Deine Bahn 02/2004
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Inhalt
Editorial
Systemverbund Bahn
Personenverkehr
Ausbildung Prüfung und Beruf
Blick in die Ausgabe
Editorial 02/2004
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
dass für ein erfolgreiches Berufsleben (und nicht nur dafür) „lebenslanges Lernen“ nicht nur hilfreich sondern notwendig ist, kann mittlerweile als Binsenweisheit angesehen werden, die jeder gern bestätigt.
Die Frage ist deshalb nicht, ob man lernt, sondern was, wie und bei wem man lernen will.
Was man lernen will, wird von der damit verbundenen Intention abhängen – Zum Beispiel: beruflich „am Ball bleiben“, Karriereentwicklung oder Verwirklichung privater Interessen, wie das Aneignen einer neuen Sprache – wobei berufliche und private Gründe sich durchaus durchdringen können.
Wie man lernen will, dürfte wesentlich durch die persönlichen Möglichkeiten bestimmt werden – Wie viel Zeit habe ich zum Lernen? Passt meine mögliche Zeitaufteilung zu den Zeiten angebotener Präsenzunterrichte? Gibt es andere Bildungsformen, die mich zum gleichen Ziel bringen, zum Beispiel Fernstudium oder e- Learning?
Die Antworten zu den vorgenannten Fragen ergeben eine erste Eingrenzung der infragekommenden Bildungsträger. Bei der Auswahl, bei wem man lernen will, sollte man zudem berücksichtigen, über welche Erfahrung der Bildungsträger auf dem jeweiligen Gebiet verfügt und letztlich auch, welchen Ruf die Qualität des Bildungsträgers genießt.
In unserem Leitartikel stellt Helmut Jeck, Vorsitzender des Verbandes Deutscher Eisenbahnfachschulen (VDEF), diese Bildungseinrichtung vor und gibt einen Überblick über die Palette ihres Bildungsangebots. Der VDEF wurde bereits 1920 als Selbsthilfeorganisation von Eisenbahnern für Eisenbahner gegründet, um Bildungsmöglichkeiten aufzuschließen, die anders nicht ohne weiteres zugänglich waren und als „Lernen dürfen“ noch ein Privileg war.
Übrigens verwendet der Verband Deutscher Eisenbahnfachschulen „Deine Bahn“ offiziell als Fachzeitschrift.
Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen unserer neuesten Ausgabe.
Mit besten Grüßen
Ihr Redaktionsteam Deine Bahn
Freiwillig und selbstbestimmt
Qualifikationserwerb und Kompetenzentwicklung gewinnen immer größere Bedeutung sowohl für die Zukunft unserer Gesellschaft als auch für die persönliche Lebensgestaltung in Beruf und Arbeit, in der Familie, in Freizeit, Kultur und Politik. Für den Einzelnen bedeutet dies, Lernen als festen Bestandteil des Lebens zu sehen, Lernbereitschaft und -fähigkeit zu entwickeln sowie nach persönlichen Möglichkeiten zur Aus-, Fort- und Weiterbildung zu suchen. Der Verband Deutscher Eisenbahnfachschulen (VDEF) bietet allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des DB AG-Konzerns sowie sonstigen Interessierten Maßnahmen der freiwilligen Aus-, Fort- und Weiterbildung an, die sie im eigenen und/oder im unternehmerischen Interesse und auf eigene Kosten außerhalb ihrer Arbeitszeit besuchen können. Um Qualifizierung, um Lernen eine neue Dimension zu verleihen, bietet der VDEF ab April 2004 ein Vorbereitungsseminar auf die Ausbildung zum Fachwirt/zur Fachwirtin für den Bahnbetrieb über eLearning an.
Projektcontrolling im Projekt PRIMA – Prozessunterstützung im Angebotsmanagement
Warum Projektcontrolling? Wenn eine außerordentliche, umfangreiche Aufgabenstellung nicht im Rahmen des normalen Tagesgeschäftes erledigt werden kann, muss die Zielerreichung in Form eines Projektes erfolgen. Dabei wird nach rein prozessoptimierenden Projekten – also Projekten, deren Umsetzung aus prozessoptimierenden Maßnahmen durch Eigenleistung besteht, und nach Aufwandsprojekten unterschieden. Letztere sind Projekte, bei denen Fremdleistungen eingekauft werden müssen. Die Projektleitung verfolgt zum einen die fachliche und organisatorische Planung und Steuerung. Zum anderen muss das Projekt auch aus Budgetsicht geplant und gesteuert werden – das ist die Aufgabe des Projektcontrollings. Hier werden den geplanten Ausgaben die tatsächlich erfolgenden Ausgaben gegenübergestellt und bei kritischen Abweichungen Maßnahmen zur Gegensteuerung initiiert. In der Regel unterstützt der Bereich Controlling den Projektleiter beim Planen und Steuern seines Projektes; im weiteren Sinne ist auch der Einkäufer mit eingebunden. Im Folgenden wird das Projektcontrolling des Projektes PRIMA beschrieben. PRIMA steht für „Prozessunterstützung im Angebotsmanagement“. Das Projekt ist im Bereich Personenverkehr aufgesetzt worden.
Wie können Sie die Gruppenarbeit optimieren?
Leistungsfördernde Mechanismen in Gruppen Nicht unumstritten ist die Behauptung, dass die Gruppenleistung mehr ist als die Summe der darin enthaltenen Einzelleistungen. In diese Zweifel mündet eine Reihe von Erfahrungen, die zeigten, dass bestimmte Leistungen durch Einzelpersonen in kürzerer Zeit und mit besserem Erfolg realisiert worden sind als durch Gruppen. Unter welchen Bedingungen kann eine Gruppe Potentiale entfalten, die durch Einzelpersonen nicht realisierbar sind? Ein erstes Kriterium besteht in dem Typus von Aufgabe, der einer Gruppe übertragen wird. Es muss eine Aufgabe sein, die allein nicht zu leisten ist bzw. allein nicht die erwarteten Ergebnisse erbringen kann.
Das GSM-R-Netz – seine Komponenten und Merkmale
Zunächst eine kurze Erläuterung, warum im Bereich der DB AG GSM-R eingeführt wird: Die Deutsche Bahn betreibt seit den Sechziger Jahren verschiedene Funkanwendungen: Zugfunk, Rangierfunk, Kfz-Funk, Betriebs- und Instandhaltungsfunk und weitere. Diese Dienste basieren auf verschiedenen Analog-Funk-Systemen und sind aufgrund der technischen Weiterentwicklung in der heutigen Zeit nicht mehr wirtschaftlich zu betreiben. (für nähere Informationen siehe auch Artikel in „Deine Bahn“ 11/2002 und 11/2003).
Bekanntgabe 1 zur Konzernrichtlinie 408 – Teil 2
Im vergangenen Jahr 2003 wurden in „Deine Bahn“ die wesentlichen Änderungen der Bekanntgabe 1 zur Konzernrichtlinie 408 vorgestellt, erläutert und kommentiert. In dieser Ausgabe werden ebenfalls geänderte wichtige „Randthemen“ behandelt.
Automatische Mittelpufferkupplung – Scharfenberg®-Kupplung
Die Scharfenberg®-Kupplung des Erfinders Karl Scharfenberg ermöglicht ein selbsttätiges mechanisches Kuppeln beim Zusammenfahren zweier Fahrzeuge. Dieser Kupplungstyp hat sich seit seiner Erfindung und Einführung im Jahre 1903 zu einem der bedeutendsten Kupplungssysteme der Bahngeschichte entwickelt. In Europa sind Scharfenberg®-Kupplungen bei nahezu allen Bahnen im Einsatz und zwar nicht nur im Regional- und Hochgeschwindigkeitsverkehr, sondern auch bei vielen Schnellbahn- und Metrobetrieben.
Zweistromzüge für die S-Bahn Hamburg
Die S-Bahn Hamburg GmbH hat mit einem Konsortium bestehend aus Alstom LHB und Bombardier Transportation einen Vertrag über die Lieferung von neun SBahn-Triebzügen sowie über den Umbau von 33 existierenden Triebzügen vom Typ ET 474 unterzeichnet. Der Gesamtwert des Auftrages beträgt rund 90 Millionen Euro, wovon jeweils ca. 50 Prozent auf die Konsortialpartner entfallen.
Durch Know-how-Transfer erfolgskritisches Wissen sichern
Leiter obere Führungskräfte/Personal- und Führungskräfteentwicklung Aufgrund einer ungünstigen Altersstruktur werden in den nächsten Jahren überdurchschnittlich viele Beschäftigte unser Unternehmen altersbedingt verlassen. Zur Sicherung der Leistungsfähigkeit der DB AG ist eine systematische Wissensweitergabe der ausscheidenden Mitarbeiter an deren Nachfolger unbedingt erforderlich. Im Rahmen des Strategischen Managementprozesses Personal (SMP P) wurde daher ein Konzept entwickelt, das die Sicherung erfolgskritischen Wissens durch Know-how-Transfer zum Inhalt hat. Der Know-how-Transfer Prozess steht nun mit Beginn des Jahres 2004 allen interessierten Bereichen des Bahn-Konzerns zur Verfügung.