Deine Bahn 08/2011
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Inhalt
Editorial
Systemverbund Bahn
- Speichertechnologien für den Schienenverkehr der Zukunft
- Lärmminderungsstrategien der Deutschen Bahn
- Die Bahnstromtechnik im Wandel der Zeit
- Nachhaltigkeitsbeispiel Green IT
- Nachhaltigkeit bringt wirtschaftlichen Erfolg
- Veränderte Rahmensetzungen als Chance für die Bahn?
- Feldversuch mit Riesen-LKW weiter heftig umstritten
Personenverkehr
Infrastruktur
Ausbildung Prüfung und Beruf
Blick in die Ausgabe
Editorial 08/2011
Liebe Leserinnen, liebe Leser, vom Jahr 2014 an wird die Deutsche Bahn AG Strom aus insgesamt 14 Wasserkraftwerken des Energiekonzerns RWE beziehen: Das haben die Vorstandsvorsitzenden der beiden Unternehmen, Dr. Rüdiger Grube und Dr. Jürgen Großmann, vor wenigen Tagen bekannt gegeben. Mit dieser Vereinbarung kommt die Bahn ihren ambitionierten Klimaschutzzielen ein gutes Stück näher und dokumentiert darüber hinaus die wachsende Bedeutung nachhaltiger Unternehmenspolitik, um wirtschaftlich erfolgreich zu bleiben. Welche Maßnahmen und Strategien die Bahn einsetzt, um Nachhaltigkeit und Energieeffizienz zu fördern, dokumentiert die vorliegende Ausgabe der Zeitschrift Deine Bahn.In unserem Leitartikel beschreibt Dr. Hans-Jürgen Witschke, Vorsitzender der Geschäftsführung der DB Energie GmbH, die zentrale Bedeutung grünen Stroms als Energieträger der Zukunft für Mobilität. Neben der Wasserkraft sieht Witschke dafür auch die Windenergie als wichtiges Standbein der Energieversorgung.Wie regenerative Energiequellen, die wie die Windkraft nicht immer in gleichem Maße zur Verfügung stehen, gespeichert werden können, ist deshalb eine bedeutende Forschungsaufgabe: Birgit Carlstaedt, Leiterin des Energie- und Beschaffungsmanagement der DB Energie und Peter Westenberger, Leiter Nachhaltigkeits- und Umweltinformation beim Umweltzentrum der DB AG, beschreiben in einem ergänzenden Artikel, wie der DB Konzern die Entwicklung von solchen Speichertechnologien unterstützt. Außerdem stellt Martina Fleckenstein, Leiterin Betrieblicher Umweltschutz der DB AG, die Lärmminderungsstrategien der Deutschen Bahn vor.Weitere Beiträge zu den Themen Energierückgewinnung, Green IT und Green Logistics runden unseren Schwerpunkt zu Nachhaltigkeit und Energieeffizienz ab.Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen dieser und anderer Themen.
Strom ist im Verkehrssektor der optimale Energieträger
Strom gilt derzeit als der Energieträger der Zukunft für Mobilität. Automobilhersteller präsentieren publikumswirksam ihre Elektroautos und die gesamte damit zusammenhängende Branche wird als innovativ angesehen. Dabei wird leicht übersehen, dass die Bahnen Elektromobilität bereits seit über 100 Jahren erfolgreich betreiben.
Speichertechnologien für den Schienenverkehr der Zukunft
Sonne, Wind und Wasser sind die Energiequellen der Zukunft – und Strom der ideale Endenergieträger im Verkehrssektor. Um beides zusammen zu bringen, unterstützt die DB die Entwicklung von Speichertechnologien für fluktuierende regenerative Energiequellen. Das Hybridkraftwerk der Enertrag AG in Prenzlau wird aus dem „Neuanlagenbonus“ der besonders grünen CO2-freien Bahntickets unterstützt. Die innovative Technologie speichert die Energie aus Windstrom und sorgt auch bei Flaute für Versorgungssicherheit.
Lärmminderungsstrategien der Deutschen Bahn
Kein Verkehrsträger kann den wachsenden Mobilitätsbedarf der Gesellschaft nachhaltiger decken als die Schiene. Niedriger Energieverbrauch und geringe CO2-Emissionen sind anerkannte positive Umweltfaktoren. Mehr Verkehr auf die Schiene setzt aber voraus, dass das größte Umweltproblem der Bahn, ihre Lärmemissionen, insbesondere die des nächtlichen Güterverkehrs, konsequent reduziert werden.
Die Bahnstromtechnik im Wandel der Zeit
Die jüngsten Kinder der Bahnstromversorgung in Deutschland sind die neuen Umrichterwerke der DB Energie GmbH. Sie sind gleichzeitig aber auch weitere Mitglieder in der Familie der modernen leistungselektronischen Systeme, die seit etwa 20 Jahren schrittweise die traditionelle Technik der Bahnstromerzeugung verdrängen. Dieser Zeitraum ist eine vergleichsweise kurze Zeitspanne, wenn man sich vor Augen hält, dass die ersten Versuche der elektrischen Traktion auf Vollbahnen schon in den letzten Jahren des 19. Jahrhunderts begonnen hatten.
Effiziente Energieverwendung bei DB Fernverkehr
Die Eisenbahn kann durch eine weitere Verbesserung ihrer Energieeffizienz einen bedeutenden Beitrag zur Reduzierung des Energieverbrauchs leisten. Da die Deutsche Bahn AG zirka 90 Prozent ihrer Traktionsleistungen elektrisch erbringt, hat die Einsparung von elektrischer Energie dabei besondere Priorität.
Vorausschauend fahren – nachhaltig sparen
Neben Material, Wartung und Reparatur ist Kraftstoff ein wichtiger Kostenfaktor für Transportunternehmen. Jeder eingesparte Liter zahlt sich in der Summe aus – insbesondere vor dem Hintergrund ständig steigernder Kraftstoffpreise. Bis zu 20 Prozent des Spritverbrauchs lassen sich durch wirtschaftliche Fahrweise einsparen. Wie, das können Lastkraftfahrer in Eco-Trainings von DB Training erfahren. In eintägigen Lehrgängen wird den Fahrern theoretisches und vor allem praktisches Know-how mit auf die Reise gegeben. Rechtzeitig vom Gas gehen, per Tempomat im Verkehr mitschwimmen, den Schwung über die Kuppe mitnehmen – vorausschauendes Fahren und richtiger Einsatz der vorhandenen Fahrzeugtechnik sparen Sprit, Zeit und Nerven. Zudem entlastet es die Umwelt. Denn durch geringeren Kraftstoffverbrauch und weniger Verschleiß werden auch wesentlich weniger Schadstoffe produziert. Der folgende Beitrag gibt einen Einblick in den Eco-Trainingsalltag.
Photovoltaikanlagen auf bayerischen Bahnhofsdächern
Jeder kennt inzwischen Photovoltaikanlagen. Egal, ob auf Dächern oder im Taschenrechner. Ein Projekt der DB Station&Service AG im Jahr 2009 war die wirtschaftliche Nutzung von Bahnhofsdächern für diese Technik. Der folgende Beitrag ist ein Erfahrungsbericht aus diesem Projekt und eine Erläuterung der Punkte, die bei der Installation einer Photovoltaikanlage auf einem Bahnhofsdach zu berücksichtigen sind.
Nachhaltigkeit bringt wirtschaftlichen Erfolg
Europäische Unternehmen sehen Nachhaltigkeit als kritischen Erfolgsfaktor für ihr zukünftiges Wirtschaftswachstum – das zeigen die Ergebnisse einer aktuellen Studie der Management- und Technologieberatung BearingPoint. Demnach stufen mehr als zwei Drittel von rund 500 befragten Unternehmen in Europa nachhaltige Maßnahmen in Beschaffung, Produktion und Logistik als wirtschaftlichen Erfolgsfaktor ein. Nach wie vor kommt der Logistik dabei eine besondere Rolle zu.