Wer im Bereich der Logistik studieren möchte, findet in Deutschland ein unglaublich vielfältiges Angebot vor. Neben der gestiegenen Bedeutung der Logistik ist die Bologna-Reform der zentrale Treiber, welcher insgesamt nahezu zu einer Vervierfachung der Studiengänge im Hochschulsystem geführt hat. Zudem konnten sich in diesem System zunehmend auch Studienformen jenseits des klassischen Präsenzstudiums etablieren, welche weiter ein großes Wachstum verzeichnen. Nachdem der Verfasser in der Maiausgabe von Deine Bahn auf die konkreten Studienangebote im Bereich der Logistik eingegangen ist, folgt nun eine Beschreibung des Hochschulrahmens nach der so genannten Bologna-Reform, der Umstellung des Hochschulrahmens auf das zweistufige System aus Bachelor- und Masterabschlüssen.
Alle Beiträge von Kai Hoffmann
Leitfaden zur Wahl des richtigen Logistik-Studiengangs
Wer im Bereich der Logistik studieren möchte, findet in Deutschland ein unglaublich vielfältiges Angebot vor. Neben der gestiegenen Bedeutung der Logistik selbst, ist die Bologna-Reform, also die Umstellung vom einstufigen Studiensystem der Diplomstudiengänge zum zweistufigen System aus Bachelor und Master der zentrale Treiber, welcher insgesamt nahezu zu einer Vervierfachung der Studiengänge im Hochschulsystem geführt hat. Zudem konnten sich in diesem System zunehmend auch Studienformen jenseits des klassischen Präsenzstudiums etablieren, welche weiter ein großes Wachstum verzeichnen. Damit hat sich nicht nur die Vielfalt an Studiengängen im Bereich der Logistik deutlich erhöht, sondern auch die möglichen Studienformen. Die Frage nach dem richtigen Studium ist damit nicht nur komplexer geworden, sie bietet auch viel mehr Möglichkeiten.
Joint Warehousing: Option für den Handel?
Neben dem in der Logistik seit Jahren etablierten Ansatz des Shared Warehousing hat sich in der jüngeren Zeit ein weiteres Betreibermodell im Bereich der Logistikimmobilien etabliert – der Ansatz des Joint Warehousing. Dieser Ansatz etabliert sich insbesondere bei Formen der Zusammenarbeit, deren Fundament in einer langfristigen und gemeinsamen Investition mit dem impliziten Ziel einer gegenseitigen Bindung durch wechselseitige Abhängigkeiten besteht. In vielen Branchen hat sich dieser Ansatz bereits bewährt, konnte sich jedoch in der logistikintensiven Branche des Handels noch nicht durchsetzen. Der vorliegende Artikel beleuchtet das Thema Joint Warehousing unter anderem anhand von ausgesuchten Fallbeispielen, um darauf aufbauend die gegenwärtigen und zukünftigen Potenziale im Handel zu beleuchten.
Die Logistik im Jahr 2030
Die Frage nach der Zukunft beschäftigt die Menschen seit jeher, sie ist emotionsgeladen und von Ängsten und Hoffnungen geprägt. Eine systematisierte Auseinandersetzung mit Zukunftsfragen hat durch die Entwicklung der Szenariotechnik eine enorme Aufwertung erfahren. So verwundert es nicht, dass diese Technik in jüngerer Zeit auch in der Logistik ihre Verbreitung gefunden hat. Der Artikel beleuchtet daher Aspekte bzw. Implikationen auf die Logistik im Jahr 2030. Welches sind die entscheidenden Treiber und wie verändert sich die Logistik in den kommenden 20 Jahren? Dies soll anhand einiger für die Logistikwirtschaft 2030 entscheidenden weltwirtschaftlichen Entwicklungsparameter grundlegend erläutert werden.
Logistikimmobilien in Deutschland
Im folgenden Artikel werden aktuelle Entwicklungen und Trends auf dem Mietmarkt für Logistikimmobilien dargestellt sowie die Grundsystematik und Vorgehensweise einer Bewertung solcher Immobilien betrachtet. Zudem wird der aktuelle Trend zur „grünen“, also im Idealfall klimaneutralen Logistikimmobilie beleuchtet. Der Beitrag schließt an den vorangegangenen Artikel in Deine Bahn 1/2010 an, der den Markt für Logistikimmobilien und dessen Standortindikatoren darstellte.
Wachstumssegment der Immobilienwirtschaft
Logistikimmobilien avancierten innerhalb weniger Jahre zu einem etablierten Marktsegment der Immobilienwirtschaft. Grund dafür war der Anfang der 1990er Jahre im Zuge der Globalisierung einsetzende Logistikboom und die daraus resultierenden Renditen, die das Interesse klassischer Immobiliengesellschaften, Investoren und Banken weckten. Folge: Wo einst Eigenbetrieb und Eigentum der klassischen Lagerhaus- und Umschlagsgesellschaften die vorherrschende Betriebsform war, wandelte sich der Markt hin zu fremdfinanzierten, mit modernster Materialflusstechnik ausgestatteten Einrichtungen. Dieser Artikel stellt das Marktsegment der Logistikimmobilien in seinen historischen Kontext und beschreibt die wichtigsten Marktentwicklungen und Standorte in Deutschland.
High-Speed-Logistik für täglich mehr als 22 Millionen Blumen
Wenn jeden Tag rund 22 Millionen Blumen und Pflanzen aus mehr als 50 Ländern an einem Marktplatz aufeinander treffen, um kurz danach in Blumengeschäften in über 80 Ländern für gewerbliche und private Kunden zu Verfügung zu stehen, dann ist klar, dass hier nur eine ganz ausgefeilte Logistik der Schlüssel des Erfolges sein kann. Obwohl übers Jahr hinweg viele Blumensträuße verschenkt werden, machen sich nur wenige Menschen Gedanken darüber, woher und wie die Blumen in das Blumengeschäft an der Ecke kommen. Dieser Artikel beschäftigt sich mit der weltweit einzigartigen Logistik, die dafür sorgt, dass wir jederzeit frische und blühende Blumen in unseren Häusern in Deutschland und Europa haben.
Die Dimensionen der modernen Logistik
Im 1. Teil des Beitrags in „Deine Bahn“ 3/2009 wurde die Entwicklungsgeschichte der Logistik vorgestellt. Dieser Beitrag stellt darauf aufbauend durch Darstellung der unterschiedlichen Dimensionen die Vielfältigkeit der Logistik dar. Um einen fundierten Überblick über die Logistik zu bekommen, haben Wissenschaftler mehr oder weniger erfolgreich versucht, ein geschlossenes und belastbares systemisches Modell zu entwickeln.
Von der Frühgeschichte zu globalen Logistiknetzwerken
Logistik ist in aller Munde. Schlägt man die Zeitungen auf, dann begegnet einem der Begriff in unterschiedlichen Zusammenhängen und sehr viel häufiger, als noch das vor 15 Jahren der Fall war. Die Wurzeln der Logistik reichen zwar bis ins Jahr 865 n. Chr. zurück, doch eine wirklich breite Berücksichtigung des Begriffes in Wirtschaft und Gesellschaft erfolgte erst in den 1970er Jahren. Seit Mitte der 90er Jahre hat die Logistik eine erhebliche Beschleunigung erfahren und eine rasante Entwicklung genommen. Die Vertreter der Branche wurden zunehmend selbstbewusster. Anfang 2000 propagierten die Logistiker sogar mutig das Motto „Logistik ist nicht Alles, aber ohne Logistik ist alles Nichts!“. Was ist aber nun genau Logistik? Die Einschätzung dieses Wirtschaftsegmentes ist nicht einfach, denn die Logistik produziert keine Güter und Waren, die man wahrnehmen kann. Um die Bedeutung der Logistik zu erfassen, ist es hilfreich, sich die Frage zu stellen was passiert „Wenn Logistik einfach mal Pause macht“. Dieser Fragestellung, der Entstehungsgeschichte der Logistik und ihrer Entwicklung von der Frühgeschichte bis heute widmet sich dieser erste Teil des Artikels, in einem zweiten Teil wird dargestellt, inwieweit die Logistik nahezu alle Bereiche des privaten und wirtschaftlichen Lebens beeinflusst, was sich hinter Meta- und Makrologistik verbirgt und warum Logistik fast alle Bereiche des täglichen Lebens berührt.
Wertstromdesign
Im ersten Teil dieses Artikels („Deine Bahn“ 1/2009) wurde die grundlegende Systematik der Wertstromanalyse bzw. des Wertstromdesigns vorgestellt. Dabei wurde zunächst erklärt, was unter einem Wertstrom verstanden wird, welches die Grundprinzipien der Wertstromanalyse sind und wie eine Wertstromanalyse durchgeführt wird, um den Ist-Zustand zu ermitteln, der die gegenwärtige Supply Chain abbildet bzw. transparent macht. Dabei wurde der Symbolbaukasten der Wertstromanalyse exemplarisch vorgestellt, der es ermöglicht, auch komplex Zusammenhänge schnell und einfach transparent darzustellen. Dieser Artikel beschäftigt sich daher folgerichtig mit der Ermittlung und Umsetzung eines optimierten Sollzustandes und vermittelt, wie man mit einem Wertstromdesign schrittweise zum Erfolg kommt. Es wird nicht nur beschrieben, wie diese Optimierung am Reißbrett vorgenommen wird, sondern auch, wie man die Veränderungen erfolgreich implementieren kann. Die Optimierungspotenziale, die sich bei Anwendung der Wertstromanalyse erzielen lassen, werden anhand eines konkreten Praxisbeispiels dargestellt. Das Beispiel verdeutlicht, dass sich mit dieser Methode mit vergleichsweise geringem Aufwand ganz erstaunliche Ergebnisse erzielen lassen.
Wertstromdesign
Gibt es in der modernen Supply Chain noch Optimierungspotenzial?Und kann man dieses heben, wenn man als Instrumente nur Bleistifte, Radiergummi, Papier und einem Taschenrechner zur Verfügung hat? Selbstverständlich nicht, würde man sagen, denn wie sollte dies gelingen, wenn diese Potenziale häufig nicht mal mit modernsten und computergestützten Tools und Methoden identifiziert werden können.
Die kollektive Intelligenz der Schwärme
Was haben die Planungen von Verkehrs- und Logistiknetzen mit der Futterbeschaffung eines Ameisenhaufens gemeinsam? Wie können sich Fische in Schwärmen zusammenfinden, um ein gemeinsames Ziel mit höchster Effektivität und Effizienz zu verfolgen, welches sie allein nicht erreichen könnten? Gibt es eine Verbindung von Ameisen zu modernen Konzepten der Produktionslogistik in der Automobilindustrie? Können Ameisen die Distributionslogistik von Computersystemen optimieren oder einen wichtigen Beitrag zur Effektivitäts- und Effizienzsteigerung im Straßenverkehr leisten? Yes, they can! – Und sie tun es bereit jetzt, denn insbesondere in der Logistik und der Robotik hat man längst begonnen, sich mit dem Phänomen der „Schwarmintelligenz“ zu beschäftigen.