Außergewöhnliche Sendungen auf der Schiene gab es wohl seit Erfindung der Eisenbahn. Das liegt daran, dass das Rad-Schiene-System sich aus vier Gründen sehr gut eignet für den Transport schwerer und übergroßer Versandstücke: die mögliche hohe Achs- und Meterlast, die Spurgeführtheit und damit sichere Fahrweise, das Fahren nach vorausberechneten Fahrplänen und das relativ großzügige Lichtraumprofil der Eisenbahn. Sehr häufig transportierte Versandstücke waren schon immer die großen und schweren Anlagen zur Energieerzeugung und -verteilung, wie Generatoren, Turbinen und insbesondere Transformatoren.
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Schwerlasttransporte auf der Schiene
Transporte von überschweren und/oder großvolumigen Gütern haben bei der Bahn eine lange Tradition. Bestimmt kennt jeder die Bilder spektakulärer Trafotransporte, die in Spezialtiefladewagen, mit Sonderzügen und durch Bedienpersonal begleitet meist zur Nachtzeit durch die Lande rollen. Da mit jedem dieser Transporte auch ein genauso spektakulärer Straßenvor- und/ oder -nachlauf verbunden ist, berichten nicht selten auch die örtliche Presse und das Fernsehen darüber. Auch für Außenstehende erschließt sich das harmonische, perfekt abgestimmte Ineinandergreifen der verschiedenen Räder des Eisenbahnbetriebs, die für eine problemlose Durchführung solcher Transporte auf dem Schienennetz der DB Netz AG zwingend erforderlich ist.
Wie solche Transporte unter den organisatorischen Rahmenbedingungen der 2. Stufe Bahnreform heutzutage organisiert und durchgeführt werden, welche Probleme dabei zu überwinden sind und wie die Zukunft des Schwerlastverkehrs auf der Schiene aussehen kann, damit beschäftigt sich dieser Artikel.