Im Investitionsgeschäft – und das nicht nur bei der Bahn – erlebt man häufig Projekte, bei denen trotz des Bemühens aller Beteiligten nichts gelingt und scheinbar von Anfang an alles danebengeht. Bei genauer Betrachtung kann man jedoch feststellen, dass bei der eigentlichen Realisierung des Vorhabens viele Probleme, gleich ob es technische, finanzielle oder rechtliche sind, ihre Ursache weit vor dem eigentlichen Baubeginn haben und bei ruhiger und besonnener Organisation des Planungsvorlaufs hätten vermieden werden können. Leider sind es nicht die klassischen Planungsfehler, bei denen sich ein Statiker oder Konstrukteur versieht, da sich diese durch ausgeklügelte Prüfverfahren weitgehend ausschließen lassen. Es sind meist ganz simple Fehler in den Planungs- und Vorbereitungsabläufen, die zu Zeitverzügen und danach zu hektischen Nachsteuerungsschritten führen, die dann wiederum eine Kette von Fehlhandlungen in Gang setzen.
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Bauplanung
Von der Planung bis zur Inbetriebnahme
Der Gotthard-Basistunnel wird nicht nur die Verkehrssituation in der Schweiz, sondern das Eisenbahnnetz Europas grundsätzlich verändern: Mit dem Durchschlag in der Oströhre des Gotthard-Basistunnels erreichte das Projekt AlpTransit am 15. Oktober 2010 zwischen Sedrun und Faido einen weiteren großen Meilenstein. Am 23. März 2011 erfolgte dann der letzte Durchschlag im längsten Bahntunnel der Welt. Das Projekt befindet sich somit am Übergang vom Tunnelbau zur bahntechnischen Ausrüstungsphase. Anfang 2016 wird in einem Probebetrieb mit Zügen das Zusammenspiel der technischen Installationen im Gotthard-Basistunnel getestet. Im Dezember 2016 werden die Schweizerischen Bundesbahnen als zukünftige Betreiber den kommerziellen Betrieb durch den längsten Eisenbahntunnel der Welt aufnehmen.
Stellwerkstechnik bei Umbauvorhaben
Ein Stellwerk ist kontinuierlich an neue Anforderungen anzupassen. Es ist zum Beispiel möglich, ein bereits bestehendes Stellwerk umzubauen und dem veränderten Gleisplan anzugleichen. Der Umbau im Gleisplan von Bahnhöfen erfolgt in mehreren Schritten, den so genannten Bauzuständen. Allerdings wird hierbei häufig ein neues Elektronisches Stellwerk (ESTW) errichtet, da jede technische Einrichtung nur eine begrenzte Lebensdauer hat. Demzufolge ist bereits vor Beginn der Baumaßnahme unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu prüfen, ob ein neu zu bauendes ESTW anstelle eines alten Stellwerkes einzusetzen ist.
Der Artikel basiert auf der Diplomarbeit des Verfassers am Institut für Eisenbahn und Verkehrswesen der Universität Stuttgart, für die er im vergangenen Jahr mit dem Förderpreis des Verbandes Deutscher Eisenbahn-Ingenieure (VDEI) ausgezeichnet wurde.
Aktuelle Herausforderungen bei der LST-Planung
Im Oktober 2009 fand die 15. Fachtagung der Professur der Verkehrssicherungstechnik der Technischen Universität Dresden zum Thema „Entwicklungen des Sicherungswesens in Theorie und Praxis“ statt. Unter dem Titel „Aktuelle Herausforderungen der LST-Planung“ widmeten sich die rund 190 Teilnehmer aus Deutschland, Italien, Ungarn und der Schweiz dem Thema Elektronische Stellwerke (ESTW) sowie der Planung des künftigen europäischen Zugsicherungs- und Zugsteuerungssystems ECTS. Der folgende Beitrag gibt Ihnen einen Überblick über die Themen.
Die Instandhaltungsplanung
Jedes Unternehmen steht in einer engen Beziehung zu seiner Umwelt, welche von permanenten wirtschaftlichen, politischen und rechtlichen Strukturveränderungen geprägt ist. Auch die DB Netz AG als Infrastrukturunternehmen stellt sich kontinuierlich diesen Veränderungen. Die jeweilige Qualität der Investitions- und Instandhaltungsentscheidungen hat gerade auch für DB Netz eine hohe Bedeutung für die weitere Unternehmensentwicklung.
Konzeptionelle Planungsgrundsätze
In der vorherigen Ausgabe von „Deine Bahn“ wurden PZB 90-Prinzipien aufgezeigt und erläutert. In diesem Beitrag werden darauf aufbauende Grundsätze für die praktische Umsetzung in der Infrastruktur abgehandelt.