In Umsetzung der Anforderungen der Technischen Spezifikationen Interoperabilität „Verkehrsbetrieb und Verkehrssteuerung“ (TSI OPE) und zur Herstellung einer möglichst klaren Zuweisung der Verantwortlichkeiten zwischen Eisenbahninfrastrukturunternehmen (EIU) und Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) hat die DB Netz AG als größter Infrastrukturbetreiber in Deutschland ihr betrieblich-technisches Regelwerk grundlegend neu strukturiert.
Alle Beiträge von Dr.-Ing. Jochen Brandau
Rückfallkonzept für den GSM-R-Zugfunk
Die DB Netz AG hat auf einem Großteil der Strecken den analogen Zugfunk durch den digitalen Zugfunk GSM-R ersetzt. Um beim Ausfall der digitalen Kommunikationstechnik weiterhin einen sicheren und zuverlässigen Betrieb gewährleisten zu können, sind klare Regelungen notwendig. Vor diesem Hintergrund hat die DB Netz AG Anfang Juni mit den Regeln des Zusatzes 481.0205Z03 ein Rückfallkonzept für Ausfälle des GSM-RZugfunks eingeführt.
Schnittstelle zwischen Mensch und Technik
Vom System Eisenbahn werden Betriebssicherheit, Qualität und Wirtschaftlichkeit erwartet. Um diese Anforderungen zu erfüllen, setzen die Eisenbahnen Personal und Technik ein. Das Zusammenwirken von Mensch und Technik ist im Regelwerk definiert. Obwohl das betriebliche Regelwerk inhaltlich stetig fortgeschrieben wird, haben sich die Anforderungen in den vergangenen Jahren derart weiterentwickelt, dass Teilbereiche des betrieblichen Regelwerks einer Neuausrichtung bedürfen.Die Innovationsgeschwindigkeit sowohl bei den Infrastrukturunternehmen als auch bei den Verkehrsunternehmen hat zugenommen. Die Änderung der zugehörigen Regeln kann nicht mit gleicher Geschwindigkeit erfolgen, es wird vermehrt zu Divergenzen zwischen dem technisch und wirtschaftlich Möglichen und dem nach den Regeln Anwendbaren kommen.