verkehrsbetriebliche Planungsprozesse und Infrastrukturplanung werden dort im Rahmen einer beruflichen Aufstiegsausbildung für praxiserfahrene betriebliche Mitarbeiter/-innen profunde Kenntnisse der rechtlichen, betriebs- und volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen vermittelt.Die Fachschule wird vorgestellt von ihrem Leiter, Herrn Dipl.-Ing. Wilfried Höhne, und dem Fachrichtungsleiter Verkehrstechnik, Herrn Dipl.-Ing. Rolf Zeranski. Aus dem Bereich Mitarbeiterqualifizierung bei der Deutschen Bahn AG informieren wir Sie über die Aus- und Weiterbildung für Disponenten der Transportleitungen und Leitstellen bei DB Regio sowie eine Anpassungsfortbildung für betriebliche Infrastrukturplaner bei der DB Netz AG.Weitere Themen dieser Ausgabe sind unter anderem Interoperabilität im Eisenbahnverkehr und High-Speed-Logistik für verderbliche Waren.Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen dieser und anderer Themen unserer neuesten Ausgabe.Mit besten Grüßen, Ihr Redaktionsteam Deine Bahn

Artikel

Technische Universität Braunschweig

Die Eisenbahn ist einer der bedeutendsten Verkehrsträger. Ihre systemimmanenten Stärken sind die Beförderung von vielen Reisenden oder der Transport von großen und schweren Lasten über lange Strecken. Zu den so genannten primären Systemmerkmalen der Eisenbahn gehören der geringe Rollwiderstand aufgrund der Materialpaarung Stahlrad – Stahlschiene und die Spurführung im Schienenkanal. Daraus resultieren unter anderem eine hohe Umweltfreundlichkeit durch den vergleichsweise niedrigen Energieverbrauch und ein hoher realisierbarer Sicherheitsgrad. Diese Stärken deutlich hervorzuheben, auszubauen und vermeintliche Schwächen zu verringern, sind die übergeordneten Hauptziele des IVE. Durch die eigene Arbeit im Bereich von Forschung und Lehre möchte das IVE dazu beizutragen, so viel Verkehr wie möglich für die Schiene zu gewinnen.

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Aufstiegsausbildung an der Fachschule Gotha

Der Bedarf an qualifizierten Fachkräften in der mittleren Führungsebene von Bahnen ist in den letzten Jahren auch durch die Marktöffnung im Schienenverkehr stetig angewachsen. Die Anforderungen an betriebliche Führungspersonale erfordern eine generalisierte Sicht auf den Prozess. Dabei sind vor allem die eisenbahnbetrieblichen Kompetenzen sicher zu stellen und durch profunde Kenntnisse der rechtlichen, betriebs- und volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie der wettbewerblichen Situation zu untersetzen.

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Istanbul: Eine Stadt entdeckt den Schienenverkehr

Istanbul ist nicht nur die größte Stadt der Türkei, sondern auch die einzige Metropole auf zwei Kontinenten. Der Bosporus – der das Schwarze Meer mit dem Mittelmeer verbindet – trennt die Stadt in einen europäischen und asiatischen Teil. Rund 15 Millionen Menschen leben heute zu beiden Ufern der Meerenge und die Metropole wächst unaufhaltsam weiter. Die Folge: Die Stadt erstickt am Verkehr. Zur Rush-Hour sind sämtliche Straßen chronisch überlastet oder verstopft.
Der schienengebundene Nahverkehr ist für eine Stadt dieser Größe bisher noch äußerst bescheiden. Die wenigen bisher vorhandenen Linien decken nur einen kleinen Teil der Verkehrsbedürfnisse der Stadt und ergänzen sich einander nur selten. Aufgrund der dominierenden Rolle des Busverkehrs ist auch der Eisenbahnfernverkehr von untergeordneter Bedeutung.

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Interoperabilität im Eisenbahnverkehr in Europa

Grenzenloses Reisen in Europa? Noch vor einem Vierteljahrhundert unvorstellbar, heute alltäglich. Mit dem Auto nach Italien oder Spanien – kein Zoll, keine Passkontrolle.Auch die Eisenbahnen sollen nach dem Willen der Europäischen Union ein internationales Reise- und Transportmittel werden, um den Schienenverkehr im europäischen Markt zu stärken. Allerdings sind hier – im Gegensatz zu einer Autofahrt – noch technische Besonderheiten der jeweiligen Eisenbahnen zu berücksichtigen. Um mit einem Zug von Deutschland nach Italien zu fahren, müssen unter anderem die Sicherheitseinrichtungen, Stromstärken, Ausrüstungsgegenstände an die technischen Besonderheiten des jeweiligen Landes angepasst sein. Im Zuge dieser Entwicklung hat die Europäische Union Richtlinien für die Interoperabilität einschließlich der entsprechenden technischen Voraussetzungen herausgegeben.

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Systemwechsel

Parallel zum politischen Zusammenwachsen der Länder innerhalb der EU steigt auch der Waren- und Dienstleistungsverkehr weiter an. Da heute bei einem wesentlich höheren Anteil am Modal Split (70 Prozent Straße gegenüber 15 Prozent Schiene) das relative Wachstum auf der Straße dennoch stärker ausfällt als auf der Schiene, muss für eine Verlagerung auf die Schiene erheblich gegengesteuert werden. Die Liberalisierung und die technische Harmonisierung der Eisenbahnen in Europa sind dabei wichtige Schlüssel für die Zielerreichung. Dazu ist es erforderlich, dass Bahnverkehr künftig nach einheitlichen technischen Regeln funktioniert.

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Voith Diesellokomotiven mit hydrodynamischer Leistungsübertragung

Nach dem Ende einer langen Beschaffungsperiode dieselhydraulischer Schienenfahrzeuge durch die DB und dem Aufkommen der Drehstromtechnik schien es längere Zeit, als habe die Dieselhydraulik – zumindest in Deutschland – nur noch wenig Chancen auf einen verbreiteten Einsatz bei modernen und leistungsstarken Lokomotiven. Die neue Lokomotivfabrik Voith Turbo Lokomotiv Technik (VTLT) in Kiel zeigt durch neue Lokomotivtypen und herausragende Erfolge, dass die Frage nach der optimalen Leistungsübertragung bei Diesellokomotiven wieder einmal neu beurteilt werden muss.

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Die Schienenkrane der DB-Notfalltechnik

Bei der Deutschen Bahn bzw. deren Rechtsvorgängerin befinden sich seit dem Jahre 1975 Schienenkrane im Bestand, die speziell für Notfall-Einsätze konzipiert worden sind. Dieser Beitrag beschreibt die Fahrzeuge und deren Besonderheiten.

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Aus- und Weiterbildung für Disponenten der Transportleitungen und Leitstellen

Die Disponenten der Transportleitungen und Leitstellen müssen täglich unterschiedlichste Störungen konzentriert und kompetent bewältigen. Häufig geht Ihre Arbeit mit einem hohen Zeitdruck einher. Um die Interessen der Kunden zu wahren, müssen Züge ad hoc unter der Berücksichtigung personeller, fahrzeugtechnischer und infrastruktureller Gegebenheiten disponiert werden. Um die Mitarbeiter für diese anspruchsvolle Aufgabe zu trainieren, hat DB Regio ein umfassendes Qualifizierungssystem entwickelt, welches im Bereich Weiterbildung (Training on the job) bereits umgesetzt ist und für das Gebiet Basisausbildung gerade aufgebaut wird.

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