Deine Bahn 01/2011
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Inhalt
Editorial
Bahn Aktuell
Systemverbund Bahn
Infrastruktur
- Das Programm „Sympathischer Bahnhof“
- Krönung der Berliner Bahngeschichte
- Empfangsgebäude in kommunaler Verantwortung
- Begegnungszentrum Bahnhof Avenwedde
- Neues Informationssystem für den Leipziger Hauptbahnhof
- Offensive gegen Graffiti
- Bahnhofstester prämieren Baden-Baden und Darmstadt
- Eine Wohltat für Reisende
Ausbildung Prüfung und Beruf
Blick in die Ausgabe
Editorial 01/2011
Liebe Leserinnen, liebe Leser,Bahnhöfe sind seit ihren Anfängen das Eingangstor für die Reisenden zur Bahn. Schon dort wird darüber mit entschieden, ob der Reisende seine Fahrt als angenehm empfindet. Den Schwerpunkt dieser Ausgabehaben wir deshalb einmal auf den Themenbereich der Personenbahnhöfe ausgerichtet.Da ist zunächst der optische Eindruck des Bahnhofs, einschließlich des zugehörigen Ambientes. Es zählen aber auch Komfort, Information, Serviceeinrichtungen, Einkaufsmöglichkeiten und nicht zuletzt das vom Reisenden empfundene subjektive Sicherheitsgefühl. Mit Unterstützung der Konjunkturprogramme des Bundes hat die Deutsche Bahn AG an vielen großen, mittleren und kleinen Stationen kräftig investiert, was von den Kunden durchaus positiv wahrgenommen wird. Angesichts von aktuell 5.400 Bahnhöfen bleibt trotzdem noch viel zu tun.Ein weiteres Thema ist die Behandlung von ehemaligen Stationsgebäuden. Gemeinsam mit Städten und Gemeinden wird hier nach neuen Nutzungskonzepten gesucht.Reisende, die ihre Reise von kleineren Stationen beginnen wollten, haben sich in der Vergangenheit besonders über fehlende Informationen bei Abweichungen vom Fahrplan beklagt. Hier hat die Bahn begonnen, unter Nutzung moderner funkgesteuerter Technik, zeitgerechte Informationen bereitzustellen.Es ist aber nicht allein damit getan, dass die Bahn ihre Bahnhöfe und Stationen saniert. Wir alle müssen ein wenig dazu beitragen, dass dies auch über einen längeren Zeitpunkt erhalten bleibt. Leider haben einige Zeitgenossen offensichtlich Freude daran, Anlagen immer wieder zu beschädigen oder mittels Graffiti zu verunzieren. Hier kann Jedermann einen Beitrag leisten, indem er in solchen Fällen einfach die Polizei anruft.Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen.
Investitionen in Millionenhöhe für die Reisenden
Nicht nur in die großen Bahnhöfe wurde im vergangenen Jahr kräftig investiert. Auch an vielen kleineren und mittelgroßen Stationen werden derzeit zahlreiche Verbesserungen für die Kunden durchgeführt. Dank der Konjunkturprogramme des Bundes kann die DB Station&Service AG einen Großteil ihrer Bahnhöfe aufwerten. Es ist ein sehr ambitioniertes Programm mit einem sehr engen Zeitplan. Doch das ist nur ein Baustein von vielen. Auch nach dem Auslaufen der Konjunkturprogramme Ende 2011 wird die Bahn nicht nachlassen, die Modernisierung der Bahnhöfe voranzutreiben und die Ausstattung sowie den Service für die Reisenden weiter zu verbessern.
Werkzeuge zur Auswertung kaufmännischer Systeme
Den Controllern des DB Konzerns steht mit der vorhandenen Systemlandschaft für das Rechnungswesen ein leistungsfähiger „Werkzeugkasten“ zur Verfügung. Mittels geschickter Auswertung der zentralen kaufmännischen Systeme, d.h. auch durch die Wahl des richtigen Werkzeuges, sind die Controller in der Lage, kaufmännische Fragen des Managements zu beantworten. So können sie ihrer Verpflichtung nachkommen, dem Management belastbare Informationen für deren wirtschaftliche Entscheidungen zu liefern.
Das Programm „Sympathischer Bahnhof“
Der gesellschaftliche Wandel wirkt sich auch auf Tätigkeiten der Mitarbeiter im Service aus. Ein höherer Servicelevel, der den gestiegenen Erwartungen durch die Kunden entspricht, aber auch der Wertewandel innerhalb der Gesellschaft, sind Ursachen für höhere Belastungen der Mitarbeiter von DB Station&Service AG, die im direkten Kundenkontakt stehen. Um aussagekräftige Zahlen, Daten und Fakten zu dieser Thematik zu bekommen, wurde im Jahr 2009 eine Befragung dieser Mitarbeitergruppe in drei Regionalbereichen durchgeführt. Die Ergebnisse haben ebenso wie die Analyse verschiedener Studien aufgezeigt, dass die Mitarbeiter intensive Unterstützung bei der Bewältigung ihrer Aufgaben benötigen.
Krönung der Berliner Bahngeschichte
In Berlins neuer Mitte – nahe dem Bundeskanzleramt, dem Reichstag und unweit des Brandenburger Tors – eröffnete am 26. Mai 2006 der Berliner Hauptbahnhof. Das markante Gebäude ist nicht nur ein wichtiger Eisenbahnknoten, sondern auch eine bedeutende Gewerbe-Immobilie. Auf einer Nutzfläche von rund 16.000 Quadratmetern bieten etwa 80 Einzelhandelsgeschäfte Waren und Dienstleistungen an. Die Deutsche Bahn ist hier mit zwei Reisezentren, einer Gepäckaufbewahrung und einer DB-Lounge vertreten.
Empfangsgebäude in kommunaler Verantwortung
Als Antwort auf die Investorenpakete, mit denen die Deutsche Bahn AG 2001/02 den einzelnen Bundesländern ihre zum Verkauf stehenden Empfangsgebäude anbot, entwickelte das Land Nordrhein-Westfalen das Verfahren der Empfangsgebäudepakete NRW. Erfasst wurden darin alle in NRW von der DB Station&Service AG zu veräußernden Empfangsgebäude. Die Empfangsgebäudepakete richteten sich an die betroffenen Städte und Gemeinden, die „ihr“ Empfangsgebäude in kommunale Verantwortung übernehmen und entsprechend entwickeln können sollten. Die Bahnflächenentwicklungsgesellschaft Nordrhein-Westfalen (BEG NRW), eine vom Land Nordrhein-Westfalen und der Deutschen Bahn AG getragene Gesellschaft, wurde mit der Veräußerung der Empfangsgebäude und angrenzender Flächen betraut und fungierte dabei als Mittler und zentrale Schaltstelle zwischen der DB Station&Service AG als Eigentümerin und den Kommunen.
Begegnungszentrum Bahnhof Avenwedde
Irgendwann in den Dreißiger Jahren müssen die Wege von Avenwedde einmal so gut wie direkt in die Großstadt Berlin geführt haben, jedenfalls auf dem Fahrplan. Die frei gelegten Papierreste in der ehemaligen Wartehalle des alten Bahnhofs im Zentrum des Gütersloher Ortsteils lassen noch ein wenig erahnen von der Sehnsucht nach entfernten Orten, vom Reisefieber, das die Menschen befallen haben mag, wenn sie ihre Koffer an der Gepäckannahme aufgaben, und von dem regen Treiben, das hier einmal herrschte. Sogar seinen Namen hat er diesem Ortsteil vermacht: Avenwedde-Bahnhof.
Neues Informationssystem für den Leipziger Hauptbahnhof
Pünktlich zum Fahrplanwechsel der Deutschen Bahn werden die Reisenden am Leipziger Hauptbahnhof mit einem modernen und innovativen Fahrgastinformationssystem auf dem Laufenden gehalten. Während die Fahrgäste bisher mit mechanischen Fallplattanzeigern informiert wurden, ist der Bahnhof jetzt mit dynamischen und energieeffizienten Anzeigen mit LCD-Technologie ausgestattet.
Offensive gegen Graffiti
Auf 50 Millionen Euro pro Jahr beziffert die Deutsche Bahn die Schäden durch Graffiti und Vandalismus. Tendenz steigend. An Rhein und Ruhr summieren sich die Schäden auf 8,5 Millionen Euro. Ganze Züge werden besprüht, Bahnhöfe verunstaltet. Das braucht kein Mensch. Deshalb haben die DB Station&Service AG und das Land Nordrhein-Westfalen (NRW) ein Projekt gestartet, das die Schmierereien verbannen soll.