Deine Bahn 02/2006
Sie haben bereits ein Abonnement?
Jetzt einloggen und lesen!
*Erhältlich im Digital Abonnement
Inhalt
Editorial
Bahn Aktuell
Systemverbund Bahn
Personenverkehr
Infrastruktur
Blick in die Ausgabe
Editorial 02/2006
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
der Streit ob es im Allgemeinen und im Speziellen bei der Bahn ein Zuviel an Fremdwörtern gibt, wird weiterhin engagiert geführt. Während tendenzielle Befürworter auf eine logische Folge der fortschreitenden Internationalisierung hinweisen, schmähen Gegner Fremdwörter, insbesondere wenn es sich um Anglizismen handelt, als so genannte „Neusprech“.
Dabei wird aber häufig außer Acht gelassen, dass es neben der deutschen Sprache schon immer Fachsprachen gibt, deren Begriffe Nichtfachleuten fremd sind und die diesen deshalb zumindest fragwürdig vorkommen. Bei der Benutzung von Fachbegriffen geht es nicht so sehr darum, sich von Anderen (eben den Nichtfachleuten) abzugrenzen. Das Ziel liegt eher in Klarheit und Präzision. Es geht letztlich darum, sicherzustellen, dass alle vom selben reden.
Die beiden Begriffe Safety und Security bedeuten in deutscher Übersetzung beide „Sicherheit“ und scheinen daher die gleiche Bedeutung zu haben. Für Fachleute sind dies jedoch klar voneinander abgegrenzte Gebiete.
Während Safety sich mit der Sicherheit von Produktionsprozessen befasst, im Bahnbetrieb im Wesentlichen gleichgesetzt mit der Betriebssicherheit, wird mit Security der Schutz vor kriminellen An- bzw. Eingriffen bezeichnet. Dies gilt im Übrigen international. Bezogen auf diese beiden Begriffe lässt sich die mitunter gern gestellte Frage „Kann man das auch in Deutsch ausdrücken?“, mit einem klaren Nein beantworten.
Im Zuge der Weiterentwicklung des DB Konzerns zum internationalen Mobilitäts- und Logistikdienstleister wurden die Aktivitäten im Bereich Security neu geordnet.
In unserem Leitartikel erläutert Jens Puls, Leiter der Konzernsicherheit und in Personalunion Vorsitzender des Geschäftsfelds Sicherheit, die Zielsetzungen und Strukturen für Security im DB Konzern. Darüber hinaus beschreibt er die Zusammenarbeit mit der Bundespolizei, die für die Gefahrenabwehr im Bereich der bundeseigenen Bahnen zuständig ist, und schildert die internationale Zusammenarbeit.
Apropos Neuerungen: Zu dem veränderten Erscheinungsbild von Deine Bahn haben wir bisher ausschließlich positive Rückmeldungen erhalten. Wir nehmen dies als Bestätigung, dass die Richtung stimmt. Gleichzeitig arbeiten wir ständig daran, den Inhalt unserer Fachzeitschrift an Ihre Bedürfnisse anzupassen. Hierbei helfen uns insbesondere Ihre Vorschläge. Unsere Anschrift finden Sie im Impressum auf Seite 64.
Wir danken Ihnen bereits im Voraus für Ihre Anregungen und wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen unserer neuesten Ausgabe.
Mit besten Grüßen
Ihr Redaktionsteam Deine Bahn
Verantwortung für Security im DB Konzern
Sicherheit ist in aller Munde und spätestens seit den Ereignissen des 11. September 2001 in New York, den Bombenattentaten in Madrid und London (mit den nachfolgenden Berichterstattungen der Medien) sowie den damit im Zusammenhang stehenden Vorfällen bei der Bahn (z.B. Bombendrohungen und Anthraxverdachtsfälle) in Deutschland, ist die Sensibilität der Öffentlichkeit zu Sicherheitsthemen spürbar gewachsen.
Die Entwicklung der allgemeinen Sicherheitslage und die Weiterentwicklung des DB Konzerns zum internationalen Mobilitäts- und Logistikdienstleister waren Anlass zu einer neuen Schwerpunktbildung und Bündelung der Prozesse im Bereich Security.
Den Kunden der Bahn soll eine „neue Qualität“ der Leistung geboten werden, in der Sicherheit neben Pünktlichkeit und Sauberkeit zu den herausragenden Merkmalen zählt.
Erste Ergebnisse aus einem im Jahr 2005 eingerichteten Projekt war die Eröffnung des Sicherheitszentrum Bahn von DB AG und Bundespolizei und, um die mit der Erstellung von Sicherheitsleistungen befassten Unternehmenseinheiten zu bündeln, die Einrichtung des Geschäftsfelds (Gf) Sicherheit zum 1. Januar 2006.
Von Heuschrecken, Shareholdern und Stakeholdern in der Betriebswirtschaftslehre
Nein, Sie sind nicht in der falschen Rubrik, auch wenn die Überschrift des Beitrages etwas anderes vermuten ließe. In diesem Artikel geht es um Zielsetzungen von Unternehmen und um die Frage, wer eigentlich maßgeblichen Einfluss auf unternehmerische Ziele ausübt.
Die Betriebswirtschaftlehre beschäftigt sich seit je her mit Unternehmenszielen. Dabei geht es dieser Wissenschaft nicht bloß um die Entwicklung geeigneter Konzepte zur Erreichung von Unternehmenszielen, es geht auch um die Probleme, welche Ziele überhaupt sinnvoll sind und wie bestimmte Ziele im Zusammenhang stehen. Daneben ist die Frage, wie unternehmerische Ziele überhaupt zustande kommen und welche Gruppen Einfluss auf diese Ziele nehmen, ebenfalls interessant.
Die Erfolgsstufen: Wissen – Können – Erfahrung
In den letzten Jahren ist so manche Illusion geplatzt: auch die, dass jüngere Fach- oder Führungskräfte die besseren seien. Und so wird eine vor kurzem noch müde belächelte Eigenschaft zügig wiederentdeckt: die Erfahrung.
Die NEAT
Der Transitverkehr durch die Alpenregion nahm in den letzten Jahren deutlich zu. Die Bürger der Schweiz haben sich deshalb am 29. November 1998 in einer Volksabstimmung für die Modernisierung der Bahn und damit auch für eine Verlagerung des alpenquerenden Transitverkehrs von der Straße auf die Schiene ausgesprochen.
Lange Reise nach Paris
Auf dem Weg zu einem gemeinsamen Hochgeschwindigkeitsverkehr Deutschland – Frankreich sind die Deutsche Bahn und die französische Staatsbahn SNCF einen entscheidenden Schritt vorangekommen. Nach umfangreichen Testserien in den letzten Jahren haben die Bahnen nachgewiesen, dass die Mehrsystem-Variante des ICE 3 prinzipiell die Anforderungen des Bahnbetriebs in Frankreich erfüllt. Wie für den Auslandseinsatz in den Niederlanden, Belgien und der Schweiz sind allerdings technische Zusatzausrüstungen erforderlich.
Gemeinsam unterwegs
Immer der ewig gleiche Vereinsausflug? Immer der gleiche Ablauf? Immer die gleichen Ziele?
Diese Zeiten sind jetzt vorbei. Mit den „Gruppenreisen Exklusiv“ aus dem DB Reisemarkt wird die Gruppenreise zum Erlebnis. Diese Reisen sind alles andere als gewöhnlich!
WORD 2000/2003
Microsoft Word ist nach wie vor die meistbenutzte Textverarbeitung. Doch viele nützliche Funktionen von Word sind den meisten Anwendern nicht bekannt oder werden nicht voll ausgeschöpft. Ich habe daher für Sie die besten neuen Praxistipps zusammengestellt, die Ihre Arbeit mit Word in den Versionen 2000 und 2003 erleichtern und beschleunigen.
DB Carsharing
DB Carsharing, das intelligente Automietsystem der Bahn, wird immer beliebter und verzeichnet einen deutlichen Kundenzuwachs. Im Jahr 2005 haben sich über 6.000 Neukunden bei DB Carsharing registrieren lassen. Damit ist die Kundenzahl bei DB Carsharing unter Einbeziehung der regionalen Vertragspartner, deren Kundenbetreuung durch DB Carsharing erfolgt, auf rund 60.000 angewachsen. Rund 600 Neukunden pro Monat ·nutzen das günstige Mobilitätsangebot der Bahn. DB Carsharing wurde im Produktbereich Carsharing Testsieger bei der Stiftung Warentest.
Im nachfolgenden Artikel wird das System von DB Carsharing beschrieben, erläutert wie die Zugangsmöglichkeiten sind und gezeigt wie einfach ein Mietauto von DB Carsharing zu nutzen ist.