In einem Forschungsprojekt hat die Universität Stuttgart im Auftrag der DB Netz AG ein Modell entwickelt, das eine präzise und praxistaugliche Prognose der fahrgastseitig notwendigen Haltezeiten im Schienenpersonenverkehr ermöglicht.
Alle Beiträge von Prof. Dr.-Ing. Ullrich Martin
Ankunftsverhalten von Fahrgästen auf dem Bahnsteig
Untersuchungen zur Fahrgastankunft in der morgendlichen Hauptverkehrszeit sind in verschiedenen Bereichen der Betriebspraxis von hoher Bedeutung.
Lehre und Forschung für den Systemverbund Bahn
Die Bahnstrukturreform, neue Technologien, stetig wachsende Mobilitätsanforderungen und nicht zuletzt die grundlegend veränderten Strukturen des Ingenieurstudiums haben die Anforderungen an die universitäre Lehre und Forschung in den letzten Jahren in erheblichem Maße beeinflusst. Die sachgerechte Bewältigung dieser Herausforderungen an den universitären Eisenbahnlehrstühlen leistet einen wichtigen Beitrag zum langfristigen Erfolg des Systems Bahn.
Universität Stuttgart Institut für Eisenbahn- und Verkehrswesen
Keiner der vorhandenen Verkehrsträger wird die Mobilitätsanforderungen der Zukunft allein bewältigen können. Daher muss intensiv nach Lösungen gesucht werden, um die Vorteile der jeweiligen Verkehrsträger im Systemverbund zur Geltung zu bringen und deren Nachteile zu kompensieren. In diesem Kontext spielt die umweltfreundliche und leistungsfähige Bahn sowohl im Personen- als auch im Güterverkehr eine überaus wichtige Rolle: So ist die Verlagerung des Verkehrs von der Straße auf die Schiene zum allgemeinen politischen Ziel erklärt worden und findet auch in weiten Teilen der Bevölkerung Zustimmung. Die Erschließung des Entwicklungspotenzials der Eisenbahn im Rahmen von Grundlagenforschungen und projektkonkreten Anforderungen ist ein wichtiges Ziel des Instituts für Eisenbahn- und Verkehrswesen.
Stuttgart 21
Nach einer etwa zwanzigjährigen Planungsphase wurde im April 2009 die Finanzierungsvereinbarung zwischen dem Bund, dem Land Baden-Württemberg und der Deutschen Bahn AG als letzte wichtige formale Voraussetzung für die Realisierung des Projektes „Stuttgart 21“ unterzeichnet. Trotz vielfältiger Diskussionen und hoher Medienpräsenz ist festzustellen, dass sehr oft nur eingeschränkte Kenntnisse oder bewusst verfälschte Informationen als Grundlage für die weit über das regionale Stuttgarter Umfeld hinausreichende Meinungsbildung genutzt werden. Die Einordnung des Großprojektes „Stuttgart 21“ in die europäische,nationale und regionale Verkehrssystemgestaltung unter Darstellung der folgerichtigen Entwicklung verbunden mit den sich daraus ergebenden Möglichkeiten zeigt auch das Erfordernis einer weiteren kontinuierlichen Umgestaltung des Gesamtsystems Eisenbahn unter Berücksichtigung einer sinnvollen Verknüpfung mit anderen Verkehrsträgern.