Deine Bahn 05/2013
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Inhalt
Editorial
Bahn Aktuell
Systemverbund Bahn
Infrastruktur
Blick in die Ausgabe
Perspektiven für den Internationalen Eisenbahngüterverkehr
Am 26. Februar 2013 haben die Verkehrsminister der Mitgliedstaaten der Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für Europa (UNECE) im Rahmen des diesjährigen Binnenverkehrsausschusses eine politische Deklaration zur Vereinheitlichung des internationalen Eisenbahnrechts unterzeichnet. Mit der Erklärung verpflichten sich 37 Staaten, die entlang der wichtigen eurasischen Eisenbahnkorridore liegen, zur offiziellen Aufnahme von Arbeiten zur Rechtsvereinheitlichung im Eisenbahnsektor auf UN-Ebene. Parallel hierzu werden die Eisenbahnverkehrsunternehmen aufgefordert, vertragliche Bestimmungen für die eurasischen Verkehre zu erarbeiten. Die mehr als 11.000 Kilometer lange Strecke von Europa nach Asien soll künftig mit einem Vertrag, einheitlichen Regeln und einem einheitlichen Haftungsregime befahren werden können.
Europäisches Netzwerk aus einer Hand
DB Schenker Rail ist für die Zukunft gut aufgestellt. Bis zum Jahr 2020 wird die führende Güterbahn Europas Qualität und Effizienz wesentlich steigern. Im harten Wettbewerb des Transport- und Logistiksektors behauptet sich die Güterbahn der Deutschen Bahn mit ihrem europäischen Netzwerk, das mehr und mehr Gestalt annimmt.
Schienenlogistik zwischen Europa, Russland und Asien
Das wachsende Verkehrsaufkommen zwischen Asien und Europa bietet großes Marktpotenzial für den Schienengüterverkehr. Auf der langen Transportroute kann die Schiene ihre Vorteile gegenüber anderen
Verkehrsträgern ausspielen. So ist der Gütertransport auf der Schiene erheblich schneller als über den Seeweg und wesentlich kostengünstiger als der Transport mit dem Flugzeug. Hinzu kommt, dass heutzutage immer
mehr Unternehmen großen Wert auf umweltfreundliche Transporte legen. Im Zuge des fortschreitenden Klimawandels gewinnt die Schiene, als umweltfreundliches Verkehrsmittel, auf den Korridoren Asien-Zentralasien/
Mongolei-Russland-Europa zunehmend an Bedeutung.
Architekten des europäischen Güterbahnnetzwerks
Die Schiene hat in Deutschland, nach einem jahrzehntelangen Rückgang, wieder einen Modal Split-Anteil von etwa 18 Prozent erlangt. Diese Entwicklung kommt in der größten Volkswirtschaft Europas nicht von ungefähr, denn seit vielen Jahren ist schon mehr als die Hälfte des Schienengüterverkehrs in Deutschland international und überquert dabei mindestens eine Landesgrenze. Dabei zeigt sich: Können die Kunden im internationalen Geschäft vom Verkehrsträger Schiene überzeugt werden, dann setzen sie auch bei ihren Transporten im Heimatmarkt auf die Schiene. Voraussetzung dafür ist aber, dass die hohen Kundenanforderungen in Bezug auf Preisgestaltung, Transportqualität und weiteren Angebotsmerkmalen auch jenseits der deutschen Grenzen erfüllt werden.
TFG Transfracht richtet sich strategisch neu aus
Seit Juli 2012 gehört die TFG Transfracht als Operateur im maritimen kombinierten Verkehr zur Deutschen Bahn. Unter der Führung von DB Schenker Rail soll das Unternehmen bis 2014 wieder profitabel werden.
DB Training setzt Impulse für Sicherheitsexperten
Die europäische Gesetzgebung und ihre Auswirkungen auf Risikomanagement und Sicherheitskultur der Eisenbahnen bestimmten das Programm des 6. Internationalen Sicherheitskongresses von DB Training, Learning & Consulting am 19. und 20. März in Hamburg. So wurde den Teilnehmern während der zweitägigen Veranstaltung Hintergrundwissen zur Umsetzung aktueller EU-Richtlinien und zur Weiterentwicklung der „Common Safety Methods“ vermittelt. In den Mittelpunkt der Vorträge und anschließenden Diskussionen rückten dabei die Rolle der Mitarbeiter bei der Umsetzung von Sicherheitszielen und die Herausforderungen, vor denen die Unternehmen bei der Rekrutierung und Qualifizierung geeigneten Personals stehen.
Unabhängige Bewertungsstelle der DB Netz AG
Seit 1. Juli 2012 ist die Verordnung (EG) Nr. 352/2009 über die Festlegung einer gemeinsamen Sicherheitsmethode für die Evaluierung und Bewertung von Risiken (CSM-RA – common safety method on risk assessment) vollumfänglich gültig. Sie ist einer von vielen Bausteinen der europäischen Union, um sichere und interoperable Eisenbahnnetze ohne nationale Grenzen zu schaffen. Möglichkeiten, einen fortgeschrittenen Entwicklungsstand gemäß der CSM-RA zu begründen, um von ihrer Anwendung abzusehen, nehmen tendenziell ab. Zunehmend sind Mitarbeiter mit der gesamthaften Anwendung und somit den weitergehenden Anforderungen und Fragestellungen aus der Verordnung konfrontiert.
Zustimmung zum Fahrzeugeinsatz: Bedarf und Verfahren
Im Teil 1 der Beitragsreihe zu diesem Thema (siehe Deine Bahn 2/2013 Seite 42 ff.) wurde die Zweiseitigkeit der Eisenbahn herausgearbeitet: Das Fahrzeug ist dabei der eine Teil des Systems, und die Infrastruktur, auf der sich das Fahrzeug bewegt, ist die zweite Systemkomponente. Damit die Systemteile die Gesamtheit der Eisenbahn ergeben, müssen sie sich passend zueinander verhalten. Diese Kohärenz ist Voraussetzung für die Zulassung. Die Systemteile für sich alleine haben jeweils dem Kompatibilitätsprinzip zu entsprechen.
Innovatives Bauwerk für den europäischen Schienenverkehr
Im Dezember 2012 wurde Deutschlands längster Zwei-Röhren-Tunnel eröffnet. Dieser ist ein Kernelement der Ausbau- und Neubaustrecke Karlsruhe – Basel, die ein wichtiges Teilstück des Güterverkehrskorridors Rotterdam – Genua darstellt. Neben seiner neuartigen Bauweise zeichnet sich der Katzenbergtunnel durch technische Innovationen aus, die ihn zu einem der modernsten Bauwerke im europäischen Schienenverkehr machen.