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Blick in die Ausgabe

Editorial

Editorial 09/2004

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

die Eisenbahn ist bekanntermaßen eines der sichersten Verkehrsmittel. Sie besitzt darüber hinaus systembedingt Vorteile, die sie befähigen, ihre Beförderungsleistungen umweltverträglicher zu erbringen als die meisten anderen Verkehrsträger. Der vom Gesetzgeber mit der Bahnreform angestrebte Effekt, mehr Verkehr auf die Schiene zu verlagern, ist also nicht nur ein logistisches Ziel, sondern dient auch dem Umweltschutz. Die Umweltfreundlichkeit des Verkehrsmittels Bahn bezieht sich dabei nicht nur auf die Klimaschutzbilanz, zum Beispiel auf die CO2-Emissionen oder auf die eingesetzte Primärenergie je Fahrgast bzw. je Tonne Frachtgut. Weitere wesentliche Umweltaspekte sind beispielsweise der im Verhältnis zur Transportmenge geringe Flächenverbrauch des Systems Bahn, geringer Ausstoß an Luftschadstoffen, verbesserte Gewährleistung von Gewässer- und Bodenschutz sowie in immer stärkerem Maße auch verbesserter Lärmschutz. Umweltschutz ist dabei trotz aller Systemvorteile auch bei der Eisenbahn nicht zum Nulltarif zu haben. So wendet beispielsweise die Deutsche Bahn AG für Umweltschutz jährlich einen hohen dreistelligen Millionenbetrag auf. Die Aufwendungen für den Umweltschutz dienen jedoch nicht nur dem Image der Bahn. Die Umweltvorteile des Systems Bahn können sich aber auch positiv auf das Erreichen der unternehmerischen Ziele der Eisenbahnunternehmen auswirken. Einerseits sparen Aufwendungen in moderne Fahrzeuge bzw. Fahrzeugkomponenten auch Kosten für Primärenergie, für Lärmschutzeinrichtungen an der Strecke usw. aber auch bezüglich der Besteuerung. Darüber hinaus spielt für eine größer werdende Zahl Kunden die Umweltfreundlichkeit eine Rolle bei Ihrer Entscheidung für das System Bahn. Konsequenter Umweltschutz kann damit auch zum komparativen Wettbewerbsvorteil werden. Der weitere Ausbau und die aktive Nutzung von umweltverträglichen Produkten und Leistungen kann den Bahnen damit nicht nur wirtschaftliche Chancen, sondern auch die Möglichkeit einer Einflussnahme auf die Gestaltung politischer Rahmenbedingungen, insbesondere im Umweltbereich bieten. In unserem Leitartikel beleuchtet Joachim Kettner, Leiter des Bahn-Umwelt-Zentrums der Deutsche Bahn AG, unter dem Titel „Vom Kostenrisiko zur unternehmerischen Chance“ das Spannungsfeld Umweltschutz. Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen unserer neuesten Ausgabe.

Mit besten Grüßen
Ihr Redaktionsteam Deine Bahn

Artikel

Geleitwort von Dr. Norbert Bensel

Liebe Auszubildende, Sie starten Ihren Weg ins Berufsleben bei der Bahn – zum Ausbildungsbeginn am 1. September 2004 möchte ich Sie ganz herzlich begrüßen. Mit der Wahl für eine Berufausbildung bei der Deutschen Bahn haben Sie sich entschieden, in einem der führenden Mobilitäts- und Logistikdienstleistungsunternehmen Europas zu lernen und zu arbeiten. Die Bahn braucht motivierten und engagierten Nachwuchs, der unser Unternehmen verstärkt und seine Zukunft sichert. Als einer der größten Ausbilder in Deutschland bietet die Bahn moderne und faszinierende Zukunftsberufe – natürlich sowohl im gewerblich-technischen, serviceorientierten- kaufmännischen sowie bahnspezifischen Bereich als auch auf dem IT- Sektor. Neben einer qualitativ hochwertigen Ausbildung bietet Ihnen die Bahn eine attraktive Vergütung und viele Sozialleistungen wie beispielsweise Freifahrten, vermögenswirksame Leistungen und das Job-Ticket. Die Bahn bildet Ihre Auszubildenden aber nicht nur fachlich hervorragend aus. Sie fördert und fordert schon beim Nachwuchs Selbstständigkeit, Kundenorientierung, unternehmerisches Handeln und Teamgeist. Die Ausbildung ist geprägt von der Vermittlung von Lern- und Methodenkompetenz sowie Sozialkompetenz, die in Form moderner und innovativer Ausbildungskonzepte vermittelt wird. Alle Bahn-Azubis nehmen beispielsweise während ihres ersten Lehrjahres am Projekt „Bahn-Azubis geben Hass und Gewalt“ teil. Ziel dieses Projektes ist es, bereits zu Beginn des Berufslebens für ein friedliches und tolerantes Miteinander zu sensibilisieren und Zivilcourage und gegenseitigen Respekt zu fördern. Diese Prinzipien sind fester Bestandteil des Unternehmensleitbildes der Bahn, die so von Anfang an aktiv gelebt werden. Nach Abschluss der Berufsausbildung werden vor allem diejenigen übernommen, deren theoretische und praktische Leistungen ausgezeichnet sind und für die Engagement, Flexibilität und Mobilität eine Selbstverständlichkeit sind. Es stehen an vielen Standorten und in allen Unternehmensbereichen der Bahn interessante Arbeits- und Entwicklungsmöglichkeiten zur Verfügung. Beispielsweise können sich unsere Mitarbeiter über die Akademie für internationale Mobilität berufsbegleitend mit staatlich anerkannten Abschlüssen weiterqualifizieren. Zusätzlich sichern die überdurchschnittlichen Wachstumspotenziale im europäischen Verkehrsmarkt bei der Deutschen Bahn Übernahmechancen und breite Einsatzmöglichkeiten. Das Wissen und Engagement unserer Auszubildenden ist ein maßgeblicher Wettbewerbsfaktor für unser Unternehmen und seine Zukunftsfähigkeit. Wir freuen uns daher, Sie bei der Bahn begrüßen zu dürfen. Für Ihren Ausbildungsstart und Ihren künftigen Berufsweg bei der Bahn wünsche ich Ihnen alles Gute und viel Erfolg. Dr. Norbert Bensel, Personalvorstand der Deutschen Bahn AG

Artikel

Spannungsfeld Umweltschutz

Die Bahn besitzt systembedingte Vorteile, die es ihr ermöglichen, ihre Transport- und Beförderungsleistung vergleichsweise umweltverträglicher zu erbringen als ihre Wettbewerber auf der Straße und dem Wasser sowie in der Luft.

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95 Jahre Eisenbahnfährverbindung Saßnitz – Trelleborg

Eine der ältesten und wichtigsten Linien der deutsch-dänischen Reederei Scandlines feiert in diesem Jahr ihr 95-jähriges Bestehen. Die Eröffnung der Eisenbahnfährverbindung zwischen Saßnitz und Trelleborg am 6. Juli 1909 durch den deutschen Kaiser Wilhelm 11. und dem schwedischen König Gustav V. war die Geburtsstunde der so genannten „Königslinie“.

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Das Neue VertriebsSystem – NVS

Mit der Einführung von NVS wird der Verkaufsprozess durch übersichtliche Masken und eine einfache Systembedienung beschleunigt werden. Die Einführung von NVS in den Reisezentren bedeutet für unsere Verkäufer/-innen, sich mit der Anwendung und Bedienerunterstützung sowie den daraus resultierenden neuen Verkaufsprozessen intensiv vertraut zu machen, um nach der Umstellung auf alle verkaufsrelevanten Funktionen zugreifen zu können. In „Deine Bahn“ 8/2004 hatten wir die Rolloutplanung, die Vorteile für Kunden und Mitarbeiter sowie die Schichteröffnung und Teile der Hauptfensterfunktion beschrieben. In diesem Teil setzen wir die Systembeschreibung fort.

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Verkehrsmittel im europäischen Schienengüterverkehr

Grundsätzliche Einteilung der Güterwagen Die deutschen Eisenbahnen befördern Güter aller Art, die Güterwagen werden aber in der Regel von Railion zur Verfügung gestellt. Dabei muss sich Railion mit Ihren Güterwagen auf die Art der Güter und auf die Belade- und Entladeeinrichtungen ihrer Kundschaft einstellen. Dies wird realisiert über die Vorhaltung einer breiten Palette von „Wagen der Sonderbauart“ in Ergänzung zum Park der „Wagen der Regelbauart“. Daneben existiert eine Reihe von Spezialwagen. Die Anzahl der Güterwagen, die zurzeit von Railion vorgehalten werden belaufen sich auf ca. 120.000 Wagen.

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Mit Einfühlungsvermögen Kunden und Kollegen helfen

Im Jahr 2000 hat der Bahnvorstand beschlossen, mit der 100-prozentigen Bahntochter DB Rent ins externe Carsharing-Geschäft einzusteigen. Per Ausschreibung fiel im Frühjahr 2001 die Standortwahl der Servicezentrale auf Halle (Saale). DB Rent übernahm Know-how und Wissen der dortigen Carsharing-Zentrale und baute mit teilAuto den Standort kontinuierlich aus. Das Büro von teilAuto steht heute noch in der benachbarten Scharrenstraße 9. Am 6. Dezember 2001 ging schließlich DB Carsharing in Berlin und Frankfurt am Main an den Start. Bis heute sind es deutschlandweit 70 Städte mit über 600 Stationen, an denen täglich zirka 1.000 Auto-Buchungen bearbeitet werden. In Spitzenzeiten – beispielsweise samstags zwischen 9:00 Uhr und 13:00 Uhr – sind alle 1.500 verfügbaren Wagen unterwegs.

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Grundzüge des Projektmanagements – Teil 3

Das Projektmanagement ist ein wesentliches Führungs- und Organisationsinstrument des DB Konzerns. Die erfolgreiche Durchführung von Projekten leistet einen wichtigen Beitrag zum Konzernerfolg. Und die Leitung eines Projekts gehört zu den besten Wegen der Führungskräfte-Entwicklung, denn hier können alle Facetten des unternehmerischen Handelns, des Führungsverhalten und der sozialen Kompetenz weiter entwickelt werden. In einer fünfteiligen Reihe werden die allgemeingültigen Grundzüge des Projektmanagements vorgestellt. Damit ist das Ziel verbunden, in der Bahn über die Mindeststandards der Konzernrichtlinie Projektmanagement hinaus ein vertieftes Verständnis der Begriffe und Methoden des Projektmanagements zu schaffen. Dies ist der dritte Teil.

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Die Örtlichen Richtlinien zur Konzernrichtlinie 408.01 – 09 „Züge fahren und Rangieren“

Die Konzernrichtlinie 408.01 – 09 Züge fahren und Rangieren ist ein verbindliches Regelwerk für diejenigen Eisenbahnverkehrsunternehmen, welche mit dem Eisenbahninfrastrukturunternehmen DB Netz AG in einem vertragsrechtlichen Verhältnis zur Nutzung von Trassen oder anderen Eisenbahninfrastrukturanlagen stehen. Dabei kann die Konzernrichtlinie 408.01 – 09 nicht jeden betrieblichen Sachverhalt, der insbesondere auf örtliche Besonderheiten zurückzuführen ist, regeln. Deshalb werden dem Anwender der Konzernrichtlinie 408.01 – 09 zusätzliche Regeln, die wegen örtlicher Besonderheiten erstellt wurden, in einer betrieblichen Unterlage Örtliche Richtlinien zur Konzernrichtlinie 408.01 – 09 bekannt gegeben.

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