Deine Bahn 02/2013
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Inhalt
Editorial
Bahn Aktuell
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Blick in die Ausgabe
Editorial 2/2013
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
immer dreister wird Metall, insbesondere Buntmetall, gestohlen. Dies trifft auch die Deutsche Bahn in zunehmendem Maße. Neben dem angerichteten Schaden, der mittlerweile einen zweistelligen Millionenbetrag erreicht hat, trifft dies durch teilweise erhebliche Verspätungen die Kunden der Bahn. Es gibt Hinweise, dass Verursacher im überwiegenden Teil organisierte Banden sind. Allerdings fügen auch Kleinkriminelle, die vergleichbar geringe Mengen Metall stehlen, dem System Bahn immensen Schaden zu.
In unserem Leitartikel schildert Professor Gerd Neubeck, Chief Security Officer der Deutschen Bahn AG, wie sich der Konzern in einer Sicherheitspartnerschaft mit den Infrastrukturbetreibern Deutsche Telekom und RWE sowie dem Verband Deutscher Metallhändler dagegen wappnen will.
Lutz Bölling, Seniorreferent Securitymanagement in der Zentrale der DB Netz AG, erläutert konkrete Maßnahmen, mit dem gestohlenes Material als Eigentum der Deutschen Bahn identifiziert werden kann. Dies ist ein wesentlicher Baustein zur kriminalistischen Aufklärung und wird somit dazu beitragen, auch durch strafprozessuale Maßnahmen eine Abschreckung zu erzeugen.
Weitere Schwerpunktthemen dieser Ausgabe behandeln die bautechnischen Bestandteile der Eisenbahninfrastruktur. So zeigt Universitätsprofessor Dr.-Ing. Hans-Christoph Thiel von der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus beispielhaft die Entwicklung des Brückenbaus auf.
Ergänzend dazu stellt Dr.-Ing. Eckart Koch vom Technologiemanagement Fahrwegtechnik der DB Netz AG den Brückenbeirat der Deutschen Bahn AG vor, dessen Hauptaufgabe darin besteht, die Baukultur zu fördern und dabei in einen gesamtgesellschaftlichen Kontext zu stellen.
Berichte zum Sachstand Neubau des Kaiser-Wilhelm-Tunnels und zu Neuerungen für Ingenieurbauwerke im Regelwerk der Deutschen Bahn runden den Themenkreis ab.
Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen dieser und anderer Themen.
DB wehrt sich erfolgreich gegen die Buntmetallkriminalität
„Es ist der Morgen des 21. Juni 2011: Auf den Bahnsteigen im Raum Köln warten die Fahrgäste auf ihre Bahn – vergeblich. Die Ursache: In den frühen Morgenstunden hatten Unbekannte in einem Kabelschacht im Kölner Stadtteil Gremberg mehrere Signalkabel sowie ein Telekommunikationskabel durchtrennt und dadurch den umliegenden Bahnverkehr stundenlang lahmgelegt. Sie hatten es auf die Kupferleitungen abgesehen. Insgesamt waren 161 Züge betroffen – 42 fielen aus, 56 wurden umgeleitet.“
Nur ein Beispiel für ein Phänomen, das die DB immer öfter trifft: der Buntmetalldiebstahl. Dabei ist dieses Problem nicht nur ein bahnspezifisches, sondern ein gesamtgesellschaftliches. Die Infrastruktur der Bahn ist Teil des öffentlichen Raumes. Alle Probleme unserer Gesellschaft spiegeln sich auch in Bahnen und Bussen wider.
Mit Markierungsstoffen Metalldiebstahl bekämpfen
Durch Metalldiebstahl entsteht bei der Deutschen Bahn AG Jahr für Jahr erheblicher monetärer Schaden. Darüber hinaus führen durch Diebstahl zerstörte Signal- und Fernmeldekabel, fehlende Erden und Mastanker zu Qualitätseinbußen in der Pünktlichkeit zu Lasten der Bahnkunden. Im vergangenen Jahr hat die DB Netz AG zusammen mit der Konzernsicherheit der Deutschen Bahn Metalle an neuralgischen Punkten markiert und dabei bereits Erfolge zu verzeichnen. Der nachfolgende Beitrag beschreibt die eingeleiteten Maßnahmen im Vorgehen gegen die Metallkriminalität.
Ingenieurbauwerke der Eisenbahn im Wandel der Zeit
Der anerkannte Vorzug des Systems Eisenbahn, mit der geringen Laufreibung zwischen Stahlrad und Stahlschiene große Lasten mit vergleichsweise bescheidener Arbeit in Bewegung zu bringen und zu halten, zwingt zu einer ebenen bzw. nur wenig geneigten Fahrbahn. Und genau dieser Trassierungsgrundsatz fordert zum Bau von Kunstbauten heraus, die als Tunnel und Brücken von Anfang an den Eisenbahnbau prägen. Bereits die ersten Eisenbahnen der Welt in England veranlassten hohe und lange Brücken und Viadukte. In Folge dessen war der Bahnbau mit enormen und mit bis dahin nicht bekannten Investitionsaufwendungen verbunden.
Der Brückenbeirat der Deutschen Bahn AG
Eisenbahnbrücken sind ein wichtiger Beitrag zur Baukultur. Sie umfasst dabei sowohl das Planen und Bauen, aber auch das darüber reden. Gemäß der gleichnamigen Initiative bezieht sich Baukultur auf Architektur, Ingenieurbau, Stadt- und Regionalplanung, Belange des Denkmalschutzes, Landschaftsarchitektur, Innenarchitektur sowie die Kunst am Bau. Sie spiegelt dabei die Summe menschlicher Leistungen wider, natürliche und gebaute Umwelt zu verändern. Die Baukultur beinhaltet sämtliche Elemente der gebauten Umwelt und umfasst auch die Belange der Geschichte und Tradition eines Landes oder einer Region. Baukultur ist daher in einem gesellschaftlichen Zusammenhang zu sehen. Sie bedeutet, sowohl auf Qualität der gebauten Umwelt als auch auf die Herstellung, Umgestaltung und Nutzung zu achten.
Neuerungen für Ingenieurbauwerke im Regelwerk der DB AG
Im Jahr 1975 beschloss die Europäische Kommission die Handelshemmnisse im Baubereich zu beseitigen. Damit einhergehend waren die technischen Regeln zu vereinheitlichen. In den 1980er Jahren entstand so die erste Generation der Eurocodes für den konstruktiven Ingenieurbau. 1989 wurde diese Aufgabe dem CEN, der Europäischen Normungsorganisation, übergeben mit dem Ziel, europäisch einheitliche Bezugsdokumente zu erstellen.
Elektrische Antriebstechnik für Triebfahrzeuge
Ohne elektrische Traktion wäre ein leistungsfähiges Bahnsystem nicht möglich. Nur elektrische Fahrzeuge lassen die Installation einer hohen Leistung mit vertretbarem Aufwand zu. Haupteinsatzgebiet für elektrische Fahrzeuge ist der Streckendienst, seltener der Rangierdienst.
Carsharing mit Elektroautos in Berlin
Im Projekt „BeMobility“ wurden Befragungsdaten aus zweieinhalb Jahren elektrischem Carsharing mit e-Flinkster in Berlin ausgewertet. Nachfolgend stehen die Wenignutzer des elektrischen Carsharing im Fokus. Ihre Hauptwünsche sind eine Steigerung der Fahrzeugverfügbarkeit sowie mehr Flexibilität in Form von One-Way-Fahrten ohne Stationsrückgabepflicht.
Zustimmung zum Fahrzeugeinsatz: Bedarf und Verfahren
Fahrzeuge, die im Bereich der Schienenwege der DB Netz AG zum Einsatz kommen, müssen bestimmte Anforderungen erfüllen. Das größte Eisenbahn-Infrastrukturunternehmen Europas definiert die geltenden Zugangs- bzw. Nutzungsanforderungen und -bedingungen für den Einsatz von Fahrzeugen in ihren Schienennetz-Benutzungsbedingungen. Im folgenden ersten Teil des Beitrages wird der Umgang mit den Benutzungsbedingungen einschließlich der damit zusammenhängenden Aufgaben im Verhältnis zum Einsatz von Fahrzeugen erläutert.