Deine Bahn 12/2011
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Inhalt
Editorial
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Infrastruktur
Blick in die Ausgabe
Editorial 12/2011
Liebe Leserinnen, liebe Leser,die zentrale Aufgabe der DB Netz AG ist es, den 370 Eisenbahnverkehrsunternehmen, die auf ihrem Streckennetz verkehren, eine hochwertige Schieneninfrastruktur zur Verfügung zu stellen und deren Betrieb zu managen. So spielen beim Neu- und beim Ausbau von Eisenbahninfrastruktur, aber auch bei deren Rückbau Kapazitätsberechnungen eine wichtige Rolle, um eine zur Nachfrage passende Infrastruktur vorhalten zu können. In unserem Leitartikel beschreibt Professor Ekkehard Wendler vom Verkehrswissenschaftlichen Institut der RWTH Aachen die Aufgaben eines professionellen Kapazitätsmanagements. Dieses findet nicht nur bei der Infrastrukturplanung, sondern auch im Fahrplanwesen, im Trassenmanagement und bei der Vergabe von Rahmenverträgen Verwendung.In einem weiteren Artikel stellt Wendler die wichtigsten Verfahren und Werkzeuge vor, die in Deutschland zur Berechnung von Streckenkapazitäten eingesetzt werden.Über das Pilotprojekt ERTMS Regional berichtet darüber hinaus Rainer Eschlbeck von der DB Netz AG: Mit der Västerdalsbanan, einer eingleisigen, nicht elektrifizierten Eisenbahnstrecke in Schweden, ist erstmalig in Europa eine regionale Strecke mit dem European Train Control System (ETCS) Level 3 ausgerüstet worden. Das Projekt hat gezeigt, dass der Markt für das European Rail Traffic Management System (ERTMS) auf Regionalstrecken ausgedehnt werden kann, da es einen hohen Sicherheitsstandard mit der gebotenen Wirtschaftlichkeit vereint: So können mit ERTMS Regional gegenüber konventionellen Signalsystemen bis zu 50 Prozent der Investitionskosten eingespart werden. Wir wünschen Ihnen und Ihren Familien eine besinnliche Weihnachtszeit und einen guten Rutsch in das neue Jahr.
Berechnung der Kapazität von Eisenbahnstrecken
Beim Neu- und Ausbau von Eisenbahninfrastruktur, aber auch bei deren Rückbau werden Kapazitätsberechnungen notwendig, um die vorzuhaltende Infrastruktur sachgerecht an die verkehrliche Nachfrage anpassen zu können. Im Zuge der Liberalisierung der europäischen Eisenbahnnetze hat der Kapazitätsbegriff darüber hinaus auch unmittelbar Einzug in das Fahrplanwesen und Trassenmanagement gehalten. Neben der im europäischen Eisenbahnrecht vorgeschriebenen Identifizierung von überlasteten Schienenwegen spielen Kapazitätsberechnungen auch bei der Vergabe von Rahmenverträgen eine wichtige Rolle.
Werkzeuge zur Berechnung von Streckenkapazitäten
Bei der betrieblichen Planung der Infrastruktur der Eisenbahn, aber auch im Trassenmanagement stellt die Bestimmung der Streckenkapazität einen wichtigen Planungsschritt dar. Der vorliegende Artikel stellt die in Deutschland verwendeten Verfahren zur Berechnung der Kapazität von Eisenbahnstrecken vor und diskutiert die Anwendungsfelder.
Einsatz von EOW-Technik auf Zugleitstrecken
Die DB Netz AG betreibt Zugleitstrecken nach Ril 436, auf denen einfache betriebliche Verhältnisse (schwaches Belastungsprofil) vorliegen und ein Zugleitbetrieb gemäß Ril 413.0752 zulässig ist. Strecken, die heute mit klassischer Stellwerkstechnik betrieben werden und ein schwaches Belastungsprofil aufweisen, können zukünftig in Zugleitstrecken umgewandelt werden. Hierbei wird seitens des Betriebs stets die Frage gestellt, wie flexibel die Betriebsabwicklung dann noch durchgeführt werden kann. Der folgende Beitrag zeigt eine Variante, wie durch den Einsatz moderner Technik vor Ort ein rationalisierter und dennoch flexibler Betrieb auf Zugleitstrecken erreicht wird.
Sicherheit an der Nahtstelle von Technik und Betrieb
Bei der von der Professur für Verkehrssicherungstechnik der TU Dresden veranstalteten Fachtagung der Reihe „Entwicklungen des Sicherungswesens in Theorie und Praxis“ stand Anfang Oktober die Sicherheit an der Nahtstelle von Technik und Betrieb im Mittelpunkt. Über 100 Teilnehmer, die überwiegend aus Deutschland, aber auch aus Frankreich und der Schweiz kamen, informierten sich über aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen. Ein organisiertes Rahmenprogramm rundete die Veranstaltung ab und bot ausreichend Möglichkeiten zum fachlichen Austausch zwischen den Teilnehmern.
In Brasilien entsteht weltweit längste Monorail-Strecke
Einschienenbahnen bzw. Monorails eignen sich hervorragend für Punkt-zu-Punkt-Verbindungen wie beispielsweise bei Flughäfen und deren Anbindung an wichtige Nahverkehrswege, aber auch für verschiedene innerstädtische Verkehrsaufgaben. Die weltweit längste Monorail-Strecke mit der höchsten Kapazität entsteht derzeit in São Paulo (Brasilien).
ETCS Level 3 für regionale Strecken in Schweden
Mit der Västerdalsbanan wurde in Schweden in einem Pilotprojekt namens ERTMS Regional erstmals in Europa eine Regionalstrecke mit ETCS Level 3 ausgerüstet. Der nachfolgende Artikel vermittelt einen Überblick über die Ausgangslage, Zielsetzung und den aktuellen Sachstand des Projekts.
Richtlinie 408 „Züge fahren und Rangieren“
Manchmal muss man etwas ändern, damit alles beim Alten bleibt. Dies ist ein Merkmal wichtiger Änderungen, die mit Bekanntgabe 9 zur Richtlinie (Ril) 408.01 – 09 am 11. Dezember in Kraft treten. Das zweite, auffällige Merkmal dieser Bekanntgabe: Die Ril 408 ist dünner geworden – zahlreiche Regeln sind entfallen bzw. in anderes Regelwerk überführt worden.
FIT für Disponenten und Netzkoordinatoren
In Deine Bahn 3/2011 wurde das Themenfeld „Kompetenz in der Netzdisposition“ vorgestellt. Hierbei wurden die gestiegenen Anforderungen an die Mitarbeiter und daraus resultierende Neuerungen bezüglich der Ausbildung und des Qualifizierungserhalts der Zug- und Bereichsdisponenten sowie der Netzkoordinatoren der DB Netz AG – basierend auf den Ergebnissen des ProNetz-Projekts Betriebsmanagement – beleuchtet. Der nachfolgende Artikel gibt einen Überblick zur Umsetzung der Maßnahmen, den erzielten Effekten sowie einen Ausblick auf den Qualifizierungserhalt im Jahr 2012.