Der Bahnbetrieb wird durch viele verschiedene Faktoren beeinflusst. Dieser Umstand führt zu vielfältigen Störungsursachen, und diese zu immer neuen Betriebssituationen, welche durch die Disponenten in den Betriebszentralen und Transportleitungen Tag für Tag gemeistert werden müssen. Störfallprogramme erleichtern die Disposition im Störungsfall – durch sie wird klar festgelegt, welche Maßnahmen bei störungsbedingten Streckensperrungen ergriffen werden müssen, welche Linien wo wenden und welche Linien oder Züge ausfallen.
Alle Beiträge von Friederike Chu
Methode zur Erarbeitung von Störfallprogrammen
Es ist sechs Uhr morgens in Frankfurt am Main – Tausende von Fahrgästen benutzen die Frankfurter S-Bahnen, um ihren Arbeitsplatz zu erreichen. Plötzlich werden Personen im Gleisbereich gemeldet, was zu einer Streckensperrung im dicht befahrenen Tunnel in der Innenstadt führt. Eine turbulente Schicht in der Transportleitung Hessen ist damit garantiert. Die Disponenten behalten jedoch den Überblick: Mit ihrem vorgefertigten Störfallprogramm für die Sperrung des Abschnittes sind sie bestens vorbereitet. Die für diesen Fall vorgesehenen Maßnahmen, wie dem vorzeitigen Wenden oder Umleiten von Zügen, sind allen Beteiligten bekannt, denn die Maßnahmen für den Störungsfall müssen nicht erst erarbeitet werden. Es vergeht nur wenig Zeit, bis die ersten Maßnahmen greifen, die Störung kontrolliert und die Information der Kunden durch entsprechende Anzeigen und Ansagen in den Stationen sichergestellt ist.