Deine Bahn 03/2012
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Inhalt
Editorial
Systemverbund Bahn
Infrastruktur
Blick in die Ausgabe
Editorial 03/2012
Liebe Leserinnen, liebe Leser,ein wichtiger Erfolgsfaktor für die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen auf globalisierten Märkten ist die Nutzung der Informations- und Telekommunikationstechnologien (ICT) geworden. Mit ICT-Anwendungen lassen sich neue Produkte oder Dienstleistungen entwickeln und Arbeit, Kapital sowie Ressourcen effizient organisieren bzw. einsetzen – so auch im Eisenbahnsektor.Die DB Systel GmbH nutzt diese Potenziale des Informationszeitalters sowohl nach außen als auch nach innen: Der ICT-Dienstleister der Deutschen Bahn AG hat einerseits bereits vor zehn Jahren damit begonnen, Teile seiner Softwareproduktion ins Ausland, namentlich nach Indien und auf die Philippinen zu verlagern. Anderseits setzt DB Systel auch intern auf die neuen Technologien, so zum Beispiel im Bereich der Mitarbeiterkommunikation mithilfe von so genannten Web-2.0-Instrumenten wie Wikis, Weblogs oder Foren. Und mit dem Pilotprojekt Rail-in-Motion entwickelt das Unternehmen darüber hinaus eine Plattform zur Information und Kommunikation mobiler DB-Mitarbeiter auf der Basis von Tablet PCs.Weitere Beiträge im Rahmen unseres Themenschwerpunktes Informationstechnologie und Telekommunikation beschäftigen sich unter anderem mit der Entwicklung eines algorithmusbasierten Assistenzsystems für Zugdisponenten bei der DB Netz AG, beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten an der Schnittstelle zwischen ICT und Bahn, mit der Digitalisierung der Gesellschaft und dem Einsatz von Balanced Scorecards innerhalb des IT-Controllings.Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen dieser und weiterer Beiträge der vorliegenden Ausgabe.
Im Spannungsfeld kultureller und unternehmerischer Aspekte
DB Systel, der Informations- und Kommunikationstechnologie (ICT)-Dienstleister der Deutschen Bahn, betreibt rund 500 produktive ICT-Anwendungen. Da liegt es auf der Hand, dass die Softwareentwicklung eine tragende Säule der unternehmerischen Aktivitäten darstellt. Das umfangreiche Aufgabengebiet reicht von der Wartung der Systeme über die Weiterentwicklung bis hin zu kompletten Neuentwicklungen.
Interaktive Kommunikation im Unternehmenseinsatz
Wikipedia, Facebook, Web 2.0 – Schlagworte, die in aller Munde sind und die für eine elementare Wandlung der Internet- und Intranetnutzung stehen: Weg von der einseitigen Sender-Empfänger-Kommunikation und hin zum kollaborativen, dialogorientierten Erschaffen von Inhalten. Auch bei DB Systel spielen unternehmensinterne Web 2.0-Instrumente eine immer größere Rolle. Seit etwa einem Jahr baut DB Systel konsequent und zielgerichtet ihr Angebot für eine verbesserte interaktive Kommunikation im Unternehmen aus. Erste Untersuchungen zeigen, dass dieses Angebot von den Mitarbeitern gut angenommen wird und einen positiven Einfluss auf die Unternehmenskultur hat.
Mobilität für den mobilen Arbeitsplatz
Arbeitsaufträge, Schichtpläne, Weisungen – der Arbeitsalltag mobiler Mitarbeiter im Bahnkonzern ist häufig von sehr vielen Informationen bestimmt. Bisher stehen diese Unterlagen meist in Form von Papier zur Verfügung und kosten Zeit und Aufwand bei der Erstellung und Verteilung. Mit Rail-in-Motion entwickelt DB Systel eine innovative Plattform zur Information und Kommunikation für mobile Mitarbeiter auf Basis von Tablet PCs. Ziel ist, dass die Informationen immer zeitnah dort sind, wo sie gebraucht werden – beim Mitarbeiter.
ICT als Startrampe für die berufliche Zukunft
Die Suche nach qualifizierten jungen Arbeitskräften hat bei DB Systel einen hohen Stellenwert. Deshalb setzt der ICT-Dienstleister der Bahn seit vielen Jahren verstärkt auf die Ausbildung eigener Fachkräfte. Neben der Ausbildung zum Fachinformatiker der Fachrichtungen Systemintegration oder Anwendungsentwicklung, bietet die DB Systel duale Studiengänge im Bereich Wirtschaftsinformatik und seit 2011 auch im Bereich Informatik an. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, ein Traineeprogramm zu absolvieren. Eric Ströller berichtet von seinen Erfahrungen
Von Lukas und Jim Knopf zum Lokführer von morgen
Ob im Fern-, Nah- oder Güterverkehr – Lokführer sorgen gemeinsam mit anderen Kollegen Tag für Tag dafür, dass Reisende oder Güter an ihr Ziel kommen. Sie tragen Verantwortung für Mensch und Maschine, für Qualität und Sicherheit. Von der S-Bahn über die Rangierlok bis zum ICE – mit der technologischen Entwicklung verändern sich auch die Herausforderungen. Denn neben Mechanik, Hydraulik und Co. muss auch moderne Computertechnik beherrscht werden. Immer noch ist der Lokführer ein beliebter Ausbildungsberuf. Doch die demografische Entwicklung, die zurückgehenden Schülerzahlen und der allgemein steigende Fachkräftebedarf sind auch hier spürbar. Im Wettbewerb um Nachwuchskräfte müssen sich Arbeitgeber heute mehr anstrengen, um potenzielle Bewerber zu gewinnen. Es gilt, wieder mehr junge Menschen für den Traum eines modernen Jim Knopf zu begeistern.
Fachpersonal-Qualifizierung in Verkehrsunternehmen
Die Anforderungen an die Qualifizierung von Fachpersonal in Verkehrsunternehmen steigen – neben den klassischen Trainerkompetenzen benötigen die eingesetzten Trainer die Kompetenzen eines Coachs, Beraters und Trainingsentwicklers sowie eine hohe Flexibilität. Im folgenden Beitrag wird das freiwillige Zertifizierungssystem dargestellt und abgegrenzt vom staatlich geregelten Bereich, es werden die Anforderungen an Trainer, die eine Zertifizierung im Bereich „Verkehrssysteme“ anstreben, erläutert und der Nutzen der Zertifizierung dargestellt.
Luftfrachtlogistik im digitalen Zeitalter
Das Projekt „Allianz Digitaler Warenfluss“ (ADiWa) ist ein vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördertes Konsortialprojekt mit zwölf Partnern aus Forschung und Wirtschaft. Ziel von ADiWa ist es, Technologien für Unternehmensanwendungen zu erforschen, die die reale Welt über das Internet der Dinge in komplexe und dynamische Geschäftsprozesse integrieren. ADiWa fokussiert dabei insbesondere die dynamische Komposition, Steuerung, Optimierung und Änderung von Geschäftsprozessen auf Basis der ausgewerteten Informationen aus der realen Welt.
Neues Tunnelnotrufsystem NBS2010
Mit dem Baubeginn der Neubaustrecken (NBS) bei der Deutschen Bahn vor fast 25 Jahren wurde speziell für die Tunnel dieser Schnellfahrstrecken durch die Aufsichtsbehörde eine Richtlinie erlassen, die die „Anforderungen des Brand- und Katastrophenschutzes an den Bau und den Betrieb von Eisenbahntunneln“ regelt. In dieser Richtlinie wird unter anderem gefordert, in Eisenbahntunneln, die länger als 1.000 Meter sind, Notrufmöglichkeiten für Reisende vorzuhalten.