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Editorial

Editorial 05/2008

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

Union und SPD haben sich auf eine Teilprivatisierung der Deutschen Bahn geeinigt. Der Koalitionsausschuss hat am 29. April grünes Licht für die Beteiligung privaten Kapitals an der Deutschen Bahn AG gegeben. Damit erfolgte ein weiterer wichtiger Schritt zur Vollendung der Bahnreform. Der Vorstandsvorsitzende des Konzerns Hartmut Mehdorn bezeichnete den Beschluss als einen Riesen-Erfolg für das Unternehmen und aus wirtschaftspolitischer Sicht als einen Schritt mit europäischer Dimension. Die Standfestigkeit beim Verfolgen dieses großen Ziels habe sich gelohnt. Er ermögliche der Bahn AG, die eingeschlagene Strategie auf dem Weg zum weltweit führenden Mobilitäts- und Logistikunternehmen konsequent weiter zu verfolgen.

In diesem Kurs wurde die DB AG auf dem zeitgleich stattfindenden Konzerntreff von Bundeskanzlerin Angela Merkel bestärkt, die vor 1.200 Führungskräften, die DB als „erfolgreiche Bahn“ bezeichnete, „die über Deutschland hinaus ein hohes Renommee hat“. Darauf sei „man als Deutscher natürlich stolz“.

Der Startschuss zur Teilprivatisierung erfordert allerdings eine Umstrukturierung der DB AG. Auch wenn nicht alle Geschäftsfelder in die Teilprivatisierung einbezogen sind, wird die Deutsche Bahn AG als integrierter Konzern erhalten bleiben, um auch weiterhin Synergien aus dem Konzernverbund zu ziehen. Dies beinhaltet auch, dass Mitarbeiter und Führungskräfte in allen Geschäftsfeldern gleich behandelt werden und dass ihnen auch weiterhin der konzerninterne Arbeitsmarkt erhalten bleibt.

Die Umstrukturierung sieht im Grundsatz vor, dass einige Geschäftsfelder unter dem Dach einer Zwischenholding zusammengefasst werden: Fernverkehr, Regio, Stadtverkehr, Schienengüterverkehr, Schenker und Dienstleistungen. An dieser Gesellschaft können sich dann private Investoren mit bis zu 24,9 Prozent beteiligen. 75,1 Prozent hält weiterhin die DB AG. Diese hält auch zu 100 Prozent die Infrastrukturgeschäftsfelder (Netz, Personenbahnhöfe, Energie). Die Holdingfunktionen werden zum Teil in der DB AG und zu einem anderen Teil in der Zwischenholding angesiedelt.

Die Details des Unternehmensumbaus werden derzeit mit den Arbeitnehmervertretern besprochen. Nach Aussage von Konzernchef Mehdorn sollen die Mitarbeiter jedoch nicht um ihre Arbeitsplätze bangen müssen. Mit der Tarifgemeinschaft aus Transnet und GDBA wurde bereits über die Fortsetzung der Beschäftigungssicherung verhandelt. Dabei hat sich der Vorstand der DB AG grundsätzlich bereit erklärt, die Beschäftigungssicherung bis 2023 zu verlängern. Die entsprechende Vereinbarung soll bis zum Ablauf des jetzt gültigen Tarifvertrages im Jahr 2010 abgeschlossen sein.

Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen unserer neuesten Ausgabe.

Mit besten Grüßen
Ihr Redaktionsteam Deine Bahn

Artikel

Technologische Innovationen für die Bahn nutzbar machen

DB Systel ist im Jahr 2007 aus der Integration von DB Systems und DB Telematik hervorgegangen. Für die Bahn bedeutet das Informationstechnologie und Telekommunikation aus einer Hand. Mit seinen 5.100 Mitarbeitern deckt DB Systel als einer der größten konzerneigenen ITK-Dienstleister den gesamten Lebenszyklus von IT- und TK-Lösungen ab, angefangen von der fachlichen Analyse über die strategische Planung und Entwicklung bis hin zu Betrieb und Optimierung. Darüber hinaus sichert DB Systel tagtäglich die Systemverfügbarkeit aller IT- und TK-relevanten Geschäftsprozesse der Bahn. Denn damit Transport- und Logistikprozesse funktionieren, bedarf es hochmoderner Infrastruktur wie Rechenzentren, Netze oder TK-Anlagen und vieler Verfahren, die das ermöglichen: Fahrplankonstruktion, Reisendeninformationssystem, Trassenmanagement, Vertriebssystem sowie Disposition von Zügen und Personal. Als Antwort auf den wachsenden Bedarf an IT- und TK-übergreifenden Prozessen und Methoden wird das Unternehmen zudem künftig neben klassischen oder kombinierten IT- und TK-Dienstleistungen zunehmend integrierte ICT-Services anbieten.

Artikel

Informationsschutz im DB Konzern: Regeln, Grundsätze und Hinweise

Sicherheit ist ein wesentliches Qualitätsmerkmal für den DB Konzern. Dies betrifft sowohl die Safety, d.h. die Abwehr von Gefahren aus technischem Versagen oder menschlichem unabsichtlichem Fehlverhalten, als auch die Security, d.h. die Abwehr derjenigen Gefahren, die sich aus vorsätzlich regelwidrigem oder gar kriminellem menschlichem Handeln ergeben.

Eine besondere Bedeutung innerhalb der Security hat der Informationsschutz, da er eine wichtige Geschäftsgrundlage für das Unternehmen darstellt. Er setzt Loyalität, Verantwortungsbewusstsein, Sicherheitssensibilität und umsichtiges Verhalten aller Mitarbeiter voraus. Die folgenden Ausführungen widmen sich den einzelnen Elementen des Informationsschutzes; sie sollen die Führungskräfte und Mitarbeiter im DB Konzern bei der praktischen Umsetzung des Informationsschutzes im Geschäftsalltag unterstützen. Dabei wird in den jeweiligen Abschnitten auf die dazu vorhandenen Richtlinien verwiesen.

Artikel

Ein Leitfaden zur Ideenentwicklung

Innovationen sind der Schlüssel zum Erfolg von morgen. In Zukunft sollen Innovationen bzw. neue Ideen einen noch größeren Beitrag zum wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens Bahn leisten. Das Thema Innovation steht deshalb heute ganz oben auf der Liste der Managementagenda der Deutschen Bahn. Dieser Artikel hat zum Ziel, dem Leser einen strukturierten und erfolgreichen Prozess zur Ideenentwicklung vorzustellen und konkrete Hinweise zum Vorgehen bzw. zu geeigneten Instrumenten an die Hand zu geben.

Die Europäische Sicherheitsrichtlinie

Die „Sicherheitsrichtlinie“ 2004/49/EG der Europäischen Union soll zur Harmonisierung des heute bestehenden heterogenen Eisenbahnsystems beitragen, in dem Standards für Art und Umsetzung einer einheitlichen und vergleichbaren Sicherheitskultur geschaffen werden.

Artikel

Elektrischer Triebzug CORADIA LIREX

Am 6. März 2008 präsentierte Alstom erstmalig ein Fahrzeug der neuen Triebfahrzeugbaureihe 440 auf dem hauseigenen Testgleis in Salzgitter. Diese 160 km/h schnellen elektrischen Triebzüge haben je nach Wagenanzahl bis zu 293 Sitzplätze. Maximal drei Züge können gekuppelt werden und bieten so in der Hauptver­kehrszeit rund 900 Sitzplätze. Das Fahrzeug ist Teil der CORADIA LIREX Familie von Alstom: LIREX steht für leichter, innovativer Regionalexpress.

Artikel

DB Start – das Training für Direkteinsteiger und Trainees

Seit Herbst 2002 bietet DB Training für Direkteinsteiger und Trainees der Deutschen Bahn AG das zweitägige Training „DB Start – Einstieg bei der DB AG“ an. Ziel des Trainings ist es, einen Überblick über den Konzern und das System Bahn zu vermitteln und die unternehmensbereichsübergreifende Netzwerkbildung zu fördern.

Regelmäßig stehen die Inhalte von DB Start auf dem Prüfstand und werden den aktuellen Erfordernissen angepasst. 2007 wurde das Seminar komplett überarbeitet. In diesem Artikel wird das weiterentwickelte Konzept vorgestellt.

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Persönliche Schutzausrüstung (PSA) und Hautschutz

Bei vielen Tätigkeiten innerhalb der Deutsche Bahn AG bestehen arbeitsbedingte Gesundheits- bzw. Unfallgefahren. Hierzu zählen mögliche Verbrennungen bei Schweißarbeiten in Werkstätten, mögliche Verletzungen bei Arbeiten an Maschinen und beim innerbetrieblichen Transport, UV-Strahlung und Witterungseinflüsse bei Arbeiten im Freien oder die Gefahr eines Absturzes bei Mastbesteigungen und Höhenarbeitsplätzen. Da sich Gefährdungen durch technische und organisatorische Maßnahmen oder auch die Substitution von Gefahrstoffen nicht immer vollständig vermeiden lassen, ist es erforderlich, durch gezielten Einsatz von Persönlicher Schutzausrüstung (PSA) und Hautmitteln arbeitsbedingte Gesundheitsgefahren abzuwenden.

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Betriebswirtschaftslehre

In diesem Beitrag geht es um die Wissenschaft Betriebswirtschaftslehre (BWL), speziell um den Ursprung und die Entwicklung dieser Wissenschaft und in Kurzform um die zentralen Inhalte.

Die Betriebswirtschaftslehre (BWL) als Wissenschaft nahm nach Ende des zweiten Weltkrieges in Deutschland einen bedeutsamen Aufstieg. Die Zahlen der Studierenden in diesem Fach überstiegen in den letzten 60 Jahren jene der Rechtswissenschaften und der Medizin, die Zahl der Hochschullehrer in der BWL verzehnfachte sich. Die Erkenntnisse der BWL bestehen fast ausnahmslos aus Verallgemeinerungen von regelmäßig beobachtbaren Tatsachen und Erfahrungen. Der Praxisbezug dieser Wissenschaft spielt dabei eine herausragende Rolle, denn schließlich müssen sich die Erkenntnisse tagtäglich in den kaufmännischen Bereichen in Unternehmen der Bundesrepublik und der ganzen Welt bewähren.

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