Der kontinentale Kombinierte Verkehr ist Spezialist für Schienenverkehre zwischen Terminal und Terminal – in Deutschland und in ganz Europa.
Alle Beiträge zum Thema
Hafenhinterlandverkehr
Neue Wege im maritimen Kombinierten Verkehr
Der maritime Kombinierte Verkehr verbindet europäische Seehäfen mit den wichtigsten Wirtschaftsregionen des Kontinents und steht im Fokus von Teil 3 der Serie zur Umstrukturierung bei DB Cargo.
Bahnbetrieb auf Borkum: Von der Dienstanweisung zum TUZ
Im zweiten Teil des Beitrags zur Borkumer Kleinbahn wird der vollständig digitalisierte Zugleitbetrieb betrachtet.
Von der Pferdebahn zur öffentlichen Eisenbahninfrastruktur
Aus einer Materialbahn für den Leuchtturmbau ist die erste öffentliche Eisenbahn der Insel Borkum entstanden. Ein Blick auf ihre Geschichte und die Besonderheiten der Infrastruktur.
Hinterlandanbindung des JadeWeserPort Wilhelmshaven
An Deutschlands führendem Container-Tiefwasserhafen steht der verladenden Wirtschaft eine moderne bahnseitige Infrastruktur zur Verfügung.
Anschlussbahnen in Deutschland
Hinter dem Begriff der Anschlussbahn verbergen sich unterschiedliche Logistikdienstleistungen. Als eine Form des Zugangs zum Eisenbahnnetz spielen sie eine wichtige Rolle im Schienengüterverkehr.
Nutzung von intelligenten Güterwagen in der Hafenlogistik
Die FH Aachen forscht in zwei Projekten an der Digitalisierung und Automatisierung von Güterwagen. Rangiervorgänge können damit teilweise automatisiert und der Personalbedarf reduziert werden.
Steigerung der Netzkapazität für den Schienengüterverkehr
Mit der Schaffung von Überholgleisen wird das Netz ertüchtigt für den Verkehr verlängerter Güterzüge.
Seehäfen in Deutschland – Gewinner der Globalisierung
Verfolgt man die Meldungen über den Seegüterumschlag, so vergeht kaum ein Monat, in dem die internationalen Seehäfen keine neuen Rekorde im Umschlag vermelden. Allein für das erste Quartal 2007 vermeldet das Statistische Bundesamt wieder ein erneutes Wachstum des Seegüterumschlages um über 7 Prozent auf 77,5 Millionen Tonnen gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum. Diese Zahl ist symptomatisch für die Entwicklung in den Seehäfen und reiht sich in ein seit ca. 1990 andauerndes stark beschleunigtes Wachstum.
Die überproportionalen Wachstumsraten des Containerumschlags (siehe hierzu auch Deine Bahn 6/2007) überlagern dabei, dass auch in den anderen Segmenten wie Stückgut, Tanktransporte etc. permanente Steigerungsraten zu verzeichnen sind. Da es sich beim Transport und Warenumschlag aber stets um eine derivate Nachfrage handelt, ist dieses Wachstum ein Indikator sowohl für die stark wachsende Weltwirtschaft, wie auch den steigenden Grad der weltwirtschaftlichen Verflechtung. Und diese Entwicklung – da sind sich fast alle Experten einig – wird weiter voranschreiten. Nahezu alle Prognosen gehen von einer erneuten Verdopplung allein des Containerumschlags in den nordeuropäischen Seehäfen bis 2015 aus. Wer sich einmal einen der hochmodernen Containerterminals in Hamburg oder Bremen/Bremerhaven oder auch in den Häfen der sog. ARA-Range (Antwerpen, Rotterdam, Amsterdam) angesehen hat, der erkennt schnell, welche logistischen Herausforderungen sich aus den gewaltigen Warenbewegungen im Hinblick auf die seeseitigen Kapazitäten, die Hafen-, Lager und Umschlagskapazitäten und vor allem auf die infrastrukturellen Anbindungen des Hinterlandes ergeben.
Hafen Hamburg
Die Globalisierung der Wirtschaft und mit ihr verbundener Transport-Logistik erhöht die Bedeutung wirtschaftsgeographisch günstig gelegener Seehäfen. Industrie und Handel im Binnenland sind auf die Seehäfen angewiesen, um über den Seeweg ferne Märkte zu erreichen und/oder Wertschöpfungsketten zu knüpfen. Umgekehrt benötigen überseeische Unternehmen logistisch gut aufgestellte Seehafenstandorte als Sprungbrett zur Erschließung europäischer Märkte. Hamburg hat die besten Voraussetzungen, um sich auf Dauer als eines der weltweit führenden Logistikzentren zu etablieren – zum Vorteil seiner Region und korrespondierender Logistikstandorte in Mittel- und Osteuropa. Mit seinem hohen Bahnanteil im Hinterlandverkehr und den vorhandenen Potenzialen auf Binnenwasserstraßen sowie der vorteilhaften Lage weit im Binnenland bietet der Standort gute Voraussetzungen für einen umweltschonenden und leistungsstarken Verkehr auch bei rasch zunehmenden Containerladungsströmen. Das Wachstumstempo erfordert allerdings unverzügliche Maßnahmen dort, wo Überlastungen der Verkehrsinfrastruktur drohen. Engpässe auf Schiene und Straße im Hinterland des Seehafens bedürfen der beschleunigten Beseitigung. Unterhaltung und Ausbau von Binnenwasserstraßen müssen mit entsprechender Aufmerksamkeit verfolgt werden. Entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Nordseehäfen gegenüber den Westhäfen ist allerdings primär die Verbesserung der nautischen Bedingungen in den Zufahrten, um Verkehrsverlagerungen zu vermeiden und sich abzeichnenden Überlastungen in den westeuropäischen Häfen und ihrem Hinterland zu begegnen.