Deine Bahn 12/2014
Fokusthema

Deine Bahn 12/2014

Dr. Sigrid Evelyn Nikutta, Vorstandsvorsitzende und Vorstand Betrieb der Berliner Verkehrsbetriebe, weist in unserem Leitartikel auf die Diskrepanz hin, die zwischen der Bedeutung und der Leistung des ÖPNV einerseits und seiner finanziellen Anerkennung durch die Politik andererseits nach wie vor besteht. (siehe Link unten).

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Blick in die Ausgabe

Editorial

Editorial 12/2014

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

ein attraktiver und hochwertiger Öffentlicher Personennahverkehr ist der Schlüssel zur Lösung zentraler Zukunftsfragen: Der ÖPNV sichert die Mobilität aller Bevölkerungsschichten, verursacht weitaus weniger externe gesellschaftliche Kosten als der motorisierte Individualverkehr und leistet einen großen Beitrag zur Energiewende.

Dr. Sigrid Evelyn Nikutta, Vorstandsvorsitzende und Vorstand Betrieb der Berliner Verkehrsbetriebe, weist in unserem Leitartikel auf die Diskrepanz hin, die zwischen der Bedeutung und der Leistung des ÖPNV einerseits und seiner finanziellen Anerkennung durch die Politik andererseits nach wie vor besteht. Ihr Plädoyer: Der ÖPNV muss auch künftig systematisch gefördert werden, und höhere Investitionen von Seiten des Bundes sind dafür notwendig.

Personenbahnhöfe – unser thematischer Schwerpunkt der vorliegenden Ausgabe von Deine Bahn – sind auch für den ÖPNV zentrale, intermodale Mobilitätsdrehscheiben. Dazu gehört unter anderem eine entsprechende Infrastruktur für Fernbusse, deren Markt seit seiner Liberalisierung im vergangenen Jahr eine rasante Entwicklung genommen hat. Die DB Station&Service AG ist als Bahnhofbetreiber prädestiniert, für den wachsenden Bedarf an Fernbushalten Lösungen zu bieten. Wie das Unternehmen seine Fernbusinfrastruktur systematisch weiter entwickelt, ist Gegenstand einer der Beiträge zu unserem Schwerpunktthema.

Die 5.400 Bahnhöfe der DB Station&Service AG verbrauchen pro Jahr so viel Strom wie eine Großstadt mit zirka 100.000 Einwohnern. Hinzu kommt der Wärme-, Gas- und Heizölverbrauch in den Empfangsgebäuden. Aus diesem Grund hat das Unternehmen im Geschäftsfeld Personenbahnhöfe ein Energiemanagement eingeführt, um den Energieverbrauch systematisch zu senken. In einem weiteren Beitrag zu unserem Schwerpunktthema wird nun fünf Jahre nach der Einführung dieses Geschäftsfeldes Bilanz gezogen.

Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen dieser und anderer Themen.

Artikel

Plädoyer für einen florierenden Nahverkehr

Am 11. Dezember 2014 findet die Ministerpräsidentenkonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel statt. Neu verhandelt werden die Bund-Länder-Finanzbeziehungen. Hierbei muss esauch um die Revision der Regionalisierungsmittel gehen, deren Höhe ab dem 1. Januar 2015 offen ist. Diese Mittel erhalten die Bundesländer aus der Mineralölsteuer. In erster Linie werden sie für den regionalen Schienenpersonenverkehr (SPNV) verwendet, aber sie kommen auch dem übrigen Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) zugute. Zu Recht sehen die Ministerpräsidenten einen höheren Bedarf: Die Mittel sollen von derzeit 7,3 auf 8,5 Milliarden Euro jährlich steigen und sich jedes Jahr um 2,8 Prozent erhöhen. Doch im Bundeshaushalt 2015 sind die Mittel auf dem derzeitigen Stand eingefroren. Der Bund zeigt sich wie bei anderen wichtigen Finanzierungstöpfen des Öffentlichen Nahverkehrs kritisch. Vernünftig ist das nicht.

Artikel

Energieeffizienz in Personenbahnhöfen

Die rund 5.400 Bahnhöfe der DB Station&Service AG sind für zirka 3 Milliarden Reisende und
Bahnhofsbesucher jährlich eine zentrale Mobilitätsdrehscheibe. Dabei verbrauchen die Bahnhöfe
so viel Strom wie eine Großstadt mit zirka 100.000 Haushalten. Aber auch der Wärme-, Gas- und
Heizölverbrauch in den Empfangsgebäuden ist enorm. Dies war Grund genug, im Geschäftsfeld
Personenbahnhöfe 2009 ein Energiemanagement einzuführen, um den Energieverbrauch systematisch zu senken. Fünf Jahre nach der Einführung wird nun eine Bilanz gezogen.

Artikel

Photovoltaik-Projekte der Deutschen Bahn

„Erneuerbare Energien“ – ein Begriff, der vor gar nicht allzu langer Zeit noch „exotisch“ war, ist mittlerweile ein gängiges, im Alltag kaum noch weg zu denkendes Thema geworden. Auch bei der Deutschen Bahn ist das Thema präsent, und es werden unterschiedliche Anstrengungen unternommen, um den Anteil erneuerbarer Energien zu erhöhen. Die Nachfrage nach Ökostrom ist ein Beispiel dafür. Dabei schloss DB Energie unter anderem auch Lieferverträge für Strom aus erneuerbaren Energien, vorwiegend aus Wasserkraft, ab. Mittlerweile wurde der Anteil der erneuerbaren Energieträger an der Bahnstromversorgung auf über 35 Prozent erhöht. Damit ist die Deutsche Bahn der größte Ökostrom-Abnehmer Deutschlands. Aber auch die Förderung und der Ausbau der Photovoltaik werden durch die DB unterstützt. Dies geschieht durch ein Konzernprojekt, welches federführend von DB Energie und DB Immobilien koordiniert wird.

Artikel

Boom im Fernbusmarkt

Seit seiner Liberalisierung im Januar 2013 hat der Fernbusmarkt eine rasante Entwicklung erfahren. Bis Dezember 2013 wurden deutschlandweit bereits mehr als 5.100 wöchentliche Abfahrten in einem flächendeckenden Netz angeboten. Bis November 2014 stieg die Zahl auf über 8.000 wöchentliche Abfahrten. Dieser Trend wird sich fortsetzen: Mit 125 neuen Linien wurde bereits Anfang November 2014 die Anzahl neuer Linien des Gesamtjahres 2013 übertroffen. Ein Ende des Fernbusbooms ist aktuell nicht abzusehen, auch wenn im Winter saisonal bedingt einige touristische Ziele nicht bedient und manche Linien ausgedünnt werden.

Artikel

Ein Landbahnhof im Wandel der Zeit

In dem nachfolgenden Artikel wird beispielhaft beschrieben, welche Bedeutung die Eisenbahn und die Bahnhöfe für eine ländliche Gemeinde in der Vergangenheit hatten und welche aktuellen Vorteile sich durch die Anbindung an die Bahn ergeben.

Artikel

Zahlen, Daten, Fakten zu den Bahnhöfen des Jahres

Bereits zum elften Mal hat die Allianz pro Schiene die Auszeichnung zu den beiden Bahnhöfen des Jahres vergeben. Der gemeinnützige Verband prämiert damit jedes Jahr die kundenfreundlichsten Bahnhöfe der Republik. Im laufenden Jahr fiel die Wahl auf Dresden in der Kategorie „Großstadtbahnhof“ und auf Hünfeld in der Kategorie „Kleinstadtbahnhof“ (Deine Bahn berichtete).

Artikel

Regeln für einen reibungslosen Grenzverkehr

Die DB Netz AG muss durch die Liberalisierung der Eisenbahnmärkte und die Umstrukturierung der ehemaligen Staatsbahnen neue Infrastrukturverknüpfungsverträge mit ihren Nachbarinfrastrukturbetreibern abschließen, die den veränderten rechtlichen und tatsächlichen Rahmenbedingungen entsprechen – so auch mit der Réseau ferré de France – RFF, dem französischen Eisenbahninfrastrukturbetreiber, und der SCNF, der staatlichen Eisenbahngesellschaft Frankreichs.

Artikel

Zacken-Lücken-Problem in der Praxis

Analytische Leistungsfähigkeitsberechnungen finden in Eisenbahnbetriebsuntersuchungen häufig Anwendung. Im Vergleich zur Simulation können in der Analytik schnell reproduzierbare Ergebnisse erzeugt und auch verschiedene Varianten mit geringem Aufwand miteinander verglichen werden. Dieses Verfahren stellt ein anerkanntes, vom Eisenbahn-Bundesamt (EBA) akzeptiertes Verfahren dar. Durch den Vergleich mit einem definierten Qualitätsniveau (Level of Service) kann es auch für eine absolute Aussage über die Kapazität einer Strecke verwendet werden.

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