Deine Bahn 10/2008
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Blick in die Ausgabe
Editorial 10/2008
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
der Anteil älterer Menschen an der Gesamtbevölkerung nimmt ständig weiter zu. Dies hat auch Auswirkungen auf die Altersstruktur der Unternehmen. Noch vor wenigen Jahren schien die Verjüngung der Beschäftigtenstruktur gleichsam ein Ziel an sich zu sein. Mittlerweile ringen die Firmen darum, ihren Bedarf an Fachkräften aller Ebenen sicherzustellen und das erforderliche Know-how zu erhalten.
Diese grundsätzlichen Auswirkungen treffen auch auf die DB AG. Der Anteil älterer DB-Mitarbeiter an der Gesamtbelegschaft nimmt stetig zu. Nach einer Hochrechnung wird bis zum Jahr 2015 der Anteil der DB-Mitarbeiter mit einem Lebensalter von über 50 Jahren auf rund 60 Prozent der Gesamtbelegschaft steigen. Die DB erarbeitet deshalb derzeit Instrumente, um ihre Beschäftigten langfristig im Unternehmen zu halten, um so einem Fachkräftemangel vorzubeugen.
Norbert Hansen, Vorstand Personal der Deutschen Bahn AG, gab am 17. September den Startschuss zum Wettbewerb „Erfahrung DB“. Die Entscheidung fiel im Rahmen eines Kolloquiums einer gleichnamigen Human-Ressources-Initiative. Daran waren auch Vertreter des Konzernbetriebsrats, der Gewerkschaften Transnet und GDBA sowie der Sozialpartner Bahn-BKK, Stiftung BSW, DEVK Versicherungen, Sparda-Banken, VDES und dbgs („4Stars“) beteiligt.
Ziel der Initiative „Erfahrung DB“ ist es, die Beschäftigungsfähigkeit der DB-Mitarbeiter und -mitarbeiterinnen über das gesamte verlängerte Berufsleben hinweg zu erhalten und fördern. Es gilt, geeignete Instrumente zu entwickeln, die einem zu erwartenden Fachkräftemangel entgegenwirken und die Mitarbeiter langfristig ans Unternehmen binden.
Beispiele, die die Teilnehmer des Kolloquiums in Berlin gemeinsam erarbeitet haben, sind Qualifizierungsangebote bei DB Training wie „Führen von altersgemischten Teams“ oder der Leitfaden „Systematisches Know-how-Management in der DB“.
Um das Thema im Konzern noch besser bekannt zu machen, wurde jetzt ein Wettbewerb unter allen DB-Geschäftsfeldern gestartet. Prämiert werden die besten Konzepte und Praxisbeispiele, die sich mit dem demografischen Wandel und seinen Auswirkungen auf die DB auseinandersetzen.
Bewerber müssen ihre Beiträge in Form einer Foto- oder Video-Dokumentation bis zum 31. März 2009 einreichen. Eine Fachjury wird die Gewinner im Rahmen eines Personalleiter-Kongresses im Mai des kommenden Jahres auszeichnen.
Erfahrene Fachkräfte auf allen Ebenen benötigt die Deutsche Bahn AG, um ihr Ziel zu erreichen, das weltweit führende Mobilitäts- und Logistikunternehmen zu werden. Ein Teil dieser Welt liegt dabei recht dicht vor unserer Haustür. Um einen effizienten Betrieb von Bahnstrecken auch in der Region dauerhaft zu sichern und zu stärken sowie Kundenorientierung und Wirtschaftlichkeit zu fördern, wurden im Zuge der Mittelstandsoffensive im Jahr 2000 die Regionalnetze ins Leben gerufen. Henning Meyer, Leiter der Geschäftseinheit Regionalnetze in der DB Netz AG erläutert in unserem Leitartikel den Stand und die weitere Entwicklung unter dem neuen Signet ProNetz+ Regionalnetze.
Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen unserer neuesten Ausgabe.
Mit besten Grüßen,
Ihr Redaktionsteam Deine Bahn
Hohes Engagement für die regionale Infrastruktur
Eines der wichtigsten Unternehmensziele der Deutschen Bahn AG ist es, Mobilität in ganz Deutschland anzubieten – in den Ballungsgebieten wie auch in der Fläche. Um einen effizienten Betrieb von Bahnstrecken auch in der Region dauerhaft zu sichern und zu stärken sowie Kundenorientierung und Wirtschaftlichkeit zu fördern, wurden im Zuge der Mittelstandsoffensive im Jahr 2000 die Regionalnetze ins Leben gerufen. Die Regionalnetze sind als Geschäftseinheiten bei der DB Netz AG angesiedelt und umfassen ausschließlich die Infrastruktur.
Neues von der InnoTrans
Nach Welt-, Europa- und Deutschlandpremieren innovativer Bahntechnik, feierlichen Fahrzeugübergaben und zahlreichen Vertragsunterzeichnungen ist die siebte InnoTrans am 26. September 2008 in Berlin zu Ende gegangen. Insgesamt 86.519 Fachbesucher aus über 100 Ländern kamen zu der viertägigen Fachmesse für Verkehrstechnik nach Berlin, das sind über 25 Prozent mehr als bei der Veranstaltung vor zwei Jahren. Auch bei der Ausstellungsfläche (plus 50 Prozent) und bei der Ausstellerzahl (plus 20 Prozent) konnte die InnoTrans 2008 deutlich zulegen. Damit reiht sich die Leitmesse der internationalen Schienenverkehrstechnik unter die größten Technikmessen weltweit ein.
Benchmarking Innovationsmanagement: Was wir von Google lernen können
Innovation und Innovationsmanagement sind aktuell neben der Teilprivatisierung wichtige Themen für die Deutsche Bahn AG. Um die aktuelle Diskussion zu befruchten und von ausgewählten Unternehmen zu lernen, soll im Rahmen einer Artikelserie ein Blick über den Tellerrand der DB AG getan werden. Dieser und die folgenden Artikel zeigen die Kernelemente des Innovationsmanagements von Innovationsführern strukturiert auf. Wie das Innovationsmanagement bei Google funktioniert erfährt man in diesem ersten Artikel.
Der Katzenbergtunnel
Er ist das größte Einzelbauwerk der Ausbau- und Neubaustrecke Karlsruhe – Basel und einer der modernsten Eisenbahntunnel Europas: der Tunnel durch den Katzenberg. Die Fertigstellung des Tunnelrohbaus ist für 2009 vorgesehen. Der knapp 9,4 Kilometer lange Katzenbergtunnel führt in nordsüdlicher Richtung durch den Randbereich des Markgräfler Hügellandes und begradigt die Linienführung der alten Rheintalbahn im Bereich der Gebirgsformation „Isteiner Klotz“. Sein Nordportal liegt auf dem Gemeindegebiet von Bad Bellingen, im Süden endet der Tunnel auf dem Gebiet der Gemeinde Efringen-Kirchen.
Logistikmanagement
Ab sofort bietet die Akademie für internationale Mobilität (AiM) in Zusammenarbeit mit der Europäischen Fernhochschule Hamburg (Euro-FH) studieninteressierten Mitarbeitern den neuen Studiengang „Logistikmanagement“, der mit dem akademischen Grad eines Bachelor of Science (B.Sc.) abgeschlossen wird.
Oberleitungsmontagefahrzeuge
Spezielle Oberleitungsmontagefahrzeuge (OMF) stehen als hocheffektive Arbeitsmaschine für den Oberleitungsbau und deren Wartung zur Verfügung. Die Fahrzeuge werden in Anlehnung an die Richtlinien des Eisenbahnbundesamtes gebaut.
Dokumentvorlagen mit WORD 2003
Auch in den Zeiten moderner Medien wird nicht auf den konventionellen Schriftverkehr verzichtet. Im geschäftlichen und privaten Alltag müssen immer wieder Briefe für den Versand on paper geschrieben werden. Dies lässt sich mit dem Einsatz von Briefvorlagen und der Einhaltung einiger einfacher Regeln stark vereinfachen. In sechs Schritten wird die Erstellung und Verwendung von Dokumentvorlagen mit der Textverarbeitung WORD thematisiert. Beispiele zeigen verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten für ansprechende Briefvorlagen.
Corporate Governance: Verhaltensregeln für Unternehmensführung – für börsennotierte Unternehmen eine Selbstverständlichkeit?
Die Deutsche Bahn AG (DB AG) geht an die Börse. Mit dem Gang an den Kapitalmarkt gelangt das Unternehmen in einen neuen Fokus. Die DB AG und ihr Management werden zukünftig von Kapitalanlegern genauer beobachtet werden. Dieser Beitrag geht der Frage nach, welche Verhaltensweisen im Rahmen der Unternehmensführung, Kontrolle und Interessenvertretung kapitalmarktorientierte Gesellschaften zeigen sollten und wie die Kontrolle der Geschäftsführung solcher Unternehmen sich gestaltet. In diesem Zusammenhang werden grundsätzliche Unternehmensverfassungsaspekte aus dem Aktienrecht und aktuelle Tendenzen in der Diskussion um die Corporate Governance Grundsätze aufgegriffen. Wer mit seinem eigenen Kapital wirtschaftet, ist nur sich selbst gegenüber zur Rechenschaft verpflichtet. Wer aber mit dem hingegebenen Geld Fremder arbeitet, seien es Gläubiger oder Anleger, muss die vernünftige Verwendung und den sachgerechten Umgang mit diesen Mitteln dokumentieren und erläutern. Eine solche Rechenschaft über die Verwendung der finanziellen Mittel erfolgt durch Jahresabschlüsse. Diese Aspekte gewinnen insbesondere bei den Kapitalgesellschaften in der Rechtsform der AG und GmbH Bedeutung, da bei diesen Gesellschaften die Eigentümer der Unternehmen nicht zwangsläufig auch die Geschäftsführung innehaben. Bei größeren Unternehmen ist es die Regel, dass die Eigentümer eine Geschäftsleitung mit der Wahrnehmung ihrer Interessen beauftragen. Neben den Eigentümern wirken aber auch noch andere Gruppen mit ihren Interessen auf die Ausrichtung eines Unternehmens ein.