Deine Bahn 06/2004
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Inhalt
Editorial
Systemverbund Bahn
Personenverkehr
Infrastruktur
Blick in die Ausgabe
Editorial 06/2004
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
angesichts der sich abzeichnenden Entwicklung des Verkehrs, insbesondere auf dem Gütersektor, treibt die Europäische Union die Öffnung der Bahnmärkte voran. Nach einer dieser Tage in Brüssel vorgestellten Studie von IBM Business Consulting Services und Professor Christian Kirchner von der Humboldt-Universität Berlin zum „Liberalisierungsindex Bahn 2004“ hat sich der Grad der Bahnliberalisierung in den Mitgliedsländern der EU teilweise recht unterschiedlich entwickelt. Zu den Ländern mit „dynamischem Liberalisierungsprozess“ gehören laut der Studie Deutschland, Großbritannien, die Niederlande, Italien, Dänemark Schweden und Portugal. Einen geringeren Grad der Marktöffnung haben Österreich, Frankreich, Belgien, Luxemburg, Finnland, Polen, Tschechien, die Slowakei, Ungarn, Slowenien und Lettland. In Spanien, Griechenland, Irland, Estland und Litauen wurde bislang keine Marktfreigabe eingeleitet. Voraussetzung für einen freizügigen Eisenbahnverkehr in Europa ist aber nicht nur die entsprechende politische Willensbildung in den Mitgliedsstaaten. Europas Eisenbahnsystem hat sich in über 150 Jahren bezüglich der technischen und betrieblichen Bedingungen sowie der diesen zugrunde liegenden Sicherheitsphilosophien auseinanderentwickelt. Um diese Barrieren zu überwinden, hat das Europäische Parlament im Rahmen des zweiten Eisenbahnpakets unter anderem die Gründung einer Europäischen Eisenbahn-Agentur beschlossen. Die „European Railway Agency (ERA)“ soll die Europäische Kommission unterstützen, indem sie die grundlegenden Anforderungen bezüglich gemeinsamer Sicherheit und Interoperabilität sowie die dafür erforderlichen technischen Spezifikationen weiterentwickelt. In unserem Leitartikel erläutert Fritz Schröder, Leiter Safety System Bahn, das zweite EUEisenbahnpaket und die daraus folgenden Konsequenzen für die europäischen Bahnen. In einem weiteren Artikel berichten wir über die neu zu gründende Europäische Eisenbahn- Agentur, über ihren geplanten Aufbau, ihre Aufgaben und ihre Entscheidungsbefugnis. Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen unserer neuesten Ausgabe.
Mit besten Grüßen Ihr Redaktionsteam Deine Bahn
Das zweite EU-Eisenbahnpaket und die Konsequenzen für die europäischen Bahnen
Das Europäische Parlament hat am 22. April 2004 über das 2. Eisenbahnpaket abschließend beraten, so dass es voraussichtlich Mitte 2004 in Kraft gesetzt wird. Die darin enthaltenen EU-Richtlinien zur – Eisenbahnsicherheit, – Änderung der Interoperabilitäts- Richtlinien und – Änderung der Richtlinie 91/ 440 EWG zur Entwicklung der Eisenbahnunternehmen müssen danach in den Mitgliedsstaaten in nationales Recht umgesetzt werden.
Europas neue Eisenbahn-Agentur
Die European Railway Agency (ERA) Das Europäische Parlament und der Rat haben auf einer Sitzung des Vermittlungsausschusses am 16. März 2004 eine Einigung zum 2. Eisenbahnpaket der EU erzielt. Das Europäische Parlament hat es am 22.04 2004 abschließend beraten, so dass das 2. Eisenbahnpaket voraussichtlich Mitte 2004 in Kraft treten wird.
Transparente und einheitliche Unternehmensdaten erzeugen mit SAP BW
Weltweit haben bereits weit über 8.000 Unternehmen das so genannte SAP Business Warehouse der SAP AG (SAP BW) installiert. Auch in Deutschland haben Großunternehmen aller Branchen das SAP BW zum Mittelpunkt ihrer unternehmensweiten Data-Warehouse- Strategie gemacht.
Instrumente der Personalentwicklung zur Aus- und Weiterbildung
Die Weiterentwicklung von Betrieben, gleich welcher Organisationsform, ist davon abhängig, dass deren Funktionsträger, bedingt durch ständigen Erkenntnisfortschritt in den Fach- und Pädagogikwissenschaften, neue Kenntnisse, Fertigkeiten und Verhaltensweisen vermittelt werden. Wichtig ist wie nie zuvor eine antizipative (die zukünftigen Anforderungen vorwegnehmende) Personalentwicklung, die die Funktionsträger der Bildungsbetriebe befähigt, alle zukünftig auftretenden bildungsbetriebliche Problemfelder zu bewältigen. Dabei entpuppt sich Personalentwicklung als Aufgabe der permanenten Mitarbeiterbildung. Dieser Beitrag versucht aufzuzeigen, welche Inhalte und vor allem welche Methoden bzw. Instrumente notwendig sind, um von einer zukunftsorientierten Personalentwicklung in Bildungsbetrieben sprechen zu können. Was ist unzureichend an der bisherigen Personalentwicklung in Betrieben, oder ist sie einfach nicht mehr auf dem Stand der Zeit? Um diese Frage beantworten zu können, muss ein Betrieb als ein im Wandel befindliches Gebilde von Individuen betrachtet werden. Neue Formen der Menschenführung bedingen neue Wege in der Personalentwicklung bzw. betrieblichen Weiterbildung ebenso wie neue Erkenntnisse aus der Lernpsychologie und dem Erwachsenenlernen. Wenn wir einen im Wandel begriffenen Bildungsbetrieb und neue Erkenntnisse aus der Fachwissenschaft, Fachdidaktik, Erziehungswissenschaft und deren Nachbarwissenschaften haben, so müssen diese auch in veränderte Inhalte einfließen und damit letztendlich in effektivere Personalentwicklungs- bzw. Weiterbildungsmethoden.
In der Gruppe gemeinsam günstig reisen
Im Frühjahr haben sich in den Tarifbestimmungen der Deutschen Bahn einige Veränderungen ergeben. Neben Änderungen im Reservierungsentgelt und der Einführung von Maximalpreisen wurden auch die Tarifbestimmungen und die Preise bei Gruppenreisen verändert. Der nachfolgende Artikel beschäftigt sich mit diesen Neuerungen bei den Gruppe&Spar-Preisen.
Der europäische Schienengüterverkehr (Teil 2)
Das nationale Schienennetz Die Schiene ist der Verkehrsweg der Eisenbahn. Die Streckenlänge des dem öffentlichen Eisenbahnverkehr dienenden Streckennetzes betrug 2002 rund 41.000 km. Davon waren rund 19.400 km elektrifiziert. Der Hauptanteil an dem öffentlichen Streckennetz lag beim Konzernunternehmen der DB AG, der DB Netz AG: rund 37.150 km Streckenlänge entfielen auf die Konzernsparte DB Netz. Davon waren 19.250 km elektrifiziert und rund 25.000 km lagen im Bereich des Zugfunks; d.h., jeder Lokführer in diesem Bereich kann von der Zugüberwachung auf seiner Lok erreicht werden.
Ausbildungen zum neuen Zugfunksystem GSM-R
Im Artikel „Das GSM-R-Netz – seine Komponenten und Merkmale“ im Heft 2/2004 dieser Zeitschrift wurde das neue Funksystem umfassend vorgestellt. Hier werden jetzt die bei der Deutschen Bahn vorgesehenen Schulungsmaßnahmen erläutert, die in großen Teilen vom DZB getragen werden.
Die Anweisung für den Fahrbetrieb
In „Deine Bahn“ 4/2004, Seite 220 bis 228, hatten wir Ihnen den Abschnitt II, Züge fahren, bis § 12 der Anweisung für den Fahrbetrieb vorgestellt und kommentiert. In diesem Heft setzen wir die Serie mit dem Abschnitt II, § 13 fort.