Die Herausforderung für die Nutzbarmachung innovativer Technologien besteht in der Komplexität des Bahnsystems und der Vielfalt der Interessen der beteiligten Akteure.
Alle Beiträge von Prof. Dr.-Ing. Jochen Trinckauf
ETCS als Schnittstelle: Für die digitale Zukunft gerüstet?
Die Entwicklung des European Train Control System (ETCS) wurde mit großem Aufwand vorangetrieben. Es stellt sich die Frage, ob mit dem erreichten Stand auch die Digitalisierung und Automatisierung des Bahnbetriebs beherrschbar sind.
Der Bahnbetrieb auf dem Weg zur Digitalisierung und Automatisierung
Neueste Statistiken besagen, dass der Personenverkehr mit Bahnen leicht zunimmt, wogegen beim Güterverkehr trotz zunehmender Warenströme ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen ist. Die Eisenbahn steht im Wettbewerb mit anderen Verkehrssystemen, sie muss gegen diese bestehen können, sich mit ihnen vernetzen und letztendlich auch kostengünstig betrieben werden. Dann hat der Eisenbahnbetrieb eine Zukunft.
Visionen und Aussichten in der Bahnsicherungstechnik
Bereits seit etwa 20 Jahren sind Elektronische Stellwerke (ESTW) als Serienprodukte im Einsatz. Das Europäische Zugbeeinflussungssystem (European Train Control System – ETCS), das den grenzüberschreitenden Eisenbahnverkehr in Europa erleichtern soll, ist in verschiedenen Ländern bereits im Einsatz und wird auch in Deutschland 2015 den kommerziellen Betrieb aufnehmen. Doch was kommt danach? Die Innovationszyklen in der Informationstechnologie werden immer kürzer. Insbesondere bei der Bahnsicherungstechnik mit ihren bekannten jahrzehntelangen Bestandszeiten und dem hohen Sicherheitsniveau ergeben sich daraus einige Probleme bei der Ersatzbeschaffung und dem Nachweis gleicher Sicherheit. Es gibt Ansätze und somit Visionen und Aussichten, Teillösungen zu einer integrierten Systemlösung weiterzuentwickeln und an den neuesten Stand der Technik heranzuführen.